Suunto Nautic S Test: Kompakter Tauchcomputer im Praxischeck

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Hast Du keine Lust mehr auf klobige Tauchcomputer mit Displays, die Du beim Sicherheitsstopp in der Sonne kaum noch vernünftig ablesen kannst und bist daher auf der Suche nach einem kompakten, zuverlässigen und modernen Tauchcomputer für Deine nächsten Tauchreisen? Wahrscheinlich bist Du auf Deiner Recherche dann bereits auf den neunen Suunto Nautic S gestoßen und fragst Dich jetzt, ob dieser kompakte Tauchcomputer im Uhrenformat die richtige Wahl für Dich ist?

Dann bist du hier in unserem ausführlichen Testbericht zum Suunto Nautic S genau richtig. Denn genau aus diesem Grund haben wir uns den neuen Suunto Tauchcomputer in Kombination mit dem Tank Pod auf Bali einmal ganz genau angeschaut und ihn dort auf zahlreichen Tauchgängen ausgiebig im Tauchreise-Alltag getestet. Im hier nun folgenden Testbericht verraten wir Dir, warum der Nautic S aus unserer Sicht eine ideale Lösung für ambitionierte Sporttaucher ist, die auf unnötigen Schnickschnack verzichten wollen.

Als erfahrene Tauchlehrer, die selbst bereits viele unterschiedliche Tauchcomputer im Praxiseinsatz hatten, wissen wir ganz genau, worauf es bei einem zuverlässigen Begleiter unter Wasser wirklich ankommt. Wir haben selbst lange den Suunto D5 genutzt und haben aktuell auch den Suunto Ocean im Einsatz. Deshalb kennen wir uns mit den unterschiedlichsten Tauchcomputern von Suunto besonders gut aus und haben uns im Test des Nautic S auch angeschaut, wie er sich im Vergleich zu anderen Modellen im Tauchalltag schlägt. 

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Im folgenden Erfahrungsbericht teilen wir nun unsere persönlichen Erfahrungen aus den zahlreichen Tauchgängen mit dem Suunto Nautic S auf Bali mit Dir und gehen dabei besonders ausführlich auf das Display, die Akkulaufzeit und die Zuverlässigkeit des Tank Pods ein. Am Ende des Artikels ziehen wir ein klares, subjektives Fazit und geben Dir eine ehrliche Kaufempfehlung, damit du selbst entscheiden kannst, ob der Suunto Nautic S der passende Tauchcomputer für Deine Abenteuer unter Wasser ist.

Verpackungen des Suunto Nautic S Tauchcomputer + Suunto TankPod.
Der Suunto Nautic S Tauchcomputer + Suunto TankPod.

Der Suunto Nautic S im Überblick

Der Suunto Nautic S positioniert sich ganz bewusst als reiner Tauchcomputer ohne Multisport-Ballast, was in einer Zeit, in der jedes zweite Gerät unbedingt auch noch Deinen Schlaf, Deine Schritte und am liebsten gleich Dein ganzes Leben tracken möchte, aus unserer Sicht eine erfrischend ehrliche Ansage ist. Suunto richtet sich mit dem Nautic S also ganz klar an Freizeit- und Sporttaucher, an upgrade-bereite D5-Besitzer und ganz generell an alle Taucher, die schlicht und einfach keine vollwertige Smartwatch am Handgelenk brauchen, sondern einen verlässlichen und kompakten Tauchcomputer suchen.

Innerhalb der Suunto-Familie ordnet sich der Nautic S dabei sehr clever ein: Er rangiert preislich und vom Funktionsumfang her knapp unter der großen Suunto Ocean, aber deutlich über dem inzwischen in die Jahre gekommenen D5, dessen Tage mit dem Erscheinen des Nautic S gezählt sein dürften. Mit einem Preis von rund 549 Euro (ohne Tank Pod) ist er zwar kein Schnäppchen, im Vergleich zur Konkurrenz und vor allem zum Suunto Ocean aber durchaus attraktiv positioniert – vor allem dann, wenn Du wirklich nur tauchen und nicht auch noch joggen oder Rad fahren möchtest.

