Wie Du die richtige Digitalkamera für Deine Reiseabenteuer findest!

Die richtige Digitalkamera fürs Reisen

Kennst Du das auch? Du stehst in einem der hiesigen Fachmärkte für Elektronikartikel oder besuchst einen Onlineshop weil Du Dir ein neues „Spielzeug“ zulegen möchtest und bist von der unendlich scheinenden Auswahl völlig erschlagen? Besonders schlimm ist es, wenn es von dem begehrten Produkt auch noch verschieden Arten in der Funktionsweise gibt?

Eben dieser Fall trifft auf das riesige Angebot von Digitalkameras zu. Die verschiedenen Hersteller von Nikon, über Canon bis hin zu Exoten wie Leica buhlen mit unzähligen Modellen und Kameraarten um die Gunst des Kunden.

Normalerweise führt uns in diesem Fall unsere Recherche nach der besten Digitalkamera für unsere Zwecke direkt ins Internet, wo wir dann ein ganz ähnliches Szenario vorfinden. Im Internet sind es die großen Fachmagazine die mit Testberichten von Digitalkameras versuchen uns die neusten Modelle der Hersteller schmackhaft zu machen oder unzählige „Foto-Amateure“ die ihre Erfahrungen zum Besten geben.

Als ambitionierter Natur- und Unterwasserfotograf muss ich beim Lesen dieser Test- und Erfahrungsberichte zum Thema Digitalkamera häufig schmunzeln! Denn kaum ein Artikel hilft dem Einsteiger auf der Suche nach seiner passenden Digitalkamera im unendlich scheinenden „Angebotsjungle“ wirklich weiter – viele, von Amateuren geschriebene, Artikel verbreiten sogar schlichtweg falsche Tatsachen. Andere Artikel, geschrieben von professionellen Fotografen, wiederum verwirren den Hilfesuchenden mit etlichen technischen Details.

Als Fotograf werde ich auch selber häufig von Freunden und Bekannten angesprochen: „Worauf sie bei Kauf einer neuen Digitalkamera achten sollen?“ Und so habe ich beschlossen auch hier auf diesem Blog nun einmal alle Fakten für den Kauf einer Digitalkamera – verständlich für Einsteiger und möglichst Objektiv – zusammenzustellen. Los geht’s…

Welche Arten von Digitalkameras gibt es?

Bevor Du dich auf die Suche nach der passenden Digitalkamera machen oder Dich für einen Hersteller wie Nikon, Canon, Sony etc. entscheiden kannst, gilt es sich erst einmal einen Überblick über die grundsätzlichen Arten und die Funktionsweise der angebotenen Digitalkameras zu verschaffen.

Grundsätzlich kann man aus Sicht des Freizeitfotografen das Angebot an Digitalkameras in 3 Sparten einteilen – digitale Kompaktkameras, Systemkameras und digitale Spiegelreflexkameras. Auch wenn es mittlerweile einige Abwandlungen, Sonderlinge und Mischformen gibt beschränkt sich die grundsätzliche Funktionsweise auf diese drei Typen von Digitalkameras.

Auf eine besondere Art der digitalen Kompaktkamera möchte ich in diesem Artikel noch zusätzliche eingehen, da sie für Einsteiger mittlerweile eine interessante Alternative bieten – gemeint sind die Smartphones mit Kamerafunktion und Actioncams wie die GoPro Hero3.

Digitalkameras und die Grundsätze der Fotografie

Das Wichtigste, das Du im Bezug auf die Fotografie, verinnerlichen musst ist die Tatsache, dass egal wie viel Geld du für eine Digitalkamera auch ausgibst und egal wie viele Funktionen und Features sie auch haben mag: „Das Foto macht ganz alleine der Fotograf hinter der Digitalkamera!“

In der Fotografie ist es ganz ähnlich wie beim Schreiben eines Buches. Ob es ein gutes oder herausragendes Buch wird liegt nur am Schriftsteller selber – ganz egal ob er es auf einer antiquierten Schreibmaschine schreibt oder auf einem nagelneuen MacBook Pro für tausende von Euros.

