Atemregler – die richtige Tauchausrüstung für Anfänger & Einsteiger

Atemregler Tauchen

Bist Du gerade dabei Deine erste eigene Tauchausrüstung zusammenzustellen, nachdem Du deinen Tauchschein gemacht hast, und nun steht für Dich der schwierige Kauf des richtigen Atemregler Set auf dem Programm? Dabei fragst Du dich vielleicht gerade, worauf Du beim Lungenautomat (wie der Atemregler auch genannt wird) kaufen denn nun genau achten solltest, was alles zu einem Atemregler Set dazugehört und wie so ein Ding eigentlich genau funktioniert?

Dann bist hier genau richtig, denn in diesem Artikel wollen wir Dir genau diese Dinge einmal ausführlich auf einfache und verständliche Weise erklären, so dass Du auch als Anfänger, Urlaubs- und Gelegenheitstaucher genau verstehst worum es denn genau geht und was wirklich wichtig ist.

Als leidenschaftliche Tauchlehrer und Taucher mit mehreren tausend Tauchgängen rund um den Globus haben wir in den letzten Jahrzehnten natürlich eine ganze Menge Erfahrung mit Tauchausrüstung gesammelt, über die Jahre hinweg auch schon etliche Lungenautomaten selbst ausprobiert und auf „Herz & Nieren“ getestet – daher wissen wir genau, worauf es beim kaufen eines Atemreglers ankommt und welche Modelle wirklich für Taucher empfehlenswert sind.

In der Vergangenheit haben wir übrigens schon einige weitere Teile zu dieser Artikelserie über Tauchausrüstung für Anfänger geschrieben, die wir Dir am Ende dieses Artikels einmal verlinkt haben.

Leider ist das Thema dann etwas „eingeschlafen“, da es andere Themen gab, die wir in unserem Tauchblog aufgreifen wollten, doch nun wollen wir diese erfolgreiche Serie endlich mit diesem ausführlichen Artikel zum Thema Atemregler fortsetzen…

Atemregler Set Einsteiger

Der Atemregler gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Tauchausrüstung.

Wie ein Atemregler beim Tauchen funktioniert

Vielleicht denkst Du jetzt gerade, dass der Atemregler einfach die Luft aus Deiner Pressluftflasche in Deinen Mund leitet, so dass Du unter Wasser während Deiner Tauchgänge atmen kannst – doch auch wenn das natürlich prinzipiell nicht ganz falsch ist, so wäre das dann doch ein wenig zu einfach ausgedrückt, da ein Atemregler auf Deinen Tauchgängen deutlich mehr leistet.

Sonst könntest Du ja auch gleich einen „normalen“ Schlauch an Deinen Tank (Pressluftflasche)machen und daraus atmen…

Doch ganz so einfach ist es eben nicht – denn ein Lungenautomat, an dessen Entwicklung auch der Tauchpionier und Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau in den 1940er Jahren beteiligt war, besteht heutzutage aus mehreren Teilen mit vielen technischen Feinheiten, die Du selbst als Urlaubs- oder Gelegenheitstaucher zumindest grundsätzlichen kennen solltest.

Durch ein grundsätzliches Verständnis davon, wie ein Lungenautomat funktioniert, fällt es Dir in jedem Fall in der Praxis leichter etwaige Fehlerquellen oder Beschädigungen an Deinem Atemregler Set eigenständig auszumachen, was natürlich immens zu Deiner eigenen Sicherheit beiträgt.

Wissen solltest Du daher in jedem Fall ganz grundsätzlich, dass Dein Atemregler zuerst einmal dafür verantwortlich ist, den starken Druck von 200 bis 300 Bar aus Deiner Pressluftflasche soweit zu reduzieren, dass Du diese Luft überhaupt einatmen kannst, ohne dass Dir diese förmlich die „Zähne ausschlägt“.

Darüberhinaus stellt der Atemregler Dir aber auch noch viele weitere Funktionen zur Verfügung, die u.a. Deine Tauchgänge sicherer und das Atmen in der Tiefe deutlich angenehmer machen.

