Unsere 10 besten Reisetipps für Deinen Vancouver Island Trip

Vancouver Island Reisetipps

Steht für Dich schon bald eine Rundreise durch den Westen Kanadas und Vancouver Island auf dem Programm und Du bist dafür noch auf der Suche nach ein paar Reisetipps und Sehenswürdigkeiten, die dein Abenteuer in Nordamerika garantiert zu einem besonderen Erlebnis machen…?

Bist Du, genau wie wir, Individualreisender „durch & durch“ und Dich interessieren nicht nur die großen Metropolen, sondern Du willst vorwiegend die einzigartige Natur und Tierwelt Kanada hautnah erleben…?

In diesem Fall darf die Erkundung von Vancouver Island, der Perle Kanadas mit vielen einsamen Ecken, natürlich keinesfalls in deiner Reiseplanung fehlen…!

Als Vollzeitreisende sind wir große Nordamerikafans und bei unserem letzten Roadtrip im Frühjahr diesen Jahres; auf dem wir ganze drei Monate quer durch den Westen Kanadas und und bis hinauf nach Alaska unterwegs waren, haben wir uns für Vancouver Island ganze vier Wochen Zeit gelassen und die naturnahen Ecken der Insel ausgiebig mit dem Wohnmobil und auf langen Wanderungen erkundet.

Daher haben wir uns einen sehr guten Überblick über die schönsten Ecken der Insel verschaffen können, die wir nun im folgenden Artikel in Form unserer „10 besten Tipps und Sehenswürdigkeiten auf Vancouver Island“ mit Dir teilen möchten…

Vancouver Island Wohnmobil

Wir haben Vancouver Island mit dem Wohnmobil erkundet.

Vancouver Island Rundreise mit dem Wohnmobil

Doch zunächst einmal stellt sich natürlich die Frage, wie Du eigentlich am besten auf einer Rundreise auf Vancouver Island unterwegs sein solltest, um auch wirklich die schönsten Ecken und Sehenswürdigkeiten dieser einzigartigen Insel entdecken zu können…?

Wir haben uns für unsere aktuelle Rundreise bis an den nördlichsten Zipfel der kanadischen Insel erstmalig für ein größeres Wohnmobil (einen C 25 Camper von CruiseCanada) entschieden, das wir sehr günstig über die Webseite von CamperDays gebucht haben.

Bisher haben wir solche Outdoor-Touren, bei denen es uns vorwiegend um die Natur und lange Wanderungen geht, immer nur mit einem größeren Mietwagen und einem Zelt absolviert, doch diesmal hatten wir uns vorgenommen besonders „langsam“ zu Reisen und an den schönsten Orten Vancouver Islands für mehrere Tage zu verweilen.

Dafür was das größere und komfortable Cruise Canada Wohnmobil wirklich ideal, auch wenn uns die Fahrt auf einigen einsame „Schotterstrassen“ dadurch leider verwehrt blieben.

Egal ob Du dich für Deine Kanada Reise nun letzten Endes für einen Mietwagen oder auch für ein Wohnmobil entscheidest, in jedem Fall sollte solch eine Reise ein „Camping-Trip“ werden, denn die National- & Provincial Parks auf Vancouver Island und im Westen Kanadas bieten wirklich wunderschöne und naturbelassene Campingplätze – die Du in keinem Fall verpassen solltest…

Vancouver Island Natur

Für uns stehen Natur & Einsamkeit auf Reisen im Vordergrund.

Unsere 10 naturnahen Reisetipps für Deine Vancouver Island Rundreise

Aber jetzt wollen wir Dich auch nicht länger auf die Folter spannen und hier sind sie nun unsere persönlichen Reisetipps für Deinen Vancouver Island Trip – wie oben schon erwähnt haben wir uns dabei vor allem auf die schönsten Fleckchen in der Natur konzentriert, denn Städte sind nicht wirklich unser Ding…

Daher liegen auch fast alle unsere Reisetipps für die riesige kanadische Insel etwas Abseits der größeren Städte und Ortschaften im Süden, denn dort ist uns persönlich einfach touristisch „zu viel los“…

Fährfahrt durch die Gulf Islands

Am besten startest Du deine Rundreise hinüber nach Vancouver Island direkt mit einer unvergesslichen Fährfahrt, dabei kannst Du dich gleich an einem der ersten Highlights dieser einzigartigen Inselwelt erfreuen.