Darum ist es gerade für Einsteiger auch viel wichtiger sich mit den grundsätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Fotografie, wie zum Beispiel der Bildgestaltung oder dem Einsatz von Licht, zu beschäftigen als von vorne herein die neuste und teuerste Digitalkamera zu kaufen.

Was Du beim Kauf einer Digitalkamera grundsätzlich beachten solltest!

Viele Funktionen machen ein Foto bzw. eine Digitalkamera nicht unbedingt besser, auch wenn die Hersteller uns permanent versuchen etwas anderes zu erzählen um ihren Absatz zu steigern. Ganz im Gegenteil etliche Funktionen verringern sogar die eigentlich Qualität der Fotos, verwirren den Freizeitfotografen nur oder machen es selbst dem Profi schwer die wirklich nützlichen untern den verfügbaren Funktionen einer Digitalkamera produktiv einzusetzen.

Daher ist es gerade für Einsteiger wichtig eine Digitalkamera zu kaufen die mit Features und Funktionen nicht vollkommen überfrachtet ist.

Wenn Du also auf der Suche nach einer passenden Digitalkamera bist schaue Dir zuallererst das Menu der Kamera und die vorhandenen Knöpfe an. Nur wenn Du den Grosssteil des Menus und die Funktionen der Knöpfe auf Anhieb verstehst, auch ohne die Bedienungsanleitung zu lesen, hast Du das richtige Kameramodell für Deinen Wissensstand in der Hand.

Der zweite grundsätzliche Punkt für den Kauf der richtigen Digitalkamera ist die tatsächliche Bildqualität. Diese hat im Grunde nichts mit der Anzahl der Megapixel der Digitalkamera zu tun, auch wenn (wie ich immer wieder feststellen muss) dieser Irrglaube sehr weit verbreitet ist.

Um Dir einen Eindruck von der tatsächlichen Bildqualität zu verschaffen, solltest Du im optimalen Fall die Möglichkeit haben einige Fotos mit der Digitalkamera im Automodus (falls vorhanden) zu machen für die Du dich interessierst. Entweder kannst Du dafür einen Freund oder Bekannten der die selbe Digitalkamera hat bitten sie Dir für einige Testaufnahmen zu leihen, oder Du kannst gleich im Geschäft danach fragen ob Du die Kamera einmal ausprobieren kannst – viele Geschäfte machen das möglich wenn ein Kunde wirklich interessiert ist.

Bei diesen Testfotos solltest Du darauf achten, dass Du Bilder mit unterschiedlichen Lichtsituationen und unterschiedlichem Abstand zum Hauptmotiv aufnimmst. Hast Du die „Bilder im Kasten“ schaust Du Dir diese, wenn möglich, am Computer an – es geht aber auch direkt auf dem Display der Digitalkamera. Entscheidend dabei ist, dass Du die Bilder in ihrer Originalgröße (100%) betrachtest – sprich auf dem Display der Kamera siehst Du nur einen Bildausschnitt (meist gibt es dafür eine Taste mit Lupe zum zoomen).

Wenn Du die Bilder jetzt auf dem Computermonitor oder dem Display der Digitalkamera betrachtest, geht es darum die Qualität des Bildes zu beurteilen: Wie scharf sind die Bilder, wie ist die Belichtung (zu hell/zu dunkel), wie stark ist das Bildrauschen (kleine Punktierrungen vorwiegend in dunklen Flächen) und sehen die Bilder natürlich aus.

Ein professioneller Fotograf würde den Test einer Digitalkamera natürlich etwas anders angehen, aber auch dieser verschafft sich erstmal einen Überblick über die Bildqualität.

Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist gerade für Einsteiger in die digitale Fotografie, dass sie ein Gefühl für die Kamera bekommen und schauen können ob sie ohne große Einführung mit der Kamera umgehen können.

Noch einmal zurück zu den vielbeworbenen Megapixeln. Fast alle Kameramodelle verfügen heute über mindestens 10 bis 12 Megapixel oder sogar mehr und das ist für den Amateurfotografen in der Regel auch ausreichend – da die meisten Bilder sowieso nur noch digital angeschaut und verarbeitet werden. Solltest Du aber häufiger Deine Bilder auch in größeren Formaten (A2, A3, A4 etc.) ausdrucken wollen sollte die Kamera etwas mehr an Megapixeln haben. Lass sich dabei aber nicht von den Herstellern täuschen, denn häufig werden die Megapixel der Digitalkameras „künstlich“ nach oben geschraubt – das geht wieder zu Lasten der Bildqualität. Also wenn möglich vor dem Kauf der Digitalkamera ein paar Testbilder nach dem oben genannten Schema in der vollen Auflösung betrachten.

gopro3

Smartphones mit Kamerafunktion und Actioncams wie die GoPro Hero3

Wie bereits erwähnt gehören Smartphones mit Kamerafunktion und Actioncams eigentlich auch zu der Klasse der digitalen Kompaktkamera (weiter unten findest Du weitere Details zu dieser Kameraklasse). Der entscheidende Vorteil ist aber, dass sie meist extrem klein und robust sind. Im im Falle eines Smartphones hast Du sie auch fast immer griffbereit bei Dir.

Gerade in dieser Klasse von Digitalkameras hat sich qualitativ in den letzten Jahren extrem viel getan und die Bildqualität ist teilweise beachtlich. Toll für Hobbyfotografen ist bei den Smartphones mit Kamerafunktion, wie z.B. dem iPhone, gerade die Option Bilder direkt über Apps weiterverarbeiten und veröffentlichen zu können.

Bei den Actioncams, wie der GoPro Hero 3, fehlt zwar die Möglichkeit Apps einzusetzen – dafür punkten sie aber mit ihrer Robustheit und mit den tollen Perspektiven in denen sie einsetzbar sind.

Wenn Du also keine Ambitionen hast Dich ausführlich mit den fortgeschrittenen Techniken der Digitalfotografie zu beschäftigen und Du in jeder Situation Bilder oder Videos machen und mit Deinen Freunden digital teilen möchtest. Dann ist ein Smartphone mit Kamerafunktion oder auch eine Actioncam ideal für Dich. Du wirst sehen, wenn Du dich ein wenig mit den Themen Bildaufbau und Licht beschäftigst kannst Du auch mit dieser Art von digitalen Kompaktkameras erstklassige Bilder machen.

Auch viele Profifotografen setzen übrigens Smartphones und Actionscams immer häufiger für schwierige Aufnahmesituationen und besondere Perspektiven ein.

Mein Kauftip : Die GoPro Hero3 White Edition  – ein reduziertes Auslaufmodell, die aber zum Einstieg vollkommen ausreicht.

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Digitale Kompaktkameras

Die Klasse der Kompaktkameras ist am Markt am meisten verbreitet und ist unter Amateurfotografen sehr beliebt. Anschalten, Programm auswählen und abdrücken – das ist das einfache Prinzip nach dem eine digitale Kompaktkamera funktioniert. Für Hobbyfotografen die viele Bilder machen und mit vorgefertigten Programmen für unterschiedliche Aufnahmesituationen arbeiten wollen genau das Richtige. Allerdings ist ein Smartphone mit einer guten Kamerafunktion in vielen Fällen mittlerweile die bessere Alternative.

Der große Nachteil ist allerdings, dass digitale Kompaktkameras nur sehr wenig manuelle Eingriffe und Einstellungsmöglichkeiten in das Bild zulassen und dass das Objekt fest mit der Digitalkamera verbunden und damit nicht wechselbar ist.