Ein Teil Deines Atemregler ist auch dafür verantwortlich einen Mitteldruck zu erzeugen, mit dem Du über den Inflator Dein Tarierjacket „aufblasen“ kannst und er leitet auch noch über einen Hochdruck-Abgang den Flaschendruck 1-zu-1 an Deinen Finimeter weiter, damit Du immer genau weißt wie viel Atemluft sich aktuell noch in Deinem Tank befindet.

Die Einzelteile eines Atemregler Set für Sporttaucher

Um zumindest grundsätzlich zu verstehen, wie das alles funktioniert und was während eines Tauchgangs in Deinem Atemregler passiert, wollen wir uns im Folgenden einmal die einzelnen Komponenten so eines Atemregler Sets für Sporttaucher genauer anschauen und Dir zumindest einmal vereinfacht erklären welches Bauteil, denn welche Funktion übernimmt.

Die Grundbestandteile eines Lungenautomaten sind die 1. und 2. Stufe, die über einem Mitteldruckschlauch miteinander verbunden sind und ein komplettes Atemregler Set für Sporttaucher besteht zusätzlich noch aus einem Oktopus und wird optional auch mit ein Finimeter (Druckmesser) ergänzt – denn irgendwie musst Du ja in der Lage sein, zu erkennen wie viel Luft sich aktuell noch in Deinem Tank befindet.

1. Stufe Atemregler

Die 1. Stufe eines Atemreglers inkl. Schutzkappe, Drucksender und 3 angeschlossenen Schläuchen.

Die 1. Stufe des Lungenautomaten

Die 1. Stufe des Atemreglers ist das Bauteil, mit dem dieser von Dir an der Pressluftflasche angeschlossen wird und von der alle weiteren Komponenten Lungenautomaten abgehen. Neben der Verbindung des Atemreglers mit der Pressluftflasche, besteht die Hauptaufgabe der 1. Stufe darin, den starken Luftdruck aus der Pressluftflasche auf einen Mitteldruck von ca. 9 bis 10 Bar zu reduzieren.

Die 1. Stufe ist zudem auch eine Art „Verteilersystem“, welche alle weiteren Komponenten des Atemreglers mit dem passenden Luftdruck versorgt – so ist z.B. Dein Finimeter oder der Drucksender, falls Du einen Tauchcomputer nutzt der den Luftdruck digital ausliest, an einem Hochdruckabgang angeschlossen und der Inflatorschlauch für Dein Tarierjacket, die Verbindung zur 2. Stufe und zum Oktopus werden über einen Mitteldruckanschluss versorgt.

Darüberhinaus gibt’s bei einer 1. Stufe noch ein paar Feinheiten und Unterschiede je nach Typ und Bauweise, die wir Dir etwas weiter unten erklären wollen, wenn es darum geht, was Du beim Atemregler kaufen denn genau beachten solltest.

2. Stufe Atemregler

Vorderansicht der 2.Stufe eines Atemreglers.

Die 2. Stufe mit Mundstück

Die 2. Stufe ist über einen Mitteldruckschlauch mit der 1. Stufe verbunden und das Bauteil des Atemreglers, welches Dich über das Mundstück dann letzten Endes auf Deinen Tauchgängen mit Luft versorgt. Da aber auch der Mitteldruck den die 1. Stufe an die 2. Stufe liefert noch zu stark zum einatmen wäre, ist die 2. Stufe auch dafür verantwortlich den Mitteldruck auf den Umgebungsdruck zu reduzieren.

Dieser Umgebungsdruck wird dann von der 2. Stufe atemabhängig an Dich „ausgeliefert“. Das funktioniert über eine Membran, die Du beim einatmen quasi „ansaugst“ und diese gibt dann den Fluss Deiner Atemluft aus der Pressluftflasche frei. Atmest Du dann wieder aus, drück Deine Atemluft die Membran wieder zurück und diese sorgt dafür, dass der Luftstrom wieder unterbrochen wird, so dass keine unnötige Atemluft beim Tauchgang verschwendet wird.