Beim Auspacken fällt direkt auf: Optisch sieht der Nautic S dem Suunto Ocean, zum Verwechseln ähnlich – das gleiche aufgeräumte, edle Erscheinungsbild, die gleiche hochwertige Verarbeitung. Anders als der Suunto Ocean, besitzt der Nautic S allerdings ein leichtes elastischen Textilarmband, das sich am Handgelenk wirklich gut und solide anfühlt. Insgesamt wirkt das ganze Gerät durchdacht und das tolle Display zieht schon auf den allerersten Blick die Aufmerksamkeit auf sich. 

Unser Test-Fazit in Kürze: Der Suunto Nautic S ist im Praxistest auf Bali ein exzellenter, reiner Tauchcomputer mit einem sensationellen 1,43-Zoll-AMOLED-Display, einer Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden (nach 20 Tauchgängen noch über 40 % Restladung) und der zuverlässigen, kabellosen Luftintegration via Suunto Tank Pod. Beim reinen Tauchen agiert er praktisch auf dem Niveau der teureren Suunto Ocean – zum deutlich niedrigeren Preis von rund 549 Euro. Für Reise- und Safari-Taucher, die keine Multisport-Funktionen brauchen, ist er eine klare Kaufempfehlung. Gesamtwertung: 4,6 / 5.

Das hat uns im Test überzeugt (Pro):

  • Brillantes 1,43-Zoll-AMOLED-Display, hervorragend ablesbar bei jedem Licht.
  • Sehr lange Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden Tauchzeit.
  • Zuverlässiger Suunto Tank Pod mit Echtzeit-Flaschendruck.
  • Moderner, anpassbarer Bühlmann 16 GF Algorithmus.
  • Kompakt, leicht und damit ein idealer Reisebegleiter.
  • Solides Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zum Suunto D5.

Das solltest Du bedenken (Contra):

  • Keine Multisport- bzw. Smartwatch-Funktionen (bewusst reduziert).
  • Tank Pod nur gegen Aufpreis und im Test ein einziger kurzer Signalabriss.
  • GPS- & 3D-Mapping eher für Einsteiger spannend als für Profis.

Die technischen Daten des Nautic S

Bevor wir tiefer in unsere Testerfahrungen eintauchen, findest Du hier die wichtigsten technischen Daten des Suunto Nautic S kompakt in einer Tabelle. Ideal zur schnellen Übersicht und Vergleichen mit anderen Tauchcomputern:

Merkmal
Suunto Nautic S
Display
1,43″ AMOLED, rund, 466 × 466 Pixel
Bedienung
Touchscreen (über Wasser) + Tasten (unter Wasser)
Dekompressions-Algorithmus
Bühlmann 16 GF (Gradientenfaktoren anpassbar)
Akkulaufzeit
bis zu 60 Stunden reine Tauchzeit
Wasserdichte
bis 100 m
Max. Tiefe (Apnoe)
80 m
Tauchmodi
Sporttauchen (OC, Open Circuit), Gauge, Apnoe / Freediving
Gase
Luft, Nitrox, Multigas, Sidemount-Support
Luftintegration
kabellos via Suunto Tank Pod
Navigation
GPS, Offline-Karten, digitaler Kompass
App & Logbuch
Suunto App mit 3D-Tauchpfad-Visualisierung
Armband
elastisches Textilarmband (22 mm kompatibel)
Preis (UVP)
ca. 549 € (ohne Tank Pod)

Das AMOLED-Display: Ein echtes Highlight des Nautic S

Wenn uns im Praxistest des Suunto Nautic S eine Sache ganz besonders begeistert hat, dann ist es ohne jeden Zweifel das brillante 1,43-Zoll-AMOLED-Display. Wer lange Zeit den alten Suunto D5 mit seinem zwar soliden, aber doch deutlich blasseren Display genutzt hat, der wird hier wirklich einen gewaltigen Sprung nach vorne feststellen. Die Farben sind kräftig, die Kontraste stark und die Schrift gestochen scharf. Genau das macht im entscheidenden Moment unter Wasser eben einen spürbaren Unterschied.