So ist für alle Fotografen bei diesem Typ von Digitalkamera nur wenig Luft nach oben um sich weiterzuentwickeln und die Grundsätze der digitalen Fotografie von Blende, Belichtungszeit und Iso-Wert zu erlernen. Denn digitale Kompaktkameras bieten diese Einstellungsmöglichkeiten in der Regel nicht oder täusche diese nur am bearbeiteten Bild vor.

Mein Kauftip : Die Sony DSC-RX100 (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 – 100 mm Zoomobjektiv F1,8 – 4,9, Full HD, bildstabilisiert)  – ein reduziertes Auslaufmodell, welches locker mit aktuellen Modellen konkurrieren kann.

sonynex3

Systemkameras

Sie sind sehr kompakt, bieten den vollen Eingriff in das entstehende Bild und bieten die Möglichkeit verschiedene Objektive einzusetzen. Meiner Meinung nach der Digitalkameratyp der Zukunft für ambitionierte Amateure bis hin zum absoluten Profi – die Systemkamera.

Gerade ihre geringe Größe und Gewicht machen sie zu einem angenehmen Begleiter auf Reisen. Dabei bietet sie fast alle Vorteile und Möglichkeiten einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Wenn Du also schon vor dem Kauf einer neuen Kamera sicher bist, dass Dich das Thema der Digitalfotografie interessiert und Du mehr machen möchtest als einfach nur „Gelegenheitsbilder“ zu knipsen, dann ist die Systemkamera für Dich die richtige Wahl.

Mein Kauftip : Die Sony NEX-3 (16,1 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) LCD-Display, Full-HD, HDMI, USB 2.0) inkl. SEL-P 16-50mm Objektiv weiß – auch ein reduziertes Auslaufmodell, ziemlich stylisch auch in weiß erhältlich.

sonya77

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR)

Das Profiwerkzeug unter den Fotografen ist immer noch die digitale Spiegelreflexkamera. Entscheidend dabei ist aber weniger die digitale Spiegelreflexkamera selber, als die endlose Vielfalt der verfügbaren Objektive. Denn der entscheidende Faktor um aus einem guten Bild noch das „Quentchen“ mehr heraus zu holen ist häufig die Auswahl und Qualität des richtigen Objektives.

Natürlich bieten gerade die hochpreisigen Spiegelreflexkameras auch qualitativ noch einige Highlights, aber heutzutage können Systemkameras und teilweise sogar sehr hochwertige Kompaktkameras mit der grundsätzlichen Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera der Einsteigerklasse mithalten.

Aus diesem Grunde sollte man sich in der heutigen Zeit den Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera gut überlegen. Nur wenn Du schon sicher weißt das Du dich professionell mit dem Thema digitale Fotografie beschäftigen möchtest, Du vielleicht auch schon einiges an Erfahrung im Bereich der Digitalfotografie verfügst und irgendwann das volle Potenzial einer Kamera ausschöpfen möchtest ist es überhaupt sinnvoll.

Mein Kauftip : Die Sony SLT-A77 (24 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) Kit inkl. SAL 16-50mm DT F2.8 SSM Objektiv – ein stark reduziertes Auslaufmodell und ein kleiner Sonderling, da Sony bei seinen DSLRs einen teildurchlässigen Spiegel einsetzt (dieser bringt entscheidende Vorteile bei Videoaufnahmen mit der DSLR).

Und welche Art von Digitalkamera ist jetzt die richtige für mich? Worauf muss ich bei Kauf achten?