Zudem besitzt die 2. Stufe auch eine Luftdusche, also einen großen Knopf an der Vorderseite, mit der Du manuell dafür sorgen kannst, dass Dir der Atemregler Luft abgibt – das brauchst Du z.B. um Dir während des Tauchgangs Wasser aus dem Mund zu spülen, wie Du es in Deiner Tauchausbildung gelernt haben solltest, oder um z.B. Deine Boje (SMB) am Ende des Tauchgangs mit Luft zu füllen.

Das Mundstück an der 2. Stufe sorgt dafür, dass der Lungenautomat während Deines Tauchgangs sicher im Mund sitzt. Hier gibt’s einige unterschiedliche Modelle, die Du als Taucher einfach mal ausprobieren solltest, damit Du die 2. Stufe angenehm ohne ohne dabei zu verkrampfen im Mund halten kannst.

Oktopus Atemregler Set

Der gelb gefärbte Oktopus eines Atemregler Set.

Der Oktopus für Sporttaucher

Der bei Sporttauchern übliche Oktopus ist eigentlich nichts anderes als eine zusätzliche 2. Stufe, nur dass er aus „Sicherheitsgründen“ gelb gefärbt ist, so dass Dein Tauchbuddy oder andere Taucher diesen in einer Notsituation schnell finden und greifen können.

In der Regel werden als Oktopus eher einfacher gebaute 2. Stufen ohne unnötige Zusatzfunktionen genutzt, da der Oktopus ja in der Regel nur in Notsituationen zum Einsatz kommt. Trotzdem erfüllt er natürlich zuverlässige alle Funktionen, die Deine 2. Stufe auch beherrscht.

Finimeter Lungenautomat Set

Ein einfaches Finimeter zum ablesen des Flaschendrucks.

Das Finimeter oder der Drucksender

Das Finimeter oder ein Drucksender sind natürlich keine direkten Bestandteile eines Atemreglers, aber da eine Möglichkeit den Druck und damit die verbleibende Atemluft in Deiner Tauchflasche zu messen, zu einem kompletten Atemregler Set dazugehört wollen wir auch diese Bauteile kurz hier vorstellen.

Ein Finimeter oder ein Drucksender eines „Luftintegrierten Tauchcomputers“ werden am Hochdruckabgang der 1. Stufe angeschlossen, so dass Du den aktuellen Luftdruck im Tank auf Deinem Finimeter oder Deinem Tauchcomputer kontrollieren kannst.

Solltest Du den Luftdruck über einen „luftintegrierten Tauchcomputer“ auslesen, so lohnt es sich in jedem Fall ein zusätzliches Finimeter als Backup an Deinem Atemregler Set zu installieren, damit Du auch bei einem Ausfall der digitalen Luftdruckmessung noch weißt wie viel Luft denn in Deiner Pressluftflasche noch übrig ist.

Atemregler Set Schläuche

Die einzelnen Komponenten des Atemregler Set sind mit Schläuchen verbunden.

Mittel- & Hochdruckschläuche

Natürlich müssen die einzelnen Komponenten eines Atemregler Sets auch untereinander mit Schläuchen verbunden werden und dazu werden verstärkte Gummischläuche in verschiedenen Längen genutzt, die jeweils der Belastung des Mittel- bzw. Hochdrucks standhalten.

Mittlerweile werden für beide Schlauchtypen, Hoch- und Mitteldruck, auch sogenannte Flex-Schläuche im Fachhandel angeboten, die deutlich flexibler sind als die starren Gummischläuche. Durch die Flexibilität dieser Schläuche sitzt die 2. Stufe deutlich angenehmer im Mund und zieht während des Tauchgangs nicht unnötig an Deinem Atemregler und erweitern so Deinen Bewegungsspielraum unter Wasser.

Redundantes System Lungenautomaten

Beim technischen Tauchen und anspruchsvollen Tauchgängen setzt am auf ein redundantes System.

Redundante Systeme für anspruchsvolle Tauchgänge

Sogenannte „redundante Systeme“ sind Atemregler Sets, die über keinen Oktopus verfügen, sondern zwei unabhängige Systeme aus 1. und 2. Stufe besitzen, die separat an Deiner Tauchflasche über einen Doppelanschluss angeschlossen werden. Durch den Einsatz von zwei komplett getrennten Atemregler Systemen wird ein noch größeres Maß an Sicherheit bei Deinen Tauchgängen erreicht, da auch bei einem Ausfall einer 1. Stufe, zum Beispiel durch „Vereisung“, noch ein vollwertiger Ersatz vorhanden ist.

Grundsätzlich ist diese Konfiguration allerdings eher im Bereich des „Technischen Tauchen“ beheimatet und ist für Urlaubs- und „Warmwassertaucher“ nur bedingt sinnvoll und eher eine unnötige zusätzliche finanzielle Belastung. Solltest Du aber planen häufiger in kalten Seen auf tiefere Tauchgänge zu gehen, dann ist es in jedem Fall sinnvoll Dich einmal ausführlich mit dieser Art der Atemregler-Konfiguration auseinanderzusetzen und dann ggfs. in ein redundantes System zu investieren.

Was musst Du beim Atemregler kaufen beachten

Nachdem wir uns einmal angeschaut haben, was denn eigentlich alles zu einem Atemregler Set dazugehört und welche Funktionen die einzelnen Bauteile übernehmen, wollen wir nun noch auf ein paar „Feinheiten“ in Form von Bauweise und Funktionen eines Lungenautomaten eingehen, die für den Kauf des passenden Atemreglers eine entscheidende Rolle spielen.

Lungenautomat DIN Anschluss + INT Adapter

Ein Lungenautomat mit DIN Anschluss und beiliegendem INT Adapter.

DIN oder INT Anschluss des Lungenautomaten

Wie bereits weiter oben erwähnt, wird die 1. Stufe Deines Atemreglers direkt mit der Pressluftflasche verbunden und das geschieht entweder über einen sogenannten DIN Anschluss, der fest mit dem Ventil Deiner Pressluftflasche verschraubt wird, oder einem INT Anschluss, der mit einer Dichtung feste auf das Flaschenventil aufgesetzt und mit Druck über eine „Bügel-Halterung“ verschraubt wird.

Beim Kauf Deines Atemreglers solltest Du dich in jedem Fall für einen DIN Anschluss entscheiden, der in Europa der gängige Standart ist und feste mit dem Flaschenventil verschraubt wird – was in jedem Fall die sicherere und stabilere Verbindung darstellt. Zudem gibt es für Lungenautomaten mit DIN Anschlüssen auch passende Adapter zu kaufen, mit denen Du deinen Atemregler mit DIN Anschluss auch problemlos mit einem INT Anschluss verbinden kannst.

Früher waren INT Anschlüsse vor allem in den USA und Asien sehr gängig und werden dort auch heute häufig noch eingesetzt. Allerdings besitzen die meisten Pressluftflaschen weltweit heute ein DIN Ventil in welches einfach ein Adapter für INT Anschlüsse eingeschraubt wird, so dass die Tauchtanks grundsätzlich für beide Anschlusstypen geeignet sind und Du nicht einmal mehr ein INT Adapter brauchst.

Tauchflaschen DIN & INT Anschluss

Die meisten Tauchflaschen bieten heute DIN Anschluss, mit INT Adapter.

Was ist ein balancierter und kompensierter Atemregler

Wenn Du dich auf die Suche nach dem passenden Atemregler für Dich machst, wirst Du häufig auch auf die Begriffe „balanciert“ und „kompensiert“ treffen. Diese beiden Begriffe beziehen sich auf den Atemkomfort im Bezug auf die Veränderung des Flaschen- und des Umgebungsdrucks.

Als Taucheinsteiger oder Freizeittaucher ist es nicht zwingend notwendig hierzu die genauen technischen Unterschieden und Feinheiten zu kennen, aber Du solltest in jedem Fall wissen, was damit prinzipiell gemeint ist.

Während Deines Tauchgangs verändert sich zum einen der Druck im Inneren Deiner Pressluftflasche, da Du ja schlicht und einfach Luft verbrauchst, und zum anderen steigt mit zunehmender Tiefe auch der Umgebungsdruck (Wasserdruck) der auf Dich und Deinen Körper einwirkt.

Diese beiden Druckveränderungen würden sich bei einem nicht balancierten und nicht kompensierten Atemregler auf den Atemwiderstand auswirken – sprich, das einatmen würde mit größerer Tauchtiefe und weniger Flaschendruck merklich anstrengender werden.

Bei einem balancierten und kompensierten Atemregler passiert das allerdings nicht, da – vereinfacht ausgedrückt – einige technische Mechanismen innerhalb der 1. und 2. Stufe dafür sorgen, dass der Atemwiderstand unabhängig von Tauchtiefe und Druck in Deiner Pressluftflasche stabil bleibt und Du so während des ganzen Tauchgangs einen gleichwertigen Atemkomfort genießt.

Daher lohnt es sich in jedem Fall, wenn Du dir gleich einen balancierten Atemregler zulegst, allerdings ist diese Bauform mittlerweile auch bei günstigeren Modellen für Einsteiger die gängige Norm.

Atemregler balanciert

Moderne Atemregler sind balanciert und bieten immer den gleichen Atemkomfort.

Membran- oder kolbengesteuerte 1. Stufe

Bei der Bauweise der 1. Stufe wird generell unter einer Kolben- oder Membransteuerung unterschieden, die den Luftfluss durch die 1. Stufe reguliert. Auch hierbei wollen wir für Einsteiger erst einmal nicht allzu tief ins Details gehen, da die genaue technische Funktionsweise nicht zwangsläufig wichtig für gelungene und sichere Tauchgänge ist – allerdings lohnt es sich mit steigender Taucherfahrung durchaus, dass Du dich einmal etwas eingehender mit dem Thema beschäftigst.

Der entscheidende Unterschied zwischen einer Membran- und Kolbensteuerung ist die Art und Weise wie Druckveränderungen von der 1. Stufe registriert werden – bei der Kolbensteuerung gibt’s einen Kolben, der heruntergedrückt wird und so Druckveränderungen feststellt. Bei einer Membransteuerung wiederum, sitz in der ersten Stufe eine Membran aus Kunstoff die durch Druck gewölbt wird.

Während bei einer kolbengesteuerten 1. Stufe, Wasser ins Innere gelangt um den Kolben zu betätigen, verschliesst die Membran der anderen Bauform das Innere der 1. Stufe und hält den Innenraum somit trocken. Daher ist bei einer 1. Stufe mit Membransteuerung die Gefahr von Verschmutzungen und Ablagerungen deutlich geringer und da kein kaltes Wasser direkt in den Atemregler eindringt ist auch die „Vereisungsgefahr“ an dieser Stelle kleiner.

Auch wenn es noch einige weitere Details gibt, die für oder gegen die ein oder andere Steuerungsart sprechen. So lässt sich schon sagen, dass eine 1. Stufe Membran wahrscheinlich weniger Wartungsintensiv ist, da sie im Inneren besser vor Verschmutzungen und Anlagerungen geschützt ist. Aus diesem Grunde würden wir persönlich gerade Einsteigern, Urlaubs- und Gelegenheitstauchern eher zum Kauf einer 1. Stufe mit Membransteuerung raten.

Lungenautomat Kaltwasser

Lungenautomat für Kaltwasser sind häufig mit einer „Schneeflocke“ gekennzeichnet.

Kaltwassertaugliche Atemregler

Beim Thema Kaltwassertauglichkeit von Lungenautomaten geht es vor allem um die eben schon angesprochene „Vereisungsgefahr“ eines Atemreglers. Allerdings hängt eine Vereisung eines Atemreglers während eines Tauchgangs mit vielen Faktoren zusammen, die keinesfalls nur mit der Bauweise des Atemreglers selbst zu tun haben.

Wichtig ist hier für Einsteiger zu wissen, dass Atemregler die für Tauchgänge in „kaltem“ Wasser optimiert sind, in der Regel über eine Membransteuerung verfügen und mit einigen zusätzlichen technischen Features versuchen das Risiko einer Vereisung – die in der Regel in der 1. Stufe auftritt – zu minimieren.

Glücklicherweise sind heute die meisten Atemregler aus dem mittleren Preissegment schon für das Tauchen in kaltem Wasser konstruiert und daher kannst Du beim Kauf eigentlich nicht viel falsch machen.

Nur wenn Du dir sicher bist, dass Du jedes Jahr mehrere und vor allem Tiefe Tauchgänge im kalten Wasser absolvieren möchtest, solltest Du dich eingehend mit dem Thema auseinandersetzen und Dich dann am besten gleichen für ein redundantes System (siehe oben) aus kaltwassertauglichen Atemreglern entscheiden.

Atemregler Venturi-Effekt

Über das Verstellrad am Atemregler lässt sich der Atemwiederstand leicht regulieren.

Venturi Effekt an der 2. Stufe

Beim Kauf eines Atemreglers wirst Du bei einigen 2. Stufen ein kleines Rädchen finden, mit dem Du den Atemwiderstand bzw. die gelieferte Luftmenge des Atemreglers leicht anpassen kannst. Die Anpassung passiert dabei über den sogenannten Venturi Effekt, bei dem die Luft innerhalb des Atemreglers mehr oder weniger stark „verwirbelt“ wird.

Ganz offen gesagt, ist das aus unserer persönlichen Erfahrung eher eine nette „Spielerei“,die allerdings für uns persönlich noch bei keinem, der von uns getesteten, Atemregler einen wirklichen Vorteil an Komfort mit sich gebracht hat. – aber da ist vielleicht auch jeder Mensch unterschiedlich sensibel.

Lungenautomat fail-safe

Moderne Lungenautomaten liefern selbst bei einer Fehlfunktion immer Luft.

Sicher Tauchen mit „Fail Safe“ Lungenautomaten

Gerade Einsteiger machen sich häufig Gedanken darüber, was denn bei einer Fehlfunktion des Lungenautomaten passiert und dass sie in diesem Fall dann keine Luft mehr geliefert bekommen – doch diese Sorgen sind bei modernen und regelmäßig gewarteten Atemreglern, dank der „fail safe“ Bauweise völlig unbegründet.

Alle gängigen Markenatemregler sind heute mit sogenannten „downstream“ Ventilen ausgestattet – das bedeutet, dass sich alle Ventile in Deinem Atemregler mit dem Luftfluss öffnen. Kommt es so tatsächlich einmal zu einer Fehlfunktion innerhalb Deines Lungenautomaten, so bedeutet das, dass sich alle Ventile im Atemregler öffnen und der Luftfluss somit nicht unterbrochen werden kann.

Während Deines Tauchkurses solltest Du ja bereits, durch Druck auf die Luftdusche an der 2. Stufe, simuliert und gelernt haben, wie Du aus einem „abblasenden“ Lungenautomaten atmen kannst und genauso würde sich ein „fail safe“ Atemregler dann auch in der Praxis verhalten, wenn es einmal zu einem Fehler kommt.

Revision von Atemregler nicht vergessen!

Bevor wir nun zu unseren Empfehlungen kommen, was den Kauf eines Atemreglers angeht, wollen wir noch einen wichtigen Punkt erwähnen, der gerade bei Gelegenheits- und Urlaubstauchern die nur ein paar Mal im Jahr Tauchen gehen, gerne vernachlässigt wird – nämlich die Atemregler Revision bzw. Wartung der Tauchausrüstung.

Auch wenn Deine Tauchausrüstung nur wenig zum Einsatz kommt, so solltest Du dennoch schauen, dass Du gerade Deinen Atemregler zumindest alle 2 bis 3 Jahre zur Revision bringst und von einem Fachmann kontrollieren lässt. Im Rahmen der Revision werden auch die „Verschleißteile“ des Lungenautomaten ersetzt, was für einen dauerhaften und reibungslosen Betrieb sehr wichtig ist.

Grundsätzlich ist zwar ein jährlicher Wartungsintervall angeraten, doch das ist bei modernen Lungenautomaten die nur wenig genutzt und trocken gelagert werden nicht zwingend notwenig. Bitte verstehe das jetzt allerdings nicht als grundsätzlichen Ratschlag, Deine Tauchausrüstung generell nur alle paar Jahre zur Revision zu bringen – im Gegenteil; wir wissen aus eigener Erfahrung, dass viele Taucher ihre Ausrüstung viel zu selten warten lassen, obwohl es zweifelsfrei besser wäre das jedes Jahr zu tun.

Daher soll das hier eher ein ernstgemeinter Ratschlag an Dich sein, Deinen Atemregler auch bei wenigen Tauchgängen pro Jahr alle 2 bis 3 Jahre zur Revision zu bringen, wenn Du es denn aus zeitlichen oder Kostengründen nicht jährlich machen möchtest.

Atemregler Set Empfehlung

Unsere Atemregler von Aqualung können wir ohne Einschränkungen empfehlen.

Unsere Atemregler Empfehlungen für Einsteiger

Wenn Du diesen Artikel bis hierher aufmerksam gelesen hast, dann solltest Du nun schonmal einen ganz guten Überblick haben, worauf es bei einem Atemregler Set ankommt und wie denn ein Lungenautomat grundsätzlich funktioniert – so dass wir uns nun noch mit unseren besten Tipps zum Atemregler kaufen beschäftigen wollen.

Zunächst einmal sei gesagt, dass es letztlich nicht schwierig ist sich für einen passenden Atemregler zu entscheiden, da fast alle Regler von Markenherstellern in der Gegenwart sehr sicher sind und die wichtigsten Funktionen mitbringen. Daher geht’s zu einem Großteil beim Kauf eines Lungenautomaten um persönliche Vorlieben und das Budget welches Du zur Verfügung hast.

Ganz persönlich haben wir in den mehr als 20 Jahren, die wir nun tauchen, die mit Abstand besten Erfahrungen mit den Atemreglern von Aqualung, Apeks (größtenteils Baugleich mit Aqualung Atemreglern) und Scubapro gemacht – ausnahmslos alle Atemregler dieser Marken haben bei uns durchgehend ohne Probleme funktioniert, es gab qualitativ nichts zu beanstanden und das Atmen unter Wasser war mit allen Modellen sehr angenehm, weshalb wir diese auch uneingeschränkt empfehlen würden.

Eine kleine Liste unserer Atemregler Set Empfehlungen und weiteren Informationen – findest Du hier:

Den Aqualung TITAN LX und Aqualung Legend Lungenautomaten tauchen wir selbst seit Jahren und obwohl wir mittlerweile viele andere Atemregler getestet und auch ein paar andere gekauft haben, sind wir immer bei diesen beiden Atemreglern geblieben, da sie für uns der ideale Mix aus Qualität, Handling und Gewicht sind.

feel4nature Tauchblog

In unserem feel4nature Blog findest noch viele weitere Tipps rund ums Tauchen.

Noch mehr Tipps zur richtigen Tauchausrüstung für Einsteiger

Das war es dann auch schon, was es für Einsteiger und Gelegenheitstaucher zum Thema Atemregler Set bzw. Lungenautomat zu wissen gilt. Natürlich lässt sich das Thema technisch noch deutlich mit vielen weiteren Details vertiefen, doch für Hobby-Taucher reichen diese Grundlagen für den Kauf eines passenden Atemreglers völlig aus.

Wie weiter oben schon erwähnt haben wir bereits einige andere Artikel zum Thema Tauchausrüstung für Einsteiger geschrieben und haben auch bei allen bisherigen Artikeln versucht, die wichtigsten Punkte für Taucheinstiger verständlich zusammenzufassen– diese Artikel zur Tauchausrüstung findest Du hier:

Darüberhinaus werden wir versuchen, diesmal nicht so viel Zeit bis zum nächsten Artikel über die beste Tauchausrüstung für Einsteiger verstreichen zu lassen, so dass wir Stück für Stück alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände für Taucher „abarbeiten“.

Übrigens findest Du hier auf unserem feel4nature Blog auch noch viele weitere Tipps, von uns als Tauchlehrer, rund um das Thema Tauchen. Ein paar der beliebtesten Beispiele – findest Du hier:

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