Umweltschutz im Alltag, 22 einfache Tipps für jedermann

Umweltschutz Tipps Alltag

Fragst Du dich nicht auch manchmal, wie es mit unserer Umwelt in Zukunft weitergehen soll – wie wir bei dem massiven Raubbau an unserem Planeten vielleicht doch noch die Kehrtwende hinbekommen können, zu einem nachhaltigen und umweltbewußten Leben?

Auch uns als Naturliebhaber und „Vollzeit-Reisende“ hat diese Frage lange beschäftigt und ganz offen gesagt glauben wir bei all dem Konsumwahnsinn und der Schnelllebigkeit unsere Zeit nicht mehr so wirklich daran, dass sich alles noch zum Guten wenden wird und wir Menschen damit beginnen unsere Umwelt ausreichend zu schützen…

Zudem geben wir natürlich auch offen zu, dass wir selbst nicht in allen Belangen das beste Vorbild beim Thema Umweltschutz sind, denn häufig sind wir mit dem Flugzeug und dem Auto unterwegs – da ist es natürlich auch kein „Ausgleich“ wenn wir immer wieder für lange Zeit zu Fuss mit Rucksack und Zelt unterwegs sind.

Allerdings haben wir mit dem Thema Umweltschutz weitestgehend unseren Frieden gemacht – versuchen unserer Umwelt zumindest nicht unnötigen Schaden zuzufügen und auf alles was unsere Umwelt übermäßig belastet zu verzichten, solange es unseren persönlichen Lebensstil nicht vollkommen einschränkt.

Umweltschutz Tipps für den Alltag – so einfach geht’s!

Dabei sind es in vor allem die „kleinen Dinge“, mit denen auch Du unsere Umwelt effizient schützen kannst und wenn wir uns alle ein wenig Mühe geben würden, dann würden die kleinen Umweltschutz Tipps für den Alltag die Welt schon um einiges besser machen.

Daher haben wir Dir hier einmal 22 Tipps für den Umweltschutz im Alltag zusammengestellt, die wir selbst strickt befolgen und am Ende des Artikels findest Du auch noch einige wertvolle Links zu weiteren Seiten – mit weiteren Umweltschutz Tipps.

Umweltschutz Tipp 01: Spare Wasser und drehe den Hahn ab!

Das kennst Du sicher auch – beim Zähneputzen oder Duschen lassen wir das Wasser einfach laufen, statt es zwischendurch einmal abzudrehen. Das verschwendet jede Menge Wasser und ist vollkommen unnötig – also drehe der Umwelt zuliebe das Wasser einfach ab wenn Du dich einseifst oder Dir die Zähne putzt.

Umweltschutz Tipp 02: Verzichte ganz auf Fisch!

Falls es Dir entgangen sein sollte – unsere Ozeane stehen kurz vor dem Kollaps und daher sollten wir alle einfach ganz auf Fisch und Meeresfrüchte verzichten, wenn wir nicht gerade direkt am Meer leben.

Auch wenn uns die Industrie vorgaukelt, dass Fischzuchten und „billiger Tiefkühl-Fisch“ aus Asien die Lösung unseres Problems sind, so macht das alles nur noch schlimmer – also Finger weg vom Fisch, damit sich unsere Ozeane erholen können.

Umweltschutz Tipp 03: Heize deutlich weniger!

Auch wenn wir selber schon länger keine eigene Wohnung mehr haben, so achten wir selbst in unseren Unterkünften auf Zeit darauf dass wir nicht zu viel heizen.

Wenn Du die Heizung im Winter jede Woche ein Grad runter drehst, gewöhnst Du dich fast unterbewußt an die kältere Umgebung und wenn es Dich doch einmal fröstelt kann man sich auch im Haus einmal einen dickeren Pullover überziehen.

Umweltschutz Im Alltag

Oft denken wir darüber nach wie es mit der Welt wohl weitergeht.

Umweltschutz Tipp 04: Richtig Lüften spart Energie!

Viele von uns haben die „dumme“ Angewohnheit die Fenster auf „Kipp“ stehen zu lassen während die Heizung läuft – das verschwendet nicht nur unnötig Energie sondern begünstigt auch die Schimmelbildung im Haus.

Daher lüfte lieber ein- bis zweimal am Tag richtig durch.

Stichwort „Stoßlüften“ – mach die Fenster für einige Minuten ganz auf und sorge so für einen kurzen aber effizienten Luftaustausch.

Umweltschutz Tipp 05: Schränke Deinen Fleischkonsum ein!