Die Ablesbarkeit des Nautic S ist aus unserer persönlichen Erfahrung schlichtweg sensationell – exakt auf dem Niveau der teureren Suunto Ocean. Und das meinen wir wirklich in jeder erdenklichen Situation: Egal, ob wir in der prallen Mittagssonne beim Sicherheitsstopp in geringer Tiefe hingen, ob wir an bewölkten Tagen in dunkleren Bereichen unterwegs waren oder ob wir den Computer über Wasser bei strahlendem balinesischem Sonnenschein abgelesen haben – die Anzeige blieb stets klar, hell und bestens lesbar.

Praktisch gelöst ist auch die Bedienung rund um das Display. Über Wasser steuerst Du den Nautic S komfortabel per Touchscreen, was sich im Alltag wirklich angenehm und intuitiv anfühlt. Sobald Du dann abtauchst, reduziert sich die Bedienung auf die seitlich angebrachten Knöpfe und das ist auch gut so, denn unter Wasser, mit kalten Fingern oder dicken Handschuhen, willst Du Dich schließlich auf physische Tasten verlassen können. Diese saubere Trennung hat uns im Praxistest rundum überzeugt.

Anzeige und Bedienung des Suunto Nautic S im Tauchmodus.
Anzeige und Bedienung des Suunto Nautic S im Tauchmodus.

Die Akkulaufzeit des Suunto Nautic S im Test

Ein Thema, bei dem viele Tauchcomputer in der Vergangenheit gerne mal geschwächelt haben, ist die Akkulaufzeit. Genau hier glänzt der Suunto Nautic S ganz besonders. Suunto selbst gibt für den kompakten Tauchcomputer unter idealen Bedingungen beeindruckende 60 Stunden reine Tauchzeit an, und ganz offen gesagt waren wir hier zunächst etwas skeptisch, ob sich dieser Wert annähernd im echten Tauchreise-Alltag bestätigen würde. Doch wie schon beim Suunto Ocean, wurden wir auch bei diesem Modell tatsächlich wieder positiv überrascht.

Wir haben den Nautic S auf Bali über einen Zeitraum von 14 Tagen intensiv genutzt und in dieser Zeit ganze 20 Tauchgänge absolviert, die fast ausnahmslos eine Stunde oder länger gedauert haben. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Nach all diesen Tauchgängen und der Nutzung an der Oberfläche zeigte der Suunto Nautic S noch einen Akkuladestand von knapp über 45 Prozent an. 

Das bedeutet im Klartext, dass Du dir mit dem Suunto Tauchcomputer auf einer typischen Tauchsafari oder einem ausgedehnten Tauchurlaub absolut keine Gedanken um die nächste Steckdose machen musst. Eine ganze Woche voller Tauchgänge steckt das Akku des Nautic S bei normaler Nutzung locker weg.

Besonders praktisch ist zudem die Möglichkeit, den Nautic S für längere Ruhepausen einfach komplett auszuschalten. Gerade auf längeren Reisen mit der ein oder anderen tauchfreien Etappe ist das ein echter Segen, da Du so eigentlich keine wertvolle Akkulaufzeit verschenkst und das Gerät beim nächsten Tauchgang immer noch einsatzbereit ist. Für uns als Dauerreisende, die jedes Gramm und jede Steckdose unterwegs zu schätzen wissen, ist diese großzügige Akkulaufzeit einer der größten praktischen Pluspunkte des gesamten Tauchcomputers.

Taucherin mit Suunto Nautic S unter Wasser.
Der Suunto Nautic S im Test unter Wasser auf Bali.