Eine Fährfahrt von Tsawwassen nach Vancouver Island führt mitten durch den Gulf Island National Park in der Strait of Georgia und bietet den Aufmerksamen unter Euch, auf dem Weg in die Swartz Bay im Süden von Vancouver Island, einen ersten Einblick in die einzigartige kanadische Tierwelt.

Das Gebiet ist die Heimat zahlreicher Meeresbewohner – Schwertwale, Seehunde, Delfine und Seelöwen bekommst Du regelmässig zu sehen, aber auch Vogelfreunde kommen hier bereits voll auf ihre Kosten und können diverse Wasservögel und Weisskopfseeadler direkt von Bord der Fähre beobachten.

Vancouver Island Fähre

Die Fahrt mit der Fähre durch die Gulf Islands ist ein tolles Erlebnis.

Halte Dich also bei dieser Fährfahrt möglichst draußen auf und geniesse die Fahrt vorbei an den kleinen, teils unbewohnten Inseln mit ihrer zerklüfteten Küstenlandschaft und beobachte den Ozean und die an Dir vorbeiziehenden kleinen Inseln.

Die Fährroute hinein in die Swartz Bay wird von „BC Ferries“ durchgeführt und hat eine Fahrzeit von ca. 1,5 Stunden. Aktuelle Preise und die Möglichkeit zur Reservierung – findest Du hier:

Die Fähre fährt in den Sommermonaten von 6 bis 22 Uhr jede Stunde und in der Hauptsaison solltest etwas mehr an Wartezeit einplanen oder Deine Fährfahrt durch die Gulf Islands im Vorfeld bereits online buchen, sofern das Deine Roadtrip Planung zulässt.

Pacific Rim National Park

Im Westteil Vancouver Islands, zwischen Tofino und Port Renfrew, liegt der wilde Pacific Rim National Park mit einer Fläche von mehr als 500 Quadratkilometern und seinen schier endlos langen und mit Treibholz übersäte Sandstränden.

Einen Überblick mit allen wichtigen Informationen zum Pacific Rim Nationalpark – findest Du hier:

Dieser einzigartige National Park ist in drei, teils nur schwer zugängliche, Teile unterteilt und bietet Dir einen traumhaften, dichtbewachsenden, mit Moos und Farn durchzogenen Regenwald, der durch das sehr kühle und feuchte Seeklima an der Küste von Vancouver Island entstanden ist.

Camping Pacific Rim NP

Camping in Green Point, Pacific Rim National Park.

Long Beach zwischen Tofino und Ucluelet

Dieser Abschnitt des Pacific Rim National Parks hat mit Abstand die stärkste Besucherzahl, da er über die Strasse 4 mit dem Auto oder Wohnmobil problemlos besucht werden kann und zahlreiche Zugänge zu den fantastischen Strandabschnitten bietet.

Long Beach macht seinem Namen dabei alle Ehre, denn ein scheinbar endloser, breiter Sandstrand lädt zum Spazieren gehen und verweilen ein.

Gerade an den bewölkten und regnerischen Tagen, die deutlich in der Überzahl sind, wirkt dieser Strand einzigartig. Nebelschwaden und reichlich Treibholz, mit dem angrenzenden Regenwald, sorgen für eine mystisches Stimmung und machen sogar einen einfache Strandspaziergang im Nieselregen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Dem noch nicht genug, bietet die Gegend durch die lang gezogenen Wellen des Pazifischen Ozeans, auch für Surfer ideale Bedingungen, die an sonnigen Tagen daher auch an einigen Strandabschnitten zahlreich vertreten sind.

An vielen Stellen entlang des Highway 4 in Richtung Tofino kannst Du nach einer kurzen Wanderung durch den imposanten Regenwald den Sandstrand erreichen, wo Du mit etwas Glück in den frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung sogar Bären und Wölfe auf der Futtersuche beobachten kannst.

Long Beach Vancouver Island

Spaziergang am Long Beach im Pacific Rim Nationalpark.

Auch wenn Long Beach an sonnigen Tagen gut besucht und auch bei Einheimischen sehr beliebt ist, verteilt sich der Besucheransturm auf den langen Strandabschnitten sehr schnell, so dass es selbst an belebten Tagen kein Problem ist nach nur wenigen Metern zu Fuss einen vollkommen einsamen Strandabschnitt zu finden.

Für die Übernachtung im Pacific Rim NP findest Du als Wohnmobilreisender und Zeltcamper direkt am Long Beach den attraktiven Nationalpark Campingplatz Green Point, der mit seinen 94 Stellplätzen inmitten des „verwunschenen“ und dichten Regenwaldes liegt, durch den auch einige kurze Trails hinunter zum Strand führen.

Alle Stellplätze sind grosszügig angelegt und bei Bedarf mit Stromanschluss buchbar, recht neue Waschhäuser bieten Duschen und von einigen Stellplätzen hast Du sogar einen direkt Blick auf den Pazifischen Ozean.

Da der Green Point Campingplatz aufgrund seiner Lage recht beliebt ist, solltest Du während der Hauptsaison in jedem Fall bereits sehr früh vor Ort sein oder einen Stellplatz vorab reservieren.

Die Broken Group Islands

Die Broken Group Islands liegen in der Barkley Bucht und bestehen aus vielen kleinen Inseln und Felsformationen die am besten mit einem Boot von der Toquart Bay aus erreichbar sind. Die Toquart Bay selbst erreichst Du auch über den Highway 4, von dem aus auf Höhe des Kennedy Lake die Toquart Bay Road in Richtung Osten abzweigt. Diese Gravel Road führt Dich nach etwas mehr als 10 Kilometern ans Meer.

Inseln wie Turret, Benson, Gilbert, Gibraltar, Dodd, Clark und Willis bieten einsame Wildniszeltplätze und laden, gebührenpflichtig mit einem Permit, zum Campen in der totalen Einsamkeit ein – für ruhesuchende Outdoorfans zweifelsfrei genau das Richtige!

Der weltberühmte West Coast Trail

Der West Coast Trail liegt im südlichsten Gebiet des Pacific Rim National Park und bietet geübten Wander- und Trekkingfans, einen 75 Kilometer langen und anstrengenden Trail entlang der wilden Küste von Vancouver Island, gehört aber ansonsten zu den Bereichen des Nationalparks, die Du nicht mit dem Wohnmobil oder Mietwagen erreichen kannst.

Dieser Trail hat landschaftlich einiges zu bieten, denn er führt Dich durch den dichten Regenwald, mit seinen uralten und mit Moos bewachsenen Baumbeständen und vorbei an einer zerklüfteten Küstenlandschaft.

Übernachten kannst Du nur, in deinem eigenem Zelt, auf ausgewiesenen Flächen und Du musst Dich während Deiner Wanderung auf sämtliche Wetterverhältnisse und einen „schlammigen“ Wanderweg einstellen.

West Coast Trail

Unterwegs auf dem West Coast Trail auf Vancouver Island.

Einer der Ausgangspunkte, für diesen sehr anspruchsvollen Wanderweg, ist der Gorden River Trailhead in Port Renfrew, von dort aus erreichst Du über eine kurze Fährfahrt den West Coast Trail, für den Du mind 6 bis 8 Tage einplanen solltest und ein Permit benötigst.

Wenn Du noch mehr über den West Coast Trail erfahren oder diesen selbst einmal wandern möchtest, empfehlen wir Dir den passenden Wanderführer vom Conrad Stein Verlag – diesen findest Du hier:

Dieser Wanderweg ist aber nichts für Ungeübte und Wandereinsteiger, es gibt reichlich schwierige Passagen zu überwinden – wackelige Brücken, Strickleitern, eine handbetriebene Drahtseilbahn zur Flussüberquerung und schwieriges Gelände sind auf dem West Coast Trail allgegenwärtig.

Der Juan de Fuca Provincial Park

Der Juan de Fuca Provincial Park befindet sich im Süden von Vancouver Island, zwischen Port Renfrew und Sooke, direkt an der Westküste entlang der Juan de Fuca Strait. Felsen aus Schiefer und Quarz, mit schwarzen Basalteinlagerungen, machen auch diesen Provincial Park wirklich einzigartig.

Genau wie Long Beach im Pacific Rim Nationalpark, zieht auch dieses Küstengebiet, mit seiner meist stürmischen Brandung, neben den naturinteressierten Touristen, auch zahlreiche Surfer an.

Ideal ist der Juan de Fuca PP, neben seiner wunderschönen Landschaft, vor allem für die Beobachtung von Meerestieren – neben Grauwalen, die von März bis April auf ihren Weg von Mexiko nach Alaska häufig zu sehen sind, lassen sich auch Schwertwale, Seelöwen, Seeotter und Seehunde regelmäßig beobachten.

Wer Vancouver Island mit dem Wohnmobil oder mit Mietwagen und Zelt erkundet findet am Ostende des Parks, den schönen China Beach Campground mit seinen 78 Stellplätzen, der über einen ca. 800 Meter langen und teils steilen Wanderweg auch einen Zugang zum wunderschönen Strand bietet.

Für Backcountry Wanderfans gibt’s übrigens hier den, 47 Kilometer langen Juan de Fuca Marine Trail, der auch nur für geübte Wanderer zu empfehlen ist. Für diesen benötigst Du kein Permit, wie für den West Coast Trail – allerdings sind für jede Übernachtung max. 10 CAD per Selbstregistrierung zu zahlen.

Wild Pacific Trail Ucluelet

Unterwegs auf dem Wild Pacific Trail rund um Ucluelet.

Das kleine Fischerdorf Ucluelet

Ucluelet ist ein beschauliches kleines Städtchen an der Westküste von Vancouver Island, welches aus unserer persönlichen Sicht deutlich schöner ist, als das mittlerweile sehr touristische Tofino am Ende des Pacific Rim Highways. Das ehemalige kleine Fischerdorf profitiert mit seinen Unterkünften, Souvenirläden und Tourenanbietern zwar auch zunehmenden von Tourismus auf Vancouver Island, hat sich aber bisher durchaus seinen typischen Kleinstadtflair erhalten.

Neben dem attraktiven Stadtkern mit seinem kleinem Hafen bietet Ucluelet auch noch einen sehr gut ausgebauten und an mehreren Stellen zugänglichen Wanderweg mit traumhaften Aussichten und einen kleinen Leuchtturm Häuschen – nämlich den Wild Pacific Trail.

Der Weg ist einfach zu begehen, bietet alle paar Meter Sitzbänke und ist somit für jedermann geeignet. Es lohnt sich auch schon nur ein kleines Teilstück des Trails zu wandern, aber verpassen solltest eine Wanderung auf dem West Pacific Trial rund um Ucluelet keinesfalls.

Strathcona Provincial Park

Unterwegs im Strathcona Provincial Park.

Der wilde Strathcona Provincial Park

Mitten im Herzen von Vancouver Island befindet sich der äusserst reizvolle und größtenteils noch sehr ursprüngliche Strathcona Provincial Park, der seinen Besuchern nicht nur traumhafte Aussichten, sondern auch eine fantastische Tierwelt zu bieten hat.

Ob nun ein dichter Regenwald, Seen, Wasserfälle oder wildes Hochgebirge – Naturfreunde und Outdoor-Enthusiasten kommen hier in jedem Fall voll auf ihre Kosten und bekommen vielleicht sogar den ein oder anderen Schwarzbären aus nächster Nähe zu sehen.

Alle wichtigen Informationen zum Strathcona Provincial Park und über die dortigen Campingplätze – findest Du hier:

Den am besten erschlossenen Teil des Strathcona Provincial Park erreichst Du über den Highway 28 ab Campbell River und nach knapp 50 Kilometer erreichst Du das Elk Portal, der den Parkeingang zum wilden Provincial Park darstellt.

Der von hier aus erreichbare Buttle Lake und das Forbidden Plateau sind gut erschlossen und daher auch problemlos mit dem Auto oder Wohnmobil zu erreichen, während alle anderen Gebiete des Parks wirkliche Wildnisgebiete und so eher was für wahre Outdoor Enthusiasten und lange Backcountry-Touren sind.

Elk Portal Vancouver Island

Das Elk Portal; Eingang zum Strathcona PP.

Wohnmobilreisende und Zeltcamper finden im Park den Buttle Lake Campground mit Sandstrand vom Highway 28 aus, kurz nach der Brücke über den Buttle Lake und den Ralph River Campground am Südufer des Buttle Lake, mit sehr schönen und einsamen Stellplätzen.

Die Westmin Road, die zum etwas abgelegenen Ralph River Campground führt, gehört für uns persönlich zu den schönsten Straßen auf ganz Vancouver Island und von ihr führen zahlreiche schöne Wanderungen hinauf in die Berge.

Die Alder Bay und ihr kleines „Resort“

Wenn Du dem Highway 19 auf Vancouver Island Richtung Norden folgst und hinter Nimpkisch rechts die Abfahrt Richtung Telegraph Cove nimmst, kommt nach wenigen Kilometern links die geteerte Zugangsstrasse zur Alder Bay, an der ein typisches Werbeschild auf den dortigen Campingplatz hinweist.

Die Alder Bay ist eine sehr ruhige und schön gelegene Bucht und besteht nur aus dem gleichnamigen Resort Campground mit einer tollen Aussicht auf Comorant Island, während rundherum nur urige Wälder und eine, für Vancouver Island typische, zerklüftete Küstenlandschaft liegt.

Schwarzbär Vancouver Island

Schwarzbär in der Alder Bay auf Vancouver Island.

Der kleine Campground ist noch ein wirklicher Geheimtipp, denn hier kannst Du zum fairen Preis nicht nur Orcas, Seelöwen und Fischotter dabei entdecken wie sie durch die Buchten ziehen, sondern auf einigen kurzen Wanderungen auch Schwarzbären, Weißkopfseeadler, Kolibris und andere wilde Tiere entdecken.

Einen ausführlichen Bericht zu unserem Besuch im Alder Bay Resort – findest Du hier:

Auch wenn es sich bei unserem Alder Bay „Geheimtipp“ nur um einen sehr schönen Campingplatz handelt, so war der dortige Besuch ein absolutes Highlight auf unserer Vancouver Island Tour.

Das kleine Resort ist nicht nur ein idealer Startpunkt für Ausflüge nach Telegraph Cove und hinauf in den Norden von Vancouver Island, sondern bietet mit etwas Entdeckergeist auch die Möglichkeit eines tiefen Einblicks in die fantastische Tierwelt der Insel, ohne dafür auf teuren und touristischen Touren bezahlen zu müssen.

Whale Watching auf Comorant Island

Wenn Du auf Vancouver Island unterwegs bist, dann solltest Du zumindest einmal während Deiner Rundreise auch eine der kleinen vorgelagerten Inseln besuchen, die Du auf einer kurzen Fährfahrt erreichen kannst, und unser Tipp wäre da Comorant Island und das kleine Städtchen Alert Bay, direkt gegenüber des oben beschriebenen Alder Bay Resorts.

Comorant Island und die Alert Bay erreichst Du mit der Fähre von Port McNeill aus und wenn Du früh am Morgen mit der Fähre übersetzt hast Du gute Chancen schon auf der Fährfahrt einige der Schwertwale zu entdecken, die in diesen Gewässern heimisch sind – nicht umsonst wird Alert Bay auch „Home of the Killer Whale“ genannt.

Whale Watching Vancouver Island

Whale Watching auf eigene Faust auf Vancouver Island.

Das kleine Städtchen Alert Bay ist zudem auch bekannt für seine Native-Kunst und für die höchsten Totempfähle der Welt. Wanderfans können die Insellandschaft auf vielen kurzen und langen Wanderungen erkunden, bei denen immer die Möglichkeit besteht einen Schwarzbären oder, beim Blick auf das Meer, einen Schwertwal zu entdecken.

Wenn Dir das noch nicht genug ist, dann kannst Du von Comorant Island auch auf speziellen Whale-Watching-Touren in die Johnstone Strait im „Robson Bight Ecological Reserve“ aufbrechen, das die weltweit grösste Dichte an Schwertwalen bietet und in deren Gewässern auch Delphine und Seelöwen beheimatet sind.

Inselcharme in Telegraph Cove

Das kleine Dorf Telegraph Cove ist der Inbegriff eines ursprünglichen Fischerdorfs auf Vancouver Island und wenn auch hier leider die Zeit nicht stehengeblieben ist, so ist das auf Stelzen gebaute Dörfchen, dessen Häuser mit einem Holzstegen untereinander verbunden sind, immer noch absolut sehenswert.

In der Gegenwart ist das ehemalige Fischerdorf zwar auch ein beliebtes Touristenziel und bietet Dir einige Shops und Cafés, doch trotz zwei großer Campingplätze, einigen Ferienwohnungen und einem mitten in die Bucht gebauten Hotel hat es sich jedoch bis dato seinen einstigen Charme größtenteils behalten können.

Das dort ansässige „Whale Interpretive Centre“ beschäftigt sich mit seinen Meeresbiologen intensiv mit dem Schutz der grössten Meeresbewohner, die sich besonders in den Sommermonaten gern in den fischreichen Gewässern aufhalten, und versucht seine Besucher für dieses Thema zu sensibilisieren.

Telegraph Cove

Telegraph Cove im Norden von Vancouver Island.

Von Telegraph Cove aus werden nicht nur Whale-Watching-Touren und Kanu Touren angeboten, sondern auch spezielle „Grizzly-Touren“ auf die umliegenden Inseln.

Ob es sich letzten Endes lohnt das Geld dafür auszugeben muss sicherlich jeder ganz alleine für sich entscheiden, doch wir persönlich finden es deutlich spannender diese Tiere ganz alleine und auf eigene Faust zu entdecken – was mit etwas Zeit und Aufwand auch problemlos möglich ist.

Wohnmobilreisende finden, wie schon erwähnt, zwei grosse RV- Campgrounds, dem RV-Park Telegraph Cove mit 120 Plätzen im Wald gelegen und dem mit wenig Charme behafteten Telegraph Cove RV Park Marina, ein grosser Schotterparkplatz mit 48 Stellplätzen – doch unser persönlicher Tipp wäre eine Übernachtung im weiter oben vorgestellten Alder Bay Resort, dass nur ca. 20 Minuten Fahrtzeit von Telegraph Cove entfernt liegt.

Little Qualicum Falls

Unterwegs am Little Qualicum River.

Wandern im Little Qualicum Falls Provincial Park

Den Little Qualicum Falls Provincial Park findest du knapp 20 Kilometer westlich von Parksville, dort zweigt eine kurze Zufahrtsstrasse zum Provincial Park direkt vom Highway 4 ab. Auch wenn der Little Qualicum Falls PP nur einer der vielen kleinen Provincial Parks ist, die quer über Vancouver Island verstreut sind, so hat uns dieser aufgrund seiner besonders schönen Lage in der Nähe der Wasserfälle und tollen Wanderwege entlang des Little Qualicum River extrem gut gefallen.

Der Park mit imposanten Douglastannen verfügt über einen großen Picknick Bereich mit Parkplatz und einen einladenden Campground mit grosszügig angelegten Campsites, auf denen wir einige Nächte während unserer Rundreise auf Vancouver Island verbracht haben.

Nicht versäumen solltest Du hier den ca. 1,5 Kilometer langen Rundwanderweg, der Dich am Little Qualicum River, mit seinen beeindruckenden Lower und Upper Falls entlang führt. Dieser „Loop-Trail“ lässt sich problemlos noch auf weitere 6 Kilometer ausweiten und bietet immer wieder tolle Aussichten auf die Wasserfälle und den Fluss, sowie einen tolle Wegführung durch die dichten Wälder des Parks.

Unbändige Natur im Cape Scott Provincial Park

Dieser wilde Provincial Park ganz im Norden von Vancouver Island hat uns persönlich am meisten begeistert, denn hierhin verirren sich nur wenige Touristen und Du kannst ein riesiges Gebiet an unbändiger und größtenteils intakter Natur auf eigene Faust erkunden – einsame Strände, verwunschene Wälder und eine fantastische Tierwelt, genau dass, was das Herz eines Outdoorfans höher schlagen lässt.

Einziges Manko, der Cape Scott Provincial Park lässt sich nur über eine ca. 60 Kilometer lange und nicht wirklich gut gepflegte Schotterstrasse erreichen, doch wer die Einsamkeit und abgeschiedene Natur sucht, sollte diese Fahrt mit einem Mietwagen mehr Bodenfreiheit in jedem Fall auf sich nehmen – bei einem Wohnmobil, sollte Du unter Umständen lieber auf diesen Park verzichten.

Weitere Informationen zum Cape Scott PP und den dortigen Campingplätzen – findest Du hier:

An typischen Touristenattraktionen hat dieser Park am nordwestlichen Zipfel von Vancouver Island kaum etwas zu bieten, nur ein paar einfache Campgrounds stehen für die Besucher zur Verfügung.

Entschädigt wird man dafür mit endlosen Stränden und einsamer Buchten voller kleiner Felsen, einen riesigen Wanderwegenetz inkl. des 58 Kilometer langen North Coast Trails und einer sehr aktiven Tierwelt – abseits des Massentourismus in südlicheren Regionen von Vancouver Island.

Cape Scott Provincial Park

Traumhafte Küstenabschnitte im Cape Scott Provincial Park.

Noch mehr Tipps rund um Vancouver Island & Kanada

Uns persönlich haben die Wochen auf Vancouver Island wirklich sehr gut gefallen, auch wenn wir etwas bestürzt über den Massentourismus im Süden und die teilweise aggressive Holzbewirtschaftung auf der gesamten Insel waren – beidem kannst Du aber größtenteils ausweichen, indem Du dir einfach etwas mehr Zeit für die Erkundung der Insel lässt.

Wenn es Dir, wie uns, vorrangig um die Natur geht, solltest Du in jedem Fall in der Nebensaison im Frühjahr und Herbst nach Vancouver Island reisen und den populären Süden nur für die Durchfahrt und eine kurze Stippvisite in den Städten nutzen, denn die wirklichen „Juwelen“ der Insel offenbaren sich Dir erst, wenn Du den belegten Highway 19 verlässt oder nach Campbell River weiter Richtung Norden fährst.

Wir hoffen, dass in diesem Artikel auch für Dich die ein oder andere Sehenswürdigkeit dabei war, die Du auf Deiner Reise nach Vancouver Island mit in Deine Reiseplanung aufnimmst.

Vancouver Island Reiseführer

Ein paar gute Reiseführer verschaffen einen guten Überblick zu Vancouver Island.

Vor unserer Reise haben wir uns einen grundsätzlichen Überblick zu Vancouver Island mit zwei Reiseführern verschafft – diese findest Du hier:

Solltest Du weitere Fragen oder selbst noch einige Vorschläge parat haben, was man bei einem Besuch auf der kanadischen Insel nicht verpassen sollte, so freuen wir uns über Deinen Kommentar unterhalb dieses Artikels.

Sicherlich werden wir in den kommenden Wochen und Monaten, noch viele weitere Artikel mit unseren Erfahrungen auf unserem 3-monatigen Alaska & Kanada Trip und den besten Reisetipps hier auf unserem Blog veröffentlichen – vielleicht schaust Du ja mal wieder bei uns auf dem Blog vorbei.

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