Wir selbst leben mittlerweile vollkommen vegetarisch und verzichten auch ansonsten bereits auf die meisten tierischen Produkte – allerdings wollen wir hier niemanden bekehren oder gar ausgrenzen nur weil er Fleisch ist.

Allerdings ist klar, dass der übermäßige Fleischkonsum der Umwelt immensen Schaden zufügt – mal ganz fernab vom Leid der Tiere die ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen um dann auf unserem Teller zu landen.

Wie dem auch sei, fakt ist in jedem Fall – auch wenn Du nicht ganz auf Fleisch verzichten möchtest, so machst Du die Welt doch ein wenig besser wenn Du dich etwas einschränkst. Vielleicht versuchst Du es einfach mal mit einem oder zwei „fleischfreien“ Tagen in der Woche.

Umweltschutz Tipp 06: Kaufe regionale Produkte!

Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass selbst Produkte die in Deiner Nachbarschaft wachsen und gedeihen aus den entlegensten Gegenden der Erde „angekarrt“ werden – das kostet viel Energie und schadet massiv der Umwelt.

Daher unterstütze den regionalen Handel und kaufe Produkte aus Deiner Region – auch wenn Sie evtl. einmal ein paar Euro teurer sind. Damit tust Du nicht nur der Umwelt etwas gutes sondern unterstützt zudem noch Kleinbetriebe aus Deiner Umgebung.

Umweltschutz Tipp 07: Wirf keine Lebensmittel weg!

Es ist eine ganz „üble“ Angewohnheit, dass wir im westlichen Kulturkreis im absoluten Überfluss leben und viel mehr Lebensmittel konsumieren als wir letzten Endes essen können.

Falls Dir das auch öfters passiert solltest Du einmal an die Menschen denken, die nicht im Überfluss leben oder bei Fleisch und anderen Tierprodukten, dass andere Lebewesen für diese Lebensmittel gelitten haben und Du wirfst sie letzten Endes in den Müll.

Also – einfach weniger einkaufen und akribisch darauf achten, dass keine Lebensmittel im Müll landen. Es kann doch auch ein tolles Gefühl sein, mal nicht alles im Kühlschrank zu haben und sich mal wieder auf etwas zu freuen, dass mal ein paar Tage nicht vorrätig war.

Umweltschutz Tipp 08: Nutze öffentliche Verkehrsmittel!

Ja keine Frage, wir alle schätzen die Flexibilität die ein eigenes Auto bietet sehr – aber trotzdem hilft es der Umwelt schon, wenn man sich ein klein wenig einschränkt und zumindest ab und an mal Bus und Bahn benutzt.

Wenn das bei Dir keinesfalls möglich ist, dann schaue doch einfach mal ob Du z.B. für Deinen Arbeitsweg eine Fahrgemeinschaft gründen kannst – auch so spart man im Laufe der Zeit eine Menge an Energie ein.

Umweltschutz Tipp 09: Gehe einfach mehr zu Fuß!

Noch besser ist es natürlich, wenn Du einfach mehr zu Fuß gehst oder auch mit dem Rad fährst – so verbrauchst Du nicht unnötig Ressourcen, schonst die Umwelt und Deinen Geldbeutel und tust nicht zuletzt auch Deinem Körper etwas Gutes.

Umweltschutz Tipp 10: Nutze nur Ökostrom!

Es ist nur ein kleiner „Klick“ beim Abschluss Deines Stromvertrages und schon setzt Du die großen Stromkonzerne unter Druck, da sie Dir „Ökostrom“ liefern müssen. Klar ist das ein wenig teurer – aber wenn mehr Menschen „Ökostrom“ beziehen würden liesse sich das Blatt bestimmt wenden.

Außerdem sollte doch jedem heute klar sein, dass weder Kohle- noch Atomstrom eine Lösung ist und gerade von Atomkraftwerken eine umkalkulierbare Gefahr ausgeht – oder möchtest Du, dass das nächste „Tschernobyl“ oder „Fukushima“ gleich vor Deiner Haustüre stattfindet…?

Umweltschutz Tipp 11: Schalte Deine Geräte aus!

Ja, das haben wir wohl alle schonmal gehört – das kleine „Standby-Lämpchen“ kostet jede Menge Strom und einige Geräte lassen sich heutzutage gar nicht mehr abschalten.

Dabei kann die Lösung so einfach sein – einfach eine Steckerleiste mit Ein- und Ausschalter besorgen, Geräte einstöpseln und schon kannst Du den ganzen Verbrauchern auf einen Schlag den Strom abdrehen.

So sparst Du auf Dauern eine Menge Geld, das Du im Gegenzug ja vielleicht in Bezug von Ökostrom investieren kannst – so hilfst Du der Umwelt gleich doppelt.

Umweltschutz Tipp 12: Setze auf LED Lampen!

Wenn Du dir neue Lampen oder Birnen anschaffst, dann setze ab jetzt auf moderne LED Technik – denn diese Lampen verbrauchen am weniges Strom und sind besonders lange haltbar.

Von den meisten anderen Energiesparlampen solltest Du zudem die Finger lassen, denn die meisten von ihnen enthalten Quecksilber oder andere hochgiftige und umweltschädliche Chemikalien.

Umweltschutz Tipp 13: Trockne Deine Wäsche auf natürliche Weise!

Genau, auch im 21. Jahrhundert kann man die Dinge noch auf die gute alte Hausfrauenart lösen und einfach mal die Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen. Wenn Du das zumindest im Sommer konsequent „durchziehst“ sparst Du schon eine Menge an Energie ein und sparst so zudem noch ein paar Euro bei der nächsten Stromrechnung.

Umweltschutz Tipp 14: Fahre sparsam Auto!

Das Auto ist aus dem Alltag der meisten Menschen kaum wegzudenken und wahrscheinlich fährst auch Du täglich mit dem Auto zur Arbeit oder nutzt es für irgendwelche Erledigungen.

Auch wenn es natürlich besser wäre generell auf das Auto zu verzichten oder sich zumindest einzuschränken, so solltest Du wenn Du nicht auf das Auto verzichten kannst, zumindest besonders sparsam fahren indem Du nicht in den niedrigen Gängen und hohen Drehzahlbereich fährst.

Umweltschutz Wandern

Wer zu Fuss geht und wandert tut sich und der Umwelt was Gutes…!

Umweltschutz Tipp 15: Schalte die Klimaanlage im Auto aus!

Noch ein guter Tipp zum Thema Autofahren – verzichte am besten ganz auf die Klimaanlage oder nutze selbige nur an besonders heißen Tagen, denn diese treibt den Spritverbrauch unnötig in die Höhe und schadet somit der Umwelt.

Das gleiche gilt natürlich auch für Klimaanlagen in Gebäuden, lieber mal „Abschalten“ und so aktiv die Umwelt im Alltag schützen.

Umweltschutz Tipp 16: Verzichte auf „To-Go-Becher“!

Der „Coffee-to-go“ hat die Welt im Sturm erobert und ganz offen gesagt – auch wir trinken gerne und viel Kaffee. Allerdings solltest Du dabei ganz auf die Einwegbecher verzichten, denn diese sind in der produzierten Vielzahl ein echtes Problem für die Umwelt.

Kaufe Dir also lieber einen eigenen Kaffee-Becher, der sich wieder auffüllen lässt und schütze so die Umwelt.

Umweltschutz Tipp 17: Trinke Leitungswasser!

Auch wenn es viele Menschen einfach nicht wahrhaben wollen, aber in den meisten westlichen Gebieten ist das Leitungswasser von deutlich besserer Qualität als Wasser aus dem Supermarkt.

Also lass Dich nicht für dumm verkaufen und zahle doppelt für Wasser und schleppe auch noch die schweren Flaschen durch die Gegend – trinke lieber Leitungswasser, so schützt Du nicht nur die Umwelt sondern sparst Dir das Geschleppe und jede Menge Geld.

Wenn Dir unwohl bei dem Gedanken ist reines Leitungswasser zu trinken, dann kaufe Dir doch einen Aufsatzfilter für Deinen Wasserhahn – dieser filtert Kalk und andere Stoffe aus dem Wasser heraus.

Umweltschutz Tipp 18: Schränke Deinen Konsum ein!

Vielleicht einer der wichtigsten Umweltschutz Tipps für den Alltag, dass Du nicht maßlos konsumierst. Viele Menschen nutzen die Produkte kaum noch die sie kaufen, es muss immer das neuste oder „hippste“ sein.

Sei nicht dumm und mache diesen Konsumwahnsinn einfach nicht mit, kaufe Dir nur was Du auch wirklich brauchst und nutzt und verzichte einfach auch mal auf ein paar Dinge bei denen Du nicht ganz sicher bist ob Du sie brauchst.

Wenn wir uns alle in dieser Form einschränken würden, dann ginge es unserer Umwelt schon mal viel besser und wir würden viel weniger Müll produzieren.

Umweltschutz Tipp 19: Kaufe möglichst nachhaltige Produkte!

Auch wenn Du dich im Bezug auf Dein Konsumverhalten stark einschränken solltest, so lässt es sich natürlich nicht ganz vermeiden ab und an mal ein paar Dinge zu kaufen.

Allerdings solltest Du gerade dann darauf achten, dass Du Produkte aus nachhaltiger Rohstoffgewinnung kaufst, welche unsere Umwelt nicht unnötig belasten. Das fängt schon bei den eigenen vier Wänden an: „Nachhaltige, langlebige Möbel statt Pressspan“ sollte in Zukunft dein Motto sein.

Umweltschutz Tipp 20: Verzichte ganz auf Plastiktüten!

Plastik ist vielleicht einer der „Sargnägel“ unserer Zeit – überall sind die kleinen „Micro-Plastikteilchen“ in unserer Umwelt verstreut und niemand weiß was sie auf Dauer alles anrichten.

Sei daher klug und verzichte auf Plastiktüten und andere unnötige Kunststoffe z.B. auch in Duschgels oder ähnlichem.

Nicht nur, dass Plastik uns Menschen Schaden zufügt, so verenden auch etliche andere Lebewesen an unserem ungebremsten „Plastik-Konsum“ und der damit verbundenen Vermüllung der Natur und unserer Meere.

Umweltschutz Tipp 21: Unterstütze BIO und Fair-Trade!

Eigentlich ist es ja Paradox – die paar Produkte im Supermarkt, die fair gehandelt werden und biologisch korrekt hergestellt werden, werden gekennzeichnet. Müsste es nicht genau andersherum sein…? Sollten nicht alle anderen Produkte einen „fetten“ schwarzen Totenkopf auf der Verpackung tragen…?

Keine Frage auch bei BIO-Produkten ist sicherlich nicht alles „Gold was glänzt“ aber zumindest ist der Ansatz und der Gedanke dahinter der richtige Weg.

Wenn Du also nicht ganz so knapp bei Kasse bist, dann investiere doch ein paar Euro mehr und kaufe ausschliesslich BIO- und Fair-Trade Produkte.

Umweltschutz Tipp 22: Sag NEIN zu Palmöl!

Das Palmöl – vielleicht noch so ein „Sargnagel“ unserer Gesellschaft, wenn vielleicht auch nicht mit so umfassenden Auswirkungen wie das Plastik, dass uns mittlerweile überall umgibt.

Aber Palmplantagen schiessen die letzten Jahre wie Pilze aus dem Boden und für sie werden oftmals ökologisch sehr wertvolle Gebiete dem Erdboden gleichgemacht – wodurch z.B. auch bedrohte Arten wie der Orang-Utan immer mehr gefährdet werden.

Daher solltest Du wo immer es geht auf Produkte verzichten die Palmöl enthalten und Achtung: “Auch bei vielen BIO Produkten ist Palmöl mit im Spiel“.

Umweltschutz & Reisen

In der Natur fühlen wir uns Zuhause…, also lasst uns schützen was wir so lieben.

Noch mehr Alltagstipps für den Umweltschutz

So…, das waren sie auch schon unsere 22 kleinen Umweltschutz Tipps für den Alltag, aber natürlich kannst Du noch viel mehr tun um die Umwelt zu schützen.

Einen tollen Ratgeber mit 123 praxisnahen Umwelttipps als PDF – findest Du hier:

Und auf den Webseiten des WWF, Nabu und bei „Forward the Revolution“ gibt noch einige weiterführende Artikel zum Thema Umweltschutz in Alltag – diese findest Du hier:

Wir hoffen, dass Dir dieser Artikel ein wenig hilft auch Deinen Alltag etwas umweltfreundlicher zu gestallten und vielleicht schaust Du ja mal wieder hier auf unserem feel4nature Blog vorbei.

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4 Kommentare

  • Bernhard sagt:

    Ausgezeichnete Liste. Den Großteil mache ich genauso, aber zugegeben nicht alles. Heizung zB … 23 Grad im Wohnraum brauche ich für Lebensqualität. Dafür haben wir eine Niedrigenergie-Wohnung die sehr wenig Heizenergie benötigt und zum Teil durch eine Solaranlage beheizt wird.

    Palmöl – wir achten darauf, aber kommen nicht ganz ohne aus. Aber wenn, dann achten wir darauf, dass es aus Orang-Utan-freundlichem Anbau kommt, sprich keine Urwälder dafür dem Boden gleichgemacht wurden. Eh, ein Kompromiss für die Bequemlichkeit, wie so oft, ich gebe es zu.

    Lebensmittel wegwerfen – wir werden von Tag zu Tag besser, schaffen es aber nicht immer. Gerade wenn man wie wir Bio und regional einkauft, kann man oft nur größere Mengen einkaufen, will man nicht jeden Tag weite Strecken zur Besorgung zurücklegen – da wird leider öfter was schlecht (heißt: schimmlig o.ä., nicht: MHD überschritten). Aber wir lernen und werden besser.

    Sonst möchte ich nur zum Fleischkonsum sagen: wenn die ganze Welt vegetarisch oder vegan wird, ist das nicht unbedingt eine gute Sache. Es ist ja wie so oft ein Kreislauf – die Tierhaltung produziert auch den Dünger, mit dem das Gemüse wächst. Vor allem aber: Tierhaltung ist auf Flächen möglich, die für den Ackerbau ungeeignet sind. Es ist wesentlich, dass solche Flächen nicht ungenutzt bleiben, will man die Ernährung der zunehmenden Weltbevölkerung sicherstellen.

    Eure Empfehlung ist daher ohnehin richtig: man sollte hauptsächlich Pflanzen essen, und nur wenig Fleisch. Und das Fleisch sollte dann immer aus biologischer Tierhaltung kommen, wo das Tier dann sozusagen nur einen schlechten Tag hat. Das bedeutet, dass das Fleich natürlich teurer ist, viel teurer … meist mehr als doppelt so teuer wie aus konventioneller Haltung. Aber das ist dann gleichzeitig auch Motivation, weniger davon zu essen. Wenn das Kilo Gemüse fast schon mehr kostet als Fleisch, muss etwas falsch laufen – dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man Fleisch essen möchte.

    Und dann, finde ich, ist Fleisch essen auch völlig ok. Wenn man aus ethsichen Gründen auf Fleischkonsum verzichtet, ist das natürlich völlig gerechtfertigt. Aber aus ökologischen sollte man das vermutlich nicht (vollständig) tun.

    Kennt ihr die Serie „Cooked“ auf Netflix? Keine Sorge, das ist keine Koch-Show … sie behandelt das Thema Kochen & Ernährung aus sehr interessanten Blickwinkeln und will den Seher wegbringen von industriell erzeugter Nahrung. Das alles aber sehr wissenschaftlich und nicht ideologisch kommuniziert. Fand ich super.

    • Christian sagt:

      Hallo Bernhard,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar – es ist toll, dass Du das Thema Umweltschutz so ernst nimmst.

      Was den Fleischkonsum angeht, so sind nicht alle Fakten ganz richtig die Du aufzählst – z.B. die Sache mit dem „Dünger“ ist zwar grundsätzlich richtig, allerdings hat die Fleisch- & Milchwirtschaft mittlerweile einen Punkt erreicht an dem niemand mehr weiß wohin mit der „Gülle“. Die meisten Böden und teilweise sogar das Grundwasser sind derart mit Nitrat belastet, dass die „Gülle“ schon über Landesgrenzen hinweg verkauft wird.

      Auch der Hinweis, dass Viehzucht auf Flächen möglich ist auf denen man nichts anbauen kann ist zwar grundsätzlich richtig – allerdings ist Viehzucht nunmal nachweißlich nicht effizient. Sie verschlingt Unmengen an Ressourcen – Wasser, Getreide & Co. das auf der anderen Seite fehlt um Menschen zu ernähren. Daher ist es eher so, dass wir die Viehzucht einschränken müssen um mehr Ressourcen zur Verfügung zu haben.

      Aber wie ich schon sagte – wir wollen hier niemanden Bekehren oder mit Argumenten „totschlagen“. Es ist nur einfach wichtig, dass jeder einmal für sich persönlich über das Thema nachdenkt, mal wieder realisiert dass es einmal Lebewesen waren die da in der Kühltheke liegen und dann vielleicht zu dem Schluss kommt mal wieder bewußter Fleisch zu verzehren und dadurch den Konsum vielleicht sogar ein wenig einzuschränken.

      Die Serie „Cooked“ kennen wir übrigens leider nicht – wir haben kein eigenes Fernsehen und schauen auch sonst kaum online etwas an. 😉

      Beste Grüße aus Utah, Christian

  • Hallo!

    Die Zusammenstellung der Tipps finde ich sehr gut gelungen, ich kann mich überall nur anschließen.

    Auch beim Heizen. Ich habe in den letzten Jahren die Heizung jedes Jahr ein wenig reduziert und bin nun bei 20° angekommen, das ist eine gute Temperatur für uns. Man muss im Winter nicht kurzärmelig in der Wohnung sitzen!

    lg
    Maria

    • Christian sagt:

      Hallo Maria,

      super – dass Du so auf die Umwelt achtest und Dir unsere Zusammenstellung gefällt.

      Beste Grüße aus Arizona, Christian

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