Bedienung & Tank Pod: So einfach gelingt der Einstieg

Ein nagelneuer Tauchcomputer kann noch so viele Funktionen bieten, wenn die Bedienung nicht intuitiv ist und Du zuerst einmal ein dickes Handbuch studieren musst, bevor Du überhaupt ins Wasser kommst, ist die Freude schnell wieder dahin. Beim Suunto Nautic S können wir Dich an dieser Stelle aber beruhigen: Die erste Einrichtung und auch der gesamte Pairing-Prozess mit dem Tank Pod waren wirklich simpel und gingen locker von der Hand.

Auch unter Wasser hat uns die Bedienung und die übersichtliche Anzeige des Nautic S rundum überzeugt. Sie ist nach unserem Empfinden geradezu selbsterklärend aufgebaut, sodass Du alle wichtigen Informationen jederzeit übersichtlich vor Augen hast. Ein langwieriger Lernprozess ist für die Nutzung des Suunto Nautic S in den Grundfunktionen eigentlich nicht notwendig, so dass jeder geübte Taucher die meisten Einstellungen mit etwas „Ausprobieren“ intuitiv vornehmen kann.

Der Nautic S bietet Dir dabei selbstverständlich die wichtigsten Tauchcomputer-Modi, die Du im Alltag brauchst: den klassischen OC-Modus (Open Circuit) fürs Gerätetauchen, den Gauge-Modus ohne Berechnung der Dekompression, sowie einen eigenen Apnoe-Modus fürs Freitauchen ohne Gerät. Dazu unterstützt er Nitrox-Tauchgänge und Sidemount-Konfigurationen. Das Pairing mit dem Tank Pod selbst verlief bei uns übrigens nicht nur einfach, sondern auch direkt zuverlässig – die Verbindung stand auf Anhieb, ganz ohne nervige Fummelei.

Hand öffnet Ventil von Tauchflasche, Suunto Nautic S zeigt Flaschendruck.
Luftintegration im Suunto Nautic S über den Suunto Tankpod.

Der Suunto Tank Pod im Praxiseinsatz

Der Suunto Tank Pod ist für uns persönlich das i-Tüpfelchen, das aus dem Nautic S einen vollwertigen Tauch-Begleiter macht. Der kabellose Sender wird einfach an die erste Stufe Deines Atemreglers geschraubt und überträgt Dir anschließend Deinen Flaschendruck sowie Deinen Gasverbrauch in Echtzeit direkt aufs Handgelenk. Gerade für die vorausschauende Planung während Deines Tauchgangs ist das ein echter Komfortgewinn.

Natürlich ist beim Thema kabellose Luftintegration immer die Frage nach der Verbindungssicherheit entscheidend – schließlich nützt Dir der schönste Echtzeit-Wert nichts, wenn die Verbindung ständig abreißt. Auch in der Suunto App kann es bekanntermaßen zu kleinen „Treppenstufen“ im Druckverlauf kommen, wenn der Abstand zwischen Pod und Computer zeitweise zu groß wird, etwa weil Du beim Fotografieren den Arm weit ausstreckst. Genau auf diesen Punkt haben wir während unserer Tauchgänge deshalb ganz besonders geachtet.

In unserer gesamten Testphase auf Bali hatten wir lediglich einen einzigen, relativ kurzen Verbindungsabbruch. Dieser ereignete sich direkt nach einem Bootseinstieg. Das Signal wurde binnen weniger Sekunden wieder gefunden, sodass wir dann auch zügig abtauchen konnten. Für eine kabellose Lösung ist das aus unserer Sicht ein sehr ordentlicher und absolut praxistauglicher Wert.

Bühlmann Algorithmus Infografik.
Der Bühlmann Algorithmus des Suunto Nautic S erklärt.

Der Bühlmann 16 GF Algorithmus in der Praxis

Kommen wir nun zu einem Punkt, der auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken klingt, in der Praxis aber tatsächlich über Deine Sicherheit unter Wasser entscheidet: dem Dekompressions-Algorithmus. Der Suunto Nautic S setzt hier auf den bewährten Bühlmann 16 GF Algorithmus. Das Modell, welches sich in der Tauchwelt mittlerweile als eine Art Standard etabliert hat und das Suunto auch schon im Ocean Modell einsetzt.

Die sogenannten Gradientenfaktoren (GF Low und GF High) bestimmen beim Bühlmann Algorithmus vereinfacht gesagt, wie stark die theoretischen Sättigungsgrenzen Deines Gewebes ausgeschöpft werden. Niedrigere Werte bedeuten eine konservativere Berechnung mit mehr Sicherheitspuffer und tendenziell kürzeren Nullzeiten. Höhere Werte hingegen reizen die Grenzen stärker aus. 

Auf diese Weise kannst Du beim Nautic S also ganz individuell bestimmen, wie konservativ diese Grenzen berechnet werden soll und den Suunto Tauchcomputer damit exakt auf Deine persönliche Risikobereitschaft und körperliche Leistungsfähigkeit einstellen. Das ist vor allem für weniger sportliche Gelegenheitstaucher ein deutlicher Zugewinn an Sicherheit unter Wasser.

Gerade für langjährige D5-Besitzer ist das übrigens ein echter Fortschritt, denn der alte D5 arbeitete noch mit dem hauseigenen Suunto Fused RGBM Algorithmus, der zwar grundsolide, aber eben auch eine Art „Black Box“ war, in die Du als Taucher kaum eingreifen konntest. 

Als Tauchlehrer und aus unserer persönlichen Erfahrung heraus können wir Dir an dieser Stelle aber auch direkt sagen, dass Du für den ganz normalen Tauchalltag als Sporttaucher an den Werkseinstellungen eigentlich nichts verändern musst. 

Wir selbst haben die GF-Werte im Test bewusst auf der Standardeinstellung belassen und sind damit auf allen unseren Tauchgängen auf Bali bestens gefahren. Die Möglichkeit zur Anpassung ist also eher ein nettes Extra für interessierte, besonders sicherheitsorientierte und erfahrene Taucher.

Suunto App 3d-Mapping on iPhone.
Die Suunto App und 3d-Mapping im Einsatz.

GPS & 3D-Mapping: cool oder nur Spielerei?

Ein weiteres Feature, welches den Suunto Nautic S von vielen klassischen Tauchcomputern abhebt, ist die integrierte GPS-Funktion in Kombination mit dem 3D-Mapping in der Suunto App. Der Nautic S loggt automatisch die Ein- und Aufstiegspunkte Deines Tauchgangs via GPS und visualisiert anschließend Deinen gesamten Tauchgang in 3D. In der Suunto App kannst Du so deine Tauchgänge als dreidimensionalen Tauchpfad, inklusive Tiefenprofil, Route und allen relevanten Daten, anschauen.

Doch wie Alltagstauglich ist das Tracking in der Praxis? Ist es tatsächlich cool oder doch nur eine Spielerei für Technikfans? Ganz ehrlich gesagt, ist es wohl ein bisschen von beidem. Es ist tatsächlich faszinierend, nach dem Tauchgang durch die 3D-Ansicht zu navigieren und nachzuvollziehen, wie der Tauchgang verlaufen ist. Für erfahrene Taucher, ist das Feature allerdings wohl eher ein nettes Gimmick als ein echter Mehrwert.

Für Einsteiger und weniger erfahrene Taucher kann es allerdings eine durchaus nützliche Funktion sein, um das eigene Tarierverhalten zu verbessern oder um einfach besser zu verstehen, wie sich das Tiefenprofil über den Tauchgang entwickelt hat. In diesem Zusammenhang kann das 3D-Mapping sicherlich ein wirklich tolles Lern- und Dokumentations-Werkzeug sein, um das Tauchverhalten zu optimieren.