Damit Du als Einsteiger einen kleinen Einkaufsleitfaden beim Kauf Deiner Digitalkamera hast findest Du hier noch einmal die wichtigsten Punkte für Deine Kaufentscheidung zusammengestellt :

  1. Kaufe gerade als Einsteiger in die Fotografie kein aktuelles Digitalkamera Modell! Sondern schaue lieber nach Auslaufmodellen oder Sonderangeboten. Auch eine gebrauchte Kamera kann für den Einstieg eine gute Alternative sein.
  2. Vergiss all die tollen neuen Funktionen die in der Werbung so angepriesen werden! Auch ältere Digitalkameras besitzen alle notwendigen Funktionen für ein gutes Foto und gerade als Einsteiger in die digitale Fotografie verwirren Dich zuviel Einstellungsmöglichkeiten und Optionen nur.
  3. Wenn Du in jeder Situation alles „knipsen“ willst was Dir vor die Linse kommt dann kauf Dir lieber ein Smartphone mit einer guten Kamerafunktion oder eine Actioncam! Je hochwertiger die Kamera ist, desto mehr Zeit wirst Du darauf verwenden müssen mit ihr richtig umzugehen – also fange klein an und steigere Dich dann lieber. Wer schon mit einem Smartphone interessante Bilder macht hat das Prinzip des Bildaufbaus verstanden.
  4. Wenn Du richtig in die Fotografie einsteigen willst, fange mit einer Systemkamera an! Sie sind klein, kompakt, bieten alle wichtigen Funktionen und Wechselobjektive. Wenn Du Dich später noch weiterentwickeln möchtest und eine digitale Spiegelreflexkamera kaufst ist die Systemkamera die perfekte Digitalkamera als BackUp oder für Reisen.
  5. Mache einige Testfotos, schau wie die Kamera in der Hand liegt und ob Du sie auf anhieb verstehst! Egal für welchen Kameratyp Du dich letzten Endes entscheidest – diesen Tip solltest Du immer beherzigen.

Ich hoffe dieser Überblick über den Kauf der richtigen Digitalkamera hat Dir gefallen. Mir war es dabei wichtig nicht die grundlegende Technik einer Digitalkamera zu erklären (die findest Du auf unzähligen Webseiten), sondern Dir einen möglichst objektiven Überblick über die Einkaufskriterien einer Digitalkamera als Einsteiger zu geben. Um keine feel4nature Artikel und News mehr zu verpassen könnt Ihr uns auch auf FacebookTwitter oder Google+ folgen.

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12 Kommentare

  • Jasmin sagt:

    Hallo Christian,

    du hast mit diesem Artikel Licht ins Dunkel gebracht. 😉 Ich überlege schon seit einiger Zeit meine DSLR gegen ein kompakteres Modell einzutauschen und eine Systemkamera scheint genau das Richtige für mich zu sein. Danke für die Tipps und Produkt-Empfehlungen!

    Jasmin

    • Christian sagt:

      Hallo Jasmin,

      schön – dass Dir mein Artikel ein wenig weitergeholfen hat…der Kameramarkt ist wirklich mittlerweile extrem undurchsichtig und komplex geworden.

      Wenn Du etwas mehr Geld für eine Systemkamera ausgeben willst – dann schaue Dir mal die neue Sony A6000 an. Ansonsten sind die Sony NEX 7 oder 5 auch gebraucht mittlerweile sehr erschwinglich. Wichtig sind immer 2 – 3 hochwertige Objektive.

      Liebe Grüße aus Mexiko, Christian

  • Reto sagt:

    Hallo Leute,
    Interessanter Artikel.
    Gerne möchte ich mein Meinung zu den Systemkameras niederschreiben.
    Ich gebe es gleich zu: Ich bin kein grosser Fan von dieser Sparte.
    Warum nicht? Naja, für mich vereinen sie ein wenig die Nachteile der Komakte- und Spiegelrefelex Kameras.

    Zum einen fehlen ihnen der optische Sucher. Manche haben einen Digitalen, dieser kann jedoch den optischen nicht ersetzten. Vor allem beim Reisen, und bei Sonnenlicht vermisse ich den Sucher enorm.
    Natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Laufzeit des Accus. Bei Kameras sind heute (wie beim Smartphone) der Monitor und der Speicher die grössten Stromverbraucher.

    Sind Wechselobjektive ein Vorteil? Bei DSLR sicherlich. Aber bei den kleinen? Oft sind für die Systeme nur wenige Objektive erhältich. Werden sie in ein paar Jahren noch auf meine neue Kamera passen? Natürlich kommt dann noch das Problem mit dem Dreck und Staub auf dem Sensor.

    Einer der grossen Vorteile einer DSLR ist die schnelle und einfache einstellbarkeit. Alle wichtigen Funtionen können schon bei den einfachsten direckt über Knöpfe und Räder eingestellt werden, ohne dass man sich duch Menus klicken muss. Die Systemkamers lassen sich oft nur durch die Menus steuern.

    Bei Gewicht und Grösste kann die DSLR natürlich nicht mithalten, aber die kompakten schlagen sie oft um längen.

    Ich hoffe euch meine Punkte verdeutlichen konnte.

    Liebe Grüsse
    Reto

    • Christian sagt:

      Hallo Reto,

      danke für Deinen Beitrag und Deine persönliche Meinung – vieles davon kann ich gut nachvollziehen.

      Bei dem Artikel bin ich allerdings von Amateurfotografen ausgegangen, die viel auf Reisen sind und dafür halte ich eine Systemkamera immer noch für die beste Lösung, auch wenn Deine Kritik natürlich gerechtfertigt ist.

      Ich persönlich musste mich an den Digitalen Sucher an meiner A77 & A99 auch erstmal gewöhnen, bin aber mittlerweile ziemlich begeistert davon. Allerdings zieht dieser wirklich viel Strom…

      Bei den Wechselobjektiven bin ich nicht ganz Deiner Meinung, da ich glaube dass sich die Systemkamerasparte auf Dauer durchsetzen wird und es so immer mehr attraktive Objektive geben wird. Ich allerdings nutze meine DSLR Alpha-Objektive mit einem Adapter an den Systemkameras – so kommen keine doppelten Ausgaben auf mich zu. Allerdings ist das natürlich wieder kontraproduktiv fürs Gewicht.

      Bzgl. der Knöpfe und Einstellungen stehen moderne Systamkameras den DSLRs allerdings nicht nach…das war einmal. 😉

      Liebe Grüß, Christian

  • Hallo,

    meine Frage…wie bekomm ich annähernd die unterwasserbilder beim schnorcheln so hin wie du..ich bin Besitzer einer goppro hero 3 und einer Pentax k30 dslr… Nur filter über die gopro? Oder lieber unterwassergehäuse für die dslr…und wenn dann welchen filter . evtl hast du ja nen link…LG Markus…

    • Christian sagt:

      Hallo Markus,

      was genau meinst Du mit – die UW Bilder annähernd so hinbekommen wie ich?

      Mal ganz abgesehen davon, dass ich ja beruflich fotografiere und Bilder bearbeite und dadurch über ein „wenig“ Erfahrung verfüge, wirst Du mit einer GoPro nur bei sehr guten Bedingungen halbwegs anständige Bilder hinbekommen. Das entscheidende Kriterium bei Unterwasserbildern ist das Licht. Und da selbst beim „Schnorcheln“ in ein paar Meter Tiefe das Licht durch das Wasser gebrochen und abgeschwächt wird brauchst Du in jedem Fall min. einen UW Blitz. Der kann aber mit einer GoPro nicht angesteuert werden – die GoPro würde ich also eher zum filmen einsetzen…aber auch da brauchst Du für gute Ergebnisse Videolicht.

      Fernab davon ist die UW Fotografie ein komplexes Thema und weitaus schwieriger als die Fotografie an Land – man muss halt einiges an Erfahrungen sammeln und schauen was funktioniert. Als Grundlage muss es nicht unbedingt eine DSLR sein – dafür sind auch die DSLR UW Gehäuse extrem teuer.

      Rot oder Magenta Filter kann man generell einsetzen und sie verbessern sie Bilder von Kameras wie der GoPro ein wenig…aber wirklich gute Ergebnisse gibt das auch nur bei ideal auf den Filter passenden Bedingungen. Wenn Du genaue Infos haben willst – schreibe mir doch mal eine eMail.

      Liebe Grüße, Christian

  • Florian sagt:

    „muss ich beim Lesen dieser Test- und Erfahrungsberichte zum Thema Digitalkamera häufig schmunzeln!“

    Wahre Worte, da sticht dieser Artikel wirklich hervor.

    Ich habe mir letztes Jahr eine Sony NEX-3 Systemkamera zusätzlich zu meiner Nikon DSLR zugelegt und bin begeistert von der Handhabung aber enttäuscht von den Bildern. Als Ersatzkamera und für unauffällige Fotos möchte ich sie trotzdem nicht missen.

    Eine DSLR muss übrigens nicht klobig und unhandlich sein, Nikon ist mit dem neuen 18-55mm Kit-Objektiv ein Geniestreich gelungen. Es ist 30% kleiner als das Vorgängermodell und beim Transport gegen Stöße geschützt.

    Auch die Einsteigerkameras der Nikon D3XXX Serie werden immer kleiner und leichter. Eine D3300 mit Batterie und o.g. Kit-Objektiv kommt auf 650g und ist von der Preis-Leistung unschlagbar bei einem Preispunkt um die 450 Euro. Ich habe 90% meiner Fotos mit dem Vorgängermodell und Kit-Objektiv gemacht und bereue meinen Umstieg auf die klobige D90.

    • Christian sagt:

      Hey Florian,

      die NEX 3 ist für Deine Stockbilder nicht die beste Wahl gewesen – da hätte ich an Deiner Stelle auf eine gebrauchte NEX 7 gesetzt. Da hast Du Bildqualitäten die wich wirklich verkaufen lassen…auch wenn der Autofokus etwas langsam ist. Ich werde mir wohl die Tage noch die Sony A6000 kaufen, wenn diese nach der Photokina noch etwas im Preis fällt. Die hatte ich schonmal zum Testen hier und war ziemlich angetan…

      Bei den Kit Objektiven kann ich Dir nicht wirklich zustimmen – ich glaube bei Deiner Art von Fotografie wäret Du mit einer hochwertigen und lichtstarken 35mm Festbrennweite wesentlich besser dran als mit den Kit Objektiven. Das würde ich sogar Einsteigern empfehlen, nur den Body kaufen + eine gute Festbrennweite und dann erstmal fotografieren „bis der Arzt kommt“. 😀

      Die Einsteiger DSLRs sind für den Beginn vollkommen ok – ganz egal ob Nikon, Sony oder Canon…fast alle Anbieter haben da geeignete Cams im Programm…vom Gewicht und den Abmessungen können diese allerdings nicht mit den Systemkameras mithalten. Wenn es aber nur um Größe & Gewicht geht, dann kannst Du auch gleich eine RX 100 nehmen…

      Beste Grüße, Christian

      • Florian sagt:

        Ich suche immer nach einem Kompromiss zwischen Qualität, Handhabung und Preis und bei letzterem kommen die teureren Sonys als Ersatzkamera natürlich nicht in Frage. Bei ersterem kommt ein Crop-Sensor nicht in Frage, 3/4 muss schon sein.

        Mit der 35mm Festbrennweite liebäugle ich schon seit Jahren, aber das ist für meine Bedürfnisse viel zu wenig Weitwinkel. Ich schieße vor allem Natur und Architektur und habe keine Lust 2 von 3 Bildern als Panorama zu schießen.

        Prime Lenses schränken mich auch zu sehr in der Gestaltung ein, „Zoom with your feet“ geht vielleicht bei Architektur, aber selbst da nicht immer. Die f3,5-5,6 vom Kit-Objektiv kommen mir völlig ausreichend vