Camping USA, alles was du über Campingplätze wissen musst!

Camping USA

Planst Du gerade deine erste Camping Reise in die USA und bist auf der Suche nach einen umfassenden Überblick, wie das „Drüben“ in Amerika auf den Campingplätzen so alles funktioniert und was es überhaupt für Campingmöglichkeiten gibt…?

Oder hast Du vielleicht schon erste Erfahrungen auf den amerikanischen Campgrounds gesammelt und eventuell sogar ein paar Enttäuschungen, in Form von „überfüllten Campingplätzen“ und „durchgefahrenen Nächten“, erlebt…?

In beiden Fällen bist Du hier genau richtig, denn in diesem Artikel gibt’s alle wichtigen Informationen rund ums Camping in den USA, du erfährst welche Arten von Campingplätzen es gibt, was sie ausmacht, wie du dort übernachten kannst und auch wie du die meiste Zeit sogar vollkommen kostenlos in den USA campen kannst.

Als „Vollzeitreisende“ haben wir mittlerweile mehr als 100.000 Meilen in den USA zurückgelegt und waren zu Fuss – nur mit ultraleicht Rucksack und Zelt, mit dem Campervan und auch mit Zelt und Mietwagen teils monatelang in den USA unterwegs.

So konnten wir im Laufe der Zeit viele wertvolle Erfahrungen rund um die Campingmöglichkeiten in Amerika sammeln, die wir Dir in diesem Blog Artikel für Deine nächste USA Reise mit auf den Weg geben möchten…

Camping ist in den USA extrem populär!

Zuerst einmal solltest Du dich im besten Fall schon vor Deiner ersten USA Reise damit auseinandersetzen, dass Camping in den USA einen ganz anderen Stellenwert besitzt als bei uns Europäern und zum Teil auch einen anderen Hintergrund hat.

Der erste wichtige Punkt dabei ist die Tatsache, dass die meisten Campingflächen in den USA, im Gegensatz zu Europa, staatlich sind. Sprich sie werden von verschiedenen Behörden betrieben, gepflegt und verwaltet – was die stattlichen Campingplätze gerade ausserhalb der Nationalparks sehr erschwinglich macht und die Camping Kosten in den USA gering hält.

Camping Kosten USA

Camping in den USA bedeutet jede Menge Platz zu recht günstigen Preisen.

Dem geschuldet ist auch die Tatsache, dass eben diese Campingplätze meist auch nur über eine sehr einfach Ausstattung wie z.B. „Plumpsklos“ verfügen – aber, für alle die gerade die Nase rümpfen kommt jetzt die gute Nachricht:

In der Regel sind diese Plätze auch sehr großzügig angelegt, sprich es gibt sehr viel Platz zwischen den einzelnen Stellplätzen und nahezu jeder staatliche Campground verfügt über eine Sitzbank mit Tisch und eine Feuerstelle oder einen Grill auf jeder Stellfläche.

Hinzu kommt, dass die meisten Amerikaner Camping mehr als Mittel zum Zweck und günstige oder naturbelassene Übernachtungsmöglichkeit sehen, statt als Tätigkeit an sich – so wie es bei uns Deutschen oder Europäern oft der Fall ist.

Nur sehr selten sieht man daher tagsüber Amerikaner rund um einen Campingtisch vor ihrem Wohnmobil sitzen, die meisten sind tagsüber aktiv und erkunden die Nationalparks und anderweitigen Naturschönheiten rund um die Stellflächen und ziehen dann nach einer Nacht oder auch ein paar Tagen weiter.

Campingplatz USA kostenlos

In National Forests kannst Du kostenlos in traumhafter Umgebung campen.

Die Ausnahme sind dabei, vor allem auf kostenlosen Campingflächen, Rentner die dauerhaft in ihren Wohnmobilen leben oder gar „Car-Camper“ die mit ihren umgebauten Autos, Transportern oder Wohnmobilen durch das Land ziehen und mehr oder minder auf der Strasse leben.

Allerdings ist das in den Vereinigten Staaten etwas „Alltägliches“ und dieser Lebensstil wird ja auch innerhalb Europas immer populärer…

Welche Campingmöglichkeiten gibt’s in den USA überhaupt?

Natürlich gibt’s in den USA nicht nur staatliche Campingplätze auf denen Du auf deinem Road Trip übernachten kannst, aber gerade die staatlichen Campgrounds in den Nationalparks, quer verstreut über das Land, sind sicherlich am populärsten.

Dennoch gibt es in den USA noch einige andere Stellflächen für Zelte, Camper und RVs (Recreational Vehicle), die wir dir im Folgenden einmal in einer umfassenden Liste zusammengestellt haben…

Campingplatz Ausstattung USA

Selbst die einfachsten Campingplätze verfügen meist über eine Sitzgelegenheit und eine Feuerstelle.

Camping in den amerikanischen Nationalparks

Wie schon Eingangs erwähnt sind die staatlichen Plätze in den Nationalparks, -Monuments und -Recreation Areas sicherlich die bekanntesten im ganzen Land, schon alleine durch die zum Teil sehr hohe Besucherzahl der einzelnen Nationalparks.

Viele Nationalparks bieten dabei gleich mehrere Campingplätze, die bekanntesten und größten unter ihnen besitzen sogar häufig Plätze mit unterschiedlichen Komfortstandards.

Allerdings darf man beim Camping in den Nationalparks der USA keinen Luxus erwarten…

Die meisten Parks bieten zumindest einen größeren Platz, der auch über fliessendes Wasser und Duschen verfügt, oder es gibt zumindest am Visitor Center oder auch an einer anderen Stelle im Park die Möglichkeit irgendwo zu Duschen.

Häufig ist es allerdings auch so, dass die schöneren Campingplätze innerhalb der Nationalparks etwas Abseits vom Schuss liegen und sogenannte „Primitive Campgrounds“ sind, sprich es gibt zwar evtl. Trinkwasser, aber kein fliessendes Wasser in den Toilettenanlagen, sondern nur ein „Plumpsklo“.

Camping USA Komfort

Die meisten staatlichen Campgrounds sind recht einfach ausgestattet.

Die Stellplätze auf den großen Campgrounds in Amerikas Nationalparks, sind meist relativ großzügig angelegt und so hast Du immer eine Sitzgelegenheit mit Tisch und eine Feuerstelle an Deinem Platz, doch durch die Infrastruktur befinden sich viele von ihnen auch sehr nahe an einer Strasse durch den Nationalpark.

Das größte Manko der Nationalpark-Campingplätze ist sicherlich das hohe Besucheraufkommen an Tagesbesuchern und ausländischen Touristen, so dass es gerade während der Hauptsaison schwierig werden kann noch einen Stellplatz für den gewünschten Übernachtungstag zu ergattern.

Campingplätze in State und County Parks

Unter den Campingplätzen der State Parks und County Parks befinden sich noch einige wirkliche „Geheimtipps“ und viele von ihnen gehören zu den schönsten Campgrounds des ganzen Landes – so wie z.B. jene in den Redwood-Parks an der Südwestküste der USA.

Auch die Ausstattung der meisten State- und County Parks Campingplätze ist nochmal um einiges umfangreicher als die der großen Campgrounds in den Nationalparks – teils gibt es, neben Duschen, sogar Kochmöglichkeiten und Wifi.

Allerdings hat das auch seinen Preis, denn die State- und County Park Stellplätze mit Sitzgelegenheit und Feuerstelle sind fast immer die teuersten unter den staatlichen Stellplätzen – machmal gibt’s sogar unterschiedliche Preiskategorien je nach Lange unter den einzelnen Stellplätzen.

Grundsätzlich sind der überwiegende Teil der State Parks und County Parks aber nicht so stark frequentiert wie die Nationalparks.

Allerdings ist es auch hier nicht immer ganz leicht einen Stellplatz zu ergattern, denn gerade in Ferienzeiten, an Wochenenden und Feiertagen nutzen die Amerikaner vor allem die State Parks für ausgiebiges „Familien-Camping“.

Camping auf BLM und National Forest Campgrounds

Sowohl das „Bureau of Land Management“ (BLM), als auch der National Forest Service unterhalten in den USA zahlreiche Campingplätze in ihren Verwaltungsgebieten.

Viele davon sind traumhaft schön gelegen und bieten Dir jede Menge Platz rund um Deinen Stellplatz mit Sitzgelegenheit und Feuerstelle, zudem sind sie auch noch relativ günstig – in Einzelfällen sogar auch mal ganz kostenfrei.

Camping National Forest

In den National Forest Gebieten gibt’s häufig schön günstige Campingplätze.

Abstriche musst Du auf National Forest und BLM Campingplätzen auf jeden Fall in Sachen Komfort machen, denn nur auf den wenigsten von ihnen gibt es Trinkwasser oder gar Toilettenanlagen mit fliessendem Wasser – in der Regel musst Du hier mit einem einfach „Plumpsklo“ vorlieb nehmen.

Beim Camping auf den National Forest und BLM Campingplätzen musst Du dir eigentlich nur bei landesweiten Feiertagen, Ferien und besonders schönen und populären Campgrounds Gedanken darüber machen ob Du noch einen Stellplatz ergatterst, denn diese werden meistens nur von amerikanischen Camping- und Outdoorfans und einigen wenigen „eingeweihten Touristen“ genutzt.

Backcountry Camping in den USA

Das es in den USA noch viele weitere, teils wunderschöne und einsame Campingplätze fernab der Strassen und zum Teil sogar innerhalb der Nationalparks gibt bleibt für die meisten Touristen wohl für immer ein Geheimnis, dabei gehören viele von diesen sogenannten „Walk-In“ oder „OHV“ Backcountry Sites zu den schönsten der ganzen USA.

Alle haben sie gemeinsam, dass sie weit abseits der Strassen liegen und nur über Wanderwege oder „Dirt-Roads“ zu Fuss oder mit einem Allrad-Fahrzeug erreicht werden können.

Daher sind all diese Campsites sehr klein und einsam und gehören bis auf wenige Ausnahmen zu den „Primitive-Campgrounds“, die nicht über fliesendes Wasser verfügen, ausser vielleicht über einen vorbeilaufenden Gebirgsbach…

Backcountry Camping USA

Tief in den Wäldern und der Natur gibt’s wunderschöne Backcountry Campgrounds.

Trotzdem gibt es auch hier häufig einfache Sitzgelegenheiten, Feuerschalen, Zeltflächen und zum Teil auch einfache Schutzhütten – sogenannte Shelter.

Für viele dieser Campingplätze benötigt man ein spezielles Backcountry-Permit, dass man bei der verwaltenden Behörde für ein paar Dollar ausgestellt bekommt. Allerdings gibt es auch sehr begehrte Backcountry-Permits für die man sich über eine Lotterie bewerben muss, aber das erklären wir Dir einmal in einem anderen Artikel.

Wildcampen in den USA, Dispersed Camping & Boondocking

Immer wieder werden wir gefragt wie es denn mit dem „Wild Camping“ in den USA ausschaut und trotz der wildesten Spekulationen die wir manchmal zu hören bekommen ist die Antwort darauf ganz einfach: „Ja, es ist in bestimmten Gebieten erlaubt, wenn Du dich an die Regeln hältst!“

In den USA nennt sich das ganze „Dispersed Camping“ oder auch „Boondocking“ und ist in allen National Forests und auf Flächen des „BLM“ ausdrücklich erlaubt und kostenlos, es sei denn es wird mit Schildern auf anderweitige Regelungen hingewiesen.

Car Camping USA

Car Camping ist den USA nichts ungewöhnliches und auch wir haben schon zig mal im Auto übernachtet.

Daher kannst Du dich in diesen Gebieten bedenkenlos irgendwo mit Deinem Zelt, Auto oder Wohnmobil hinstellen solange Du mindestens 200 Fuss (ca. 60 Meter) von Privatbesitz oder Hauptstrassen entfernt übernachtest.

Dazu solltest Du genauso weit von Gewässern wegbleiben, keinen Müll hinterlassen, nicht unnötig die Flora beschädigen und nicht zentral auf Wiesen übernachten, da dies die heimischen Tiere stört. That’s it!

Einen guten Überblick wie viele National Forests es quer über die USA vertraut gibt – bekommst Du hier:

Beim „Boondocking“ und „Dispersed Camping“ musst Du natürlich auf alle Annehmlichkeiten verzichten und für Dein „Geschäft“ hinter dem nächsten Baum verschwinden, aber dafür übernachtest Du so auch in den schönsten Gegenden vollkommen kostenlos, häufig sehr einsam und ab von jeglichem Trubel.

Boondocking auf Parkplätzen, an Casino, Tankstellen & Co.

Neben den offiziellen BLM und National Forest Plätzen auf denen Du kostenlos übernachten kannst, gibt’s überall in den USA auch zahlreiche Möglichkeiten die Nacht über vollkommen legal auf Parkplätzen von Supermärkten, Casinos, Tankstellen und in Marinas zu übernachten.

Nach solchen Plätzen musst Du unterwegs ein wenig Ausschau halten oder Dir den ein oder anderen Tip von anderen Campern holen – gerade die amerikanischen Dauercamper haben dazu immer die besten Tipps auf Lager.

Darüber hinaus gibt’s auch einige Verzeichnis, die aber allesamt nicht annähernd vollständig sind – unsere besten Tipps dazu wie Du Campingplätze in den USA findest, gibt’s weiter unten im Artikel.

Übrigens – gerade entlang der Küsten sind die Campingkapazitäten in den USA schonmal recht knapp bemessen, daher solltest Du dir das Übernachten in Marinas (kleinen Häfen und Bootsanlegern) in jedem Fall im Hinterkopf behalten.

Das Übernachten ist zwar nicht in jeder Marina generell erlaubt – allerdings haben wir bisher überall auch Fischer getroffen die in ihren Autos übernachten um in der Früh auf’s Meer hinauszufahren und wir selbst hatten nie Problem wenn wir irgendwo in einer Marina übernachtet haben.

Private Campinglätze in den USA

Auch wenn wir selber keine Fans von privaten Campingplätzen in den USA sind, so möchte ich natürlich nicht verschweigen, dass es auch diese gibt – die bekannteste Kette von „Independent Campgrounds“ in den ganzen USA ist KOA.

Gerade in abgelegenen Gebieten sind viele der privaten Campingplätze, die keiner großen Kette angehören, nicht gerade im besten Zustand und bestehen oft nur aus einem „Schotterparkplatz“ mit Stromanschlüssen.

Wenn es also unbedingt ein privater Campingplatz sein soll, dann ist man bei einer großen Kette wie KOA noch recht gut aufgehoben. In der Regel sind deren Plätze zumindest gepflegt und verfügen über viele Annehmlichkeiten, bis hin zu Pools, Wasserrutschen und alltäglichem Animationsprogramm – allerdings hat das auch seinen Preis.

Wo campen wenn mal nichts mehr frei ist?

Wenn Du nicht gerade zu den USA Reisenden gehörst, die ihren Urlaub von vorne bis hinten durchplanen und dann auf der Reise ständig ihrem Zeitplan und ihren Reservierungen hinterher „hetzen“, wirst Du früher oder später sicherlich auch einmal tief in der Nacht vor einem vollen Campingplatz mitten im Nichts stehen und Dich fragen was nun…?

Selbst in so einer Situation gibt’s keinen Grund in Panik zu verfallen, im Gegenteil – bleib einfach locker und suche nach einem geeigneten Stellplatz zum Übernachten.

Oft siehst Du in typischen Gegenden wie z.B. dem Highway No.1 in Kalifornien schnell, dass Du nicht der Einzige bist dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Sobald es dunkel wird siehst Du in solchen Regionen überall Wohnmobile, Camper und Autos am Strassenrand und auf Parkplätzen stehen, selbst wenn dort das Übernachten ausdrücklich auf Schildern verboten ist.

Boondocking Marina USA

Guten Morgen Bodega Bay, nach einer kostenlosen Nacht in der Marina kurz vor San Francisco.

Daher bleibe einfach ruhig und stelle Dich irgendwo dazu, wo Du sicher für die Nacht stehen kannst und wo am besten bereits auch Jemand anderes steht, schlaf Dich aus und am nächsten Tag wird alles besser.

Das haben wir selbst schon oft gemacht und das Schlimmste was uns bisher passiert ist (und das ist wirklich selten), ist dass uns am nächsten Morgen ein Ranger geweckt hat und freundlich darüber belehrt hat, dass man hier nicht campen dürfe. Bis heute waren alle Ranger immer sehr freundlich und verständnisvoll, nachdem wir die Situation erklärt hatten, dass wir nirgends mehr ein freien Campingplatz finden konnten.

Camping Kosten, was zahlt man in den USA

Auch wenn der US-Dollarkurs im Moment etwas in den „Seilen hängt“, so ist Camping zumindest auf den staatlichen Campingplätzen in den USA verhältnismässig günstig – manchmal sogar vollkommen kostenlos.

Am teuersten unter den staatlichen Campgrounds sind normalerweise die State- und County Parks, diese liegen zwischen 18,- und maximal 35,- US-Dollar pro Nacht.

Auch die Nationalparks fangen bei ca. 18,- USD an und kosten normalerweise nicht mehr als 25,- US-Dollar. Wobei es in der Nebensaison auch schonmal besondere Rabatte gibt, wenn der Campingplatz nicht mehr voll bewirtschaftet wird.

Zum Beispiel haben wir mitten im Rocky Mountains Nationalpark schon mehrmals kostenlos für einige Nächte übernachtet, da nur noch eine Toilette auf dem Campingplatz geöffnet war und das Wasser bereits abgestellt wurde. Auf unserem aktuellen Trip konnten wir auch wieder direkt im Glacier NP für vergünstigte 6,- statt 18,- Dollar übernachten, da auch hier der Service bereits „gekürzt“ wurde.

Camping Moab USA

Herrlich, Camping für 12,- Dollar direkt am Colorado River in Moab.

Noch günstiger wird es auf Campingplätzen die von der National Forest oder BLM Behörde verwaltet werden, hier wird bei den meisten „offiziellen Plätzen“ eine Gebühr von 8,- bis 15,- Dollar fällig. Allerdings gibt’s auch einige dieser Campgrounds, die komplett kostenlos sind.

Darüberhinaus gibt’s noch einige Möglichkeiten auf BLM Flächen oder in National Forest Gebieten komplett kostenlos zu übernachten, gerade im Umkreis großer Nationalparks wie z.B. dem Grand Canyon oder Joshua Tree gibt’s sogenannte Overflow-Camping Areas auf die Camping-Reisende kostenlos ausweichen können, wenn die Campingplätze im Park bereits voll sind.

Während die staatlichen Campingplätze, wie gesagt eher erschwinglich sind, so sieht das zum Großteil bei den privaten Plätzen ganz anders aus.

Selbst einfache Schotterparkplätze mit Stromanschlüssen, schlagen bei den privaten Campgrounds mit mind. 20,- Dollar pro Nacht zu buche und auf KOA Campgrounds zahlt man selbst für einfache Stellplätze ohne Stromanschluss gut und gerne mal 50,- US-Dollar und mehr.

Für wen sind welche Campinglätze in den USA geeignet?

Mal abgesehen von Backcountry Campsites, die Du nur zu Fuss oder mit einem „OHV“ (Off-Highway Vehicle – 4×4) erreichen kannst, und Plätzen auf denen ausschliesslich Zelte zugelassen sind (Walk-In oder Tent Sites), ist ansonsten die Größe Deines Fahrzeuges (Wohnmobil, Camper, Mietwagen) das einzige Kriterium ob ein Campground für Dich geeignet ist oder nicht.

Gerade die schönsten Campingplätze in Canyons, in den Bergen usw. sind oft nur über enge Strassen zu erreichen und daher für große Wohnmobile nicht immer erreichbar – die magische Grenze liegt hier für viele Campgrounds bei ca. 22 Fuss (ca. 6,70 Meter) Fahrzeuglänge oder etwas mehr.

RV Camping USA

Mit einem großen RV kann es auf einigen Campingplätzen schnell eng werden.

Damit einhergehend ist die Tatsache, dass große Wohnmobile häufig einen Strom-Anschluss und daher einen sogenannten „Full-Hook-Up“ Platz benötigen, die es gerade auf den „Primitive Campgrounds“ eher selten gibt – aber letzten Endes liegt die Entscheidung ob Du nun wirklich Strom benötigst oder nicht natürlich ganz bei Dir.

Auf großen und vor allem privaten Campgrounds sind die „Full-Hook-Up“ Stellplätze fürs Camping nicht nur mit Strom, sondern auch mit Kabel-, Wasser- und Abwasseranschluss und einigen anderen Annehmlichkeiten verknüpft – was aber natürlich auch seinen Preis hat.

Noch ein kleiner Hinweis bzgl. der Größe Deines Wohnmobils – für besonders große RVs gibt’s auf einigen Campgrounds sogenannte „Pull-Throught“ Campsites. Diese sind so geschaffen, dass Du auch mit einem sehr großen Wohnmobil vorwärts hineinfahren und auch wieder vorwärts hinaus fahren kannst.

Wie du auf Campingplätzen in den USA bezahlst?

Die Bezahlung auf dem überwiegenden Teil der stattlichen Campingplätze erfolgt über eine sogenannte „Self-Registration“ – dafür füllst Du einfach einen Umschlag mit Deinen Daten und der Stellplatznummer auf der übernachten möchtest aus, legst den zu zahlenden Betrag in den Umschlag und schmeißt diesen in die „Deposit-Box“.

Den kleinen Abreisszettel am Umschlag füllst Du auch aus und hängst ihn dann an Deinen Stellplatz, wo es meistens einen Pfosten mit einem kleinen „Clip“ und Deiner Stellplatznummer gibt.

Einige der großen National- und State Parks haben, genau wie die meisten privaten Campingplätze, auch Kassenhäuschen an denen Du deinen Platz direkt bezahlen kannst und zugewiesen bekommst – hier bekommst Du dann einen Beleg den Du an Deinem Stellplatz aufhängen musst.

Solltest du den Campground in den Parks vorher reservieren?

Auch wenn Du jetzt vielleicht große Augen machst – aber unsere ganz persönliche Antwort auf diese Frage ist: „NEIN“ – denn nichts ist schlimmer als ständig seinem Zeitplan hinterher zu fahren und so haben wir persönlich auch noch nie einen Campingplatz reserviert.

Wichtig ist, dass Du in sehr touristischen Gebieten, wie z.B. den großen Nationalparks, an Feiertagen, Wochenenden etc. am besten bereits zwischen 9.00 und 11.00 Uhr auf dem Campground bist auf dem Du übernachten möchtest um Dir dort Deinen Platz zu reservieren.

Sollte das einmal nicht klappen, dann hast Du immer noch die Möglichkeit auf bereits belegten Stellplätzen nachzufragen, ob Du dort vielleicht für die Nacht mit stehen darfst wenn Du die Hälfte der Gebühren bezahlst – denn in den USA dürfen auf einem Stellplatz meistens 2 Fahrzeuge mit bis zu 8 Personen stehen.

Das haben wir schon sehr oft gemacht und die meisten Amerikaner sind da sehr relaxed und freundlich – zudem lernt man so auch viele nette Menschen kennen.

USA Camping umsonst

Gratis Camping in der Anza Borengo Desert, ganz allein und mit viel Platz.

Sollte das alles einmal nicht funktionieren, dann verfügen die meisten großen Nationalparks noch über sogenannte „Overflow Camping Areas“, wo sich diese genau befinden kannst Du auf der Website der Parks herausfinden oder im Visitor Center erfahren.

Aber auch wenn das alles nicht klappt – gerate nicht in Panik und stelle Dich einfach irgendwo sicher für die Nacht hin. Wir haben sogar schon Camper in Parkbuchten von Nationalparks gesehen, die dort über Nacht gestanden haben, weil sie keinen Campingplatz mehr gefunden haben.

Solltest Du dich damit trotzt allem nicht Wohlfühlen und lieber im Voraus einen Platz reservieren wollen, so kannst Du das für fast alles Nationals-, State Parks und vielen anderen stattlichen Campingplätzen auf folgenden Webseiten tun:

Private Campingplätze, wie z.B. die KOA Campgrounds, kannst Du direkt auf deren Webseite reservieren.

Wie Du Campingplätze in den USA findest

Nach den ganzen Informationen über Camping in den USA, stellt sich natürlich jetzt noch die Frage: „Wie findest Du eigentlich einen geeigneten Campingplatz für die Nacht in Deiner Umgebung?“

Zuerst einmal kannst Du in sehr touristischen Gebieten darauf vertrauen, dass es an jeder Ecke Campgrounds gibt, die in der Regel auch recht gut ausgeschildert sind – aber besser ist es sicherlich, wenn Du dir schon im Vorfeld einen Überblick verschaffst, welche Campgrounds für Dich in Frage kommen.

Dazu lohnt sich nach wie vor ein klassischer USA Reiseführer, der Dir auch ein paar Umgebungsinformationen mit auf den Weg gibt. Wir nutzen seit jeher die Reiseführer des Reise-Know-How Verlags, die auch zahlreiche Tipps für sehr schöne Campingplätze enthalten.

USA Camping Verzeichnis

Wir nutzen auf Reisen seit langem die Reiseführer von Reise-Know-How.

Ein paar Beispiele der Reiseführer die wir, als Taschenbuch oder Kindle Version, nutzen – findest Du hier:

Dazu nutzen wir seit einigen Jahren auch Apps auf dem iPhone, darunter u.a. Google Maps und einige amerikanische Campingverzeichnisse der Firma „Allstays“ mit denen wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Eine Übersicht zu den iPhone Camping USA Apps die wir selbst nutzen – findest Du hier:

Auch wenn die iPhone & iPad Apps recht praktisch sind, so lohnt es sich doch manchmal auch auf Internet-Verzeichnisse zurückzugreifen, da es dort noch den ein oder anderen Geheimtipp gibt oder man sich gerne an einem größeren Bildschirm einen Überblick verschaffen möchte.

Einen Überblick über die Camping USA Verzeichnisse die wir selbst nutzen um kostenlose oder staatliche Campgrounds zu suchen – findest Du hier:

Darüberhinaus findest Du auch zahlreiche staatliche und private Campgrounds auf den „Reservierungs-Seiten“, die wir bereits weiter oben erwähnt haben.

Noch mehr Tipps rund um Camping in den USA

OkiDoki, das waren sie also unsere besten Tipps und Erfahrungen rund um Camping in den USA und sicherlich wird es noch viele weitere Artikel über unsere USA Geheimtipps und Erfahrungen rund um unsere USA Reisen hier auf dem Blog geben.

Hier auf unseren „Outdoor- und Aktivreiseblog“ feel4nature findest auch jetzt schon viele weitere Interessante Artikel mit Tipps rund um Reisen in die Vereinigten Statten von Amerika und zu unserem Leben als „Vollzeit-Reisende“.

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16 Kommentare

  • Katrin sagt:

    Super Campingtipps. Kommt genau richtig für meine Urlaubsplanung.

    Beste Grüße

  • Christine sagt:

    Vielen Dank für die guten Tipp. Da steht unserer 2. USA Reise ja nichts mehr im Wege. 🙂

    Gruß

    Christine

  • Hey, da hast du aber eine umfangreiche und super informative Liste zusammengestellt, großes Kompliment! 🙂
    Auch wir sind lieber auf den staatlichen Campgrounds. Das einzige, zu dem ich eine etwas andere Meinung habe, ist das Reservieren von Campgrounds, wobei ich mich da auf die Hauptsaison beziehe – wir sind auf die Sommerferien angewiesen. Wenn wir tagsüber unterwegs sind und keine Chance haben, schon vormittags am Ziel anzukommen (und das ist auf unseren Roadtrips eben meist so), dann würde ich für die beliebteren NP-Campgrounds IMMER empfehlen, frühzeitig zu reservieren (am besten sofort, wenn der Reservierungszeitraum eröffnet wird). Wir hätten mehrere tolle CG-Erlebnisse nicht haben können, wenn wir uns auf gut Glück einen Platz gesucht hätten – und Overflow Areas sind meist alles andere als das, was wir uns unter einem tollen amerikanischen CG vorstellen… 😉

    • Christian sagt:

      Hallo Klaus,

      letzten Endes müsst Ihr das mit dem Reservieren natürlich so machen, wie ihr es für richtig haltet – aber für uns persönlich zählt die Flexibilität während einer USA Reise einfach mehr als ein Platz auf einem NP Campground. Da wir meistens mehrere Monate am Stück in den USA unterwegs sind haben wir da auch keinen Stress, wir planen meist kurzfristig so, dass wir in „überfüllten“ Gebieten Abends ankommen und dann einfach irgendwo für die Nacht stehen und am nächsten Morgen sicher wir uns dann einen Platz und bleiben dort dann auch mehrere Tage oder gar Wochen.

      Es ist einfach generell besser mehr Zeit an einem Ort zu verbringen und dann steht man auch bzgl. der Campgrounds nicht unter Druck, jeder NP bietet im Prinzip so viele Highlights, dass man ein Jahr dort verbringen könnte und hätte trotzdem nicht alles gesehen. 😉

      Hinzu kommt, dass die meisten Overflow-Campingflächen der NPs ganz und gar nicht „hässlich“ sind. Im Umkreis der meisten NPs finden sich traumhafte NF Campgrounds, die oft viel günstiger, schöner und großzügiger sind als die NP Campgrounds – aber das ist sicherlich auch Geschmacksache.

      Ich wünsche Euch viel Spass auf Euren kommenden Reisen…

      Beste Grüße, Christian

      • Wenn man mehrere Monate Zeit zur Verfügung hat, sieht die Sache natürlich auch nochmal ganz anders aus…
        Ich plane unsere Reisen auch einfach gerne, aber wie du schon meintest, es ist schlicht auch Geschmackssache.
        Euch auch weiterhin tolle Reisen! 🙂

        • Christian sagt:

          Hallo Klaus,

          ja sicherlich spielt der zeitliche Faktor eine große Rolle, aber ich persönlich denke ein bisschen Flexibilität und Spannung darf auch auf kürzeren Reisen nicht fehlen. 😉

          Vielen Dank für Deine Wünsche – auch Euch weiterhin tolle Reisen.

          Beste Grüße, Christian

  • Julia sagt:

    Danke für diese tolle Inspiration!!
    Mich würde noch interessieren ob es möglich ist mit Hund so zu reisen? Habt ihr dazu auch tips?

    • Christian sagt:

      Hallo Julia,

      super, dass Dir unser Artikel weiterhilft.

      Solange Du dich von Großstädten fern hältst ist das Reisen mit Hund in den USA gar kein Problem – wir lernen immer wieder Menschen kennen, die mit Hunden wandern und campen.

      Beste Grüße, Christian

  • Tobi sagt:

    Was heisst eigentlich genau, dass ich bei einem NF CG ca. 60m von der Strasse entfernt sein muss? Heisst das, dass ich einfach die Strasse in einem NF mit dem Fahrzeug verlassen darf und in die „Praerie“ abseits der Strasse fahre?

    • Christian sagt:

      Hallo Tobi,

      nein, dass heißt es so nicht – schliesslich solltet Du darauf achten, dass Du keine Flora und Fauna beschädigst. Mit den Strassen sind nur Hauptstrassen gemeint von denen Du runter musst und dann kannst Du dir im NF entlang der Strassen ein geeignetes Plätzchen suchen.

      In den meisten NF gibt’s aber kostenlose Campgrounds oder Haltebuchten zum Campen, die Du vorwiegend nutzen solltest, wenn Du mit einem Fahrzeug unterwegs bist – mit Zelt und Rucksack, so wie wir häufig unterwegs sind, ist es aber vollkommen ok Querfeldein durch die Wälder zu streifen und Dir dort dann einfach ein Plätzen zum Übernachten zu suchen. 😉

      Beste Grüße von den Malediven, Christian

  • Jo sagt:

    Vielen Dank für die vielen Hinweise 🙂
    Mal noch eine Frage:
    Wie läuft das genau ab, wenn man morgens / im Laufe des Tages an einen Campground kommt, dort dann einen Platz aussucht oder zugewiesen bekommt – kann man dann nochmal weg? Muss / kann man den Platz dann irgendwie reservieren? Wäre ja wirklich schade, wenn man dann den ganzen Tag auf seinem Platz hocken bleiben müsste 😉 Und wie ist das wenn man mehrere Tage an einem Campground nächtigt und seinen Platz gerne behalten möchte, man aber tagsüber unterwegs ist? Wir werden mit einem Campervan unterwegs sein – Zelt o.ä. würde also nicht stehen bleiben. Würde mich sehr über eine Antwort freuen, liebe Grüße 🙂

    • Christian sagt:

      Hallo Jo,

      schön, dass wir Dir mit unserem Artikel ein wenig weiterhelfen konnten.

      Bzgl. der Reservierung von staatlichen Campgrounds ist es grundsätzlich so, dass Du bei Buchung eines Platzes einen Beleg hast, den Du an einem Pfosten an Deinem ausgewählten Platz befestigen kannst. Eigentlich reicht das schon vollkommen aus, doch bei den Amerikanern ist es nicht unüblich, dass diese auch einige Sachen auf Ihrem Platz stehen lassen um diesen definitiv als „besetzt“ zu kennzeichnen – das können ein paar Stühle oder auch nur eine Tischdecke und ein Wasserkanister sein.

      In den großen NPs ist es zudem so, dass Du dort auch vom Personal registriert wirst – da wäre es dann eigentlich auch gar nicht mehr nötig die Site irgendwie als „Besetzt“ zu kennzeichnen. Daher kannst Du also in dem einem wie dem anderen Fall, den Campground auch wieder verlassen nachdem Du einen freien Platz ausgewählt hast.

      Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter…

      Beste Grüße aus Norwegen Christian

      • Klaus sagt:

        Mit dem Stehenlassen von Campingstühlen wäre ich allerdings vorsichtig, wir haben das auch so gemacht, bis sie uns geklaut wurden… 🙁

        • Christian sagt:

          Hallo Klaus,

          das ist natürlich schade, dass ihr solche Erfahrungen gemacht habt – uns ist sowas noch nicht passiert.

          Allerdings sind wir in der Regel auch nur auf kleinen Campingplätzen abseits der Touristenpfade und dort trifft man eigentlich nur auf Gleichgesinnte, die sich gegenseitig unterstützen.

          Aber selbst wenn mal eine Campingstuhl geklaut werden sollte – die paar USD sind dann wohl eher auch kein Drama. 😉

          Beste Grüße aus Norwegen Christian

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