Der Suunto Nautic S im Vergleich

Damit Du den Suunto Nautic S noch besser einordnen kannst, lohnt sich natürlich ein direkter Blick auf seine Geschwister aus dem Hause Suunto. Da wir, wie zu Beginn bereits erwähnt, sowohl den älteren D5 über lange Zeit genutzt haben als auch aktuell die Suunto Ocean Multisportuhr im Einsatz haben, können wir Dir hier aus eigener Erfahrung sagen, für wen aus unserer Sicht, welches Modell die richtige Wahl ist. 

Suunto Nautic S und Suunto D5 Seite an Seite.
Der neue Suunto Nautic S vs. den alten D5.

Suunto Nautic S vs. Suunto D5

Beginnen wir mit dem Vergleich, der wahrscheinlich die meisten Taucher interessiert, da der Suunto D5 ohne Frage über viele Jahre einer der beliebtesten Tauchcomputer war und nach wie vor an unzähligen Handgelenken unter Wasser zu sehen ist. Auch wir haben den D5 als Tauchlehrer lange Zeit selbst genutzt. Er hat uns auf vielen Tauchgängen begleitet und nie im Stich gelassen. Doch die Technik ist in den letzten Jahren eben nicht stehen geblieben und genau das merkt man im direkten Vergleich mit dem Nautic S Tauchcomputer.

Der größte Unterschied ist natürlich das Display. Während der D5 noch auf ein klassisches, eher blasses Farbdisplay setzt, bekommst Du beim Nautic S das brillante AMOLED-Display, das in Sachen Helligkeit, Kontrast und Ablesbarkeit schlicht in einer ganz anderen Liga spielt. 

Dazu kommt die deutlich längere Akkulaufzeit. Gefühlt musste man den D5 auf einer Tauchsafari am besten jeden Abend an die Steckdose hängen und war schnell aufgeschmissen, wenn man es mal vergessen hat. Der Suunto Nautic S mit seinen bis zu 60 Stunden Tauchzeit hingegen, hält ohne Probleme wirklich eine ganze Tauchwoche durch. 

Die Display-Qualität, der moderne Algorithmus und die Akkulaufzeit sind gute Argumente für den Umstieg vom D5 auf den Nautic S. Unsere Empfehlung lautet daher: Wenn Du regelmäßig auf längeren Tauchreisen und Tauchsafaris unterwegs bist, dann ist der Umstieg auf den Nautic S ein absolut lohnenswertes Upgrade, welches Du im Alltag bei jedem einzelnen Tauchgang spüren wirst. 

Hast Du dir Deinen Suunto D5 hingegen erst vor Kurzem zugelegt oder unternimmst nur gelegentlich einige wenige Tauchgänge im Urlaub, dann kannst Du mit einem Upgrade sicherlich noch entspannt warten, denn funktional begleitet Dich der D5 natürlich nach wie vor sicher auf Deinen Tauchgängen.

Suunto Nautic S und Suunto Ocean Seite an Seite.
Der Suunto Nautic S vs. Suunto Ocean.

Suunto Nautic S vs. Suunto Ocean

Der zweite interessante Vergleich ist der mit dem „großen Bruder“, dem Suunto Ocean. Bei den reinen Tauchfunktionen sind die beiden Geräte praktisch identisch. Das gleiche brillante AMOLED-Display, der gleiche Algorithmus, die gleiche Möglichkeit zur Luftintegration via Tank Pod und die gleichen Tauchmodi. Unter Wasser wirst Du daher zwischen Suunto Nautic S und Suunto Ocean ehrlicherweise keinen relevanten Unterschied feststellen.

Der Unterschied liegt daher komplett im Funktionsumfang. Der Suunto Ocean ist eben nicht „nur“ ein Tauchcomputer, sondern eine vollwertige Multisportuhr mit über 95 Sportmodi, Herzfrequenzmessung, Trainings- und Aktivitätstracking sowie einigen zentralen Smartwatch-Funktionen für den Alltag. 

All das lässt der Nautic S ganz bewusst weg, was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt. Während der Suunto Ocean ohne Tank Pod für etwa 699,- Euro im Netz zu haben ist, bekommst Du den Nautic S aktuell für etwa 549 Euro. Du sparst also etwa 150,- Euro, wenn Du auf die Multisport-Funktionen verzichten kannst.

Wenn Du ein aktiver Mensch bist, der neben dem Tauchen auch läuft, Rad fährt oder generell seine Fitness „tracken“ möchte, dann ist der Suunto Ocean mit dem überschaubaren Aufpreis zweifelsfrei die bessere Wahl für Dich. Suchst Du hingegen nach einen reinen Tauchcomputer mit aufgeräumten, reinen Tauchmenü ohne Sport- und Smartwatch-Ballast, dann ist der Nautic S die ideale Wahl.

Taucherin schaut auf Suunto Nautic S unter Wasser.
Auf Bali konnten wir viele Erfahrungen mit dem Suunto Nautic S sammlen.

Unser Fazit: Lohnt sich der Kauf des Suunto Nautic S?

Kommen wir nun zu unserem ganz persönlichen Fazit zum Suunto Nautic S nachdem wir damit zahlreiche Tauchgänge in Südostasien absolviert haben. Um es gleich vorweg zu sagen, für uns hat sich der Nautic S auf all unseren Tauchgängen als exzellenter Tauchcomputer präsentiert. Er bietet alles, was ein ambitionierter Freizeittaucher braucht und verzichtet dabei konsequent auf unnötigen Ballast.

Das sensationelle AMOLED-Display, die beeindruckende Akkulaufzeit und der anpassbare Bühlmann Algorithmus haben uns im Praxistest besonders überzeugt. Auch das GPS samt 3D-Mapping ist, besonders für Tauchanfänger und Technikfans, ein tolles Extra. Auf der Contra-Seite steht – wenn überhaupt – lediglich der überraschend geringe Preisunterschied zum Suunto Ocean, der als vollwertige Multisportuhr einen deutlich größeren Funktionsumfang mitbringt.

Dank seiner hervorragenden Akkulaufzeit und der angenehmen Kompaktheit ist der Nautic S für uns vor allem der ideale Reisebegleiter für ambitionierte Taucher, die unkompliziert und zuverlässig abtauchen wollen, ohne ständig an die nächste Steckdose denken zu müssen. 

Noch mehr Bilder, aktuelle Bewertungen und die Möglichkeit zum Kauf des Suunto Nautic S – findest Du hier:

Wer also auf der Suche nach einem neuen, reinen Tauchcomputer ist und keinen Wert auf Multisport-Funktionen legt, der kauft mit dem Suunto Nautic S aus unserer Sicht einen der besten Tauchcomputer mit einem schlichtweg grandiosen Display, die der Markt aktuell zu bieten hat.

Taucher mit Suunto Nautic S Tauchcomputer an der Wasseroberfläche.
Der Suunto Nautic S Tauchcomputer im Einsatz.

Häufige Fragen zum Suunto Nautic S (FAQ)

Zum Abschluss unseres Suunto Nautic S Tests beantworten wir Dir noch die Fragen, die uns rund um diesen Tauchcomputer am häufigsten erreichen – kurz, ehrlich und auf den Punkt.

Was kostet der Suunto Nautic S?

Der Suunto Nautic S kostet rund 549 Euro (UVP, ohne Tank Pod). Den kabellosen Suunto Tank Pod für die Luftintegration gibt es gegen Aufpreis dazu.

Wie lange hält der Akku des Suunto Nautic S?

Suunto gibt bis zu 60 Stunden reine Tauchzeit an. In unserem Test auf Bali zeigte der Computer nach 14 Tagen und 20 Tauchgängen (überwiegend eine Stunde oder länger) noch über 40 Prozent Restladung – mehr als genug für eine ganze Tauchsafari.

Suunto Nautic S oder Suunto Ocean – was ist besser?

Beim reinen Tauchen sind beide nahezu identisch (gleiches Display, gleicher Algorithmus, gleiche Tank-Pod-Anbindung). Die Ocean kann mit über 95 Sportmodi und Herzfrequenzmessung zusätzlich als Multisportuhr dienen, kostet dafür aber 799 – 899 Euro. Wer nur tauchen will, fährt mit dem günstigeren Nautic S besser.

Lohnt sich das Upgrade vom Suunto D5 auf den Nautic S?

Wenn Du Deinen D5 seit mehr als drei Jahren intensiv nutzt: ja. Der Sprung bei Display-Qualität, Akkulaufzeit und Algorithmus ist deutlich spürbar. Bei einem fast neuen D5 und gelegentlichem Tauchen kannst Du dagegen noch warten.

Welche Tauchmodi hat der Suunto Nautic S?

Der Nautic S bietet die Modi OC (Open Circuit), Gauge und Apnoe / Freediving. Außerdem unterstützt er Luft- und Nitrox-Tauchgänge, Multigas sowie Sidemount-Konfigurationen.

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Ist der Suunto Nautic S für Anfänger geeignet?

Ja. Die Bedienung ist nahezu selbsterklärend, das Einrichten und Pairing mit dem Tank Pod sehr einfach. Gerade Einsteiger profitieren zusätzlich vom GPS und dem 3D-Tauchpfad-Mapping in der Suunto App.

Wie zuverlässig ist der Suunto Tank Pod?

In unserem Test sehr zuverlässig: Über die gesamte Testphase auf Bali gab es nur einen einzigen, kurzen Signalabriss nach einem ruppigen Bootseinstieg – das Signal wurde danach rasch wieder gefunden.

Bis zu welcher Tiefe kann ich mit dem Suunto Nautic S tauchen?

Der Nautic S ist bis 100 Meter wasserdicht und im Apnoe-Modus für Tiefen bis 80 Meter ausgelegt.

Taucheinstellungen auf Display des Suunto Nautic Tauchcomputer.
Die Tauchmodi des Suunto Nautic Tauchcomputers.

Noch mehr Tipp & Tests für Taucher

Das war unser ausführlicher Erfahrungsbericht zum neuen Suunto Nautic S mit Tank Pod zur Luftintegration. Wir hoffen sehr, dass wir Dir mit unseren persönlichen Erfahrungen weiterhelfen konnten und Du nun einschätzen kannst, ob dieser kompakte Tauchcomputer die richtige Wahl für Deine Unterwasserabenteuer ist. Mit seinem brillanten Display, der grandiosen Akkulaufzeit und der zuverlässigen Luftintegration hat uns der Nautic S jedenfalls überzeugt und wir sind uns sicher, dass er auch Dir viel Freude bereiten wird.

Wenn Du noch Fragen zum Suunto Nautic S, der Suunto App und zum Tank Pod hast oder vielleicht schon Deine eigenen Erfahrungen mit dem Tauchcomputer gesammelt hast und diese mit uns und unseren Lesern teilen möchtest, dann hinterlasse uns doch einen Kommentar unter diesem Artikel. Dein Feedback ist nicht nur für uns interessant, sondern hilft auch anderen Tauchern bei ihrer Kaufentscheidung.

Auf unserem Taucher-Blog findest Du übrigens noch viele weitere spannende Artikel rund um Tauchausrüstung und Tauchreisen. Vielleicht ist dort genau der Tipp dabei, der Dir für Deine nächste Tauchreise noch fehlt. Eine Auswahl unserer beliebtesten Artikel für Taucher – findest Du hier:

Wenn Du noch mehr über unser Leben als Tauchlehrer und Dauerreisende erfahren oder keinen unserer neuen Testberichte verpassen möchtest, dann folge uns doch auf unseren Social-Media-Kanälen bei Tripadvisor, Facebook, YouTube, Instagram, Twitter und Flipboard – dort teilen wir regelmäßig spannende Einblicke in unsere Tauchabenteuer, Videos von unseren Reisen und exklusive Inhalte rund um das Leben am und im Meer. Wir freuen uns darauf, Dich dort zu sehen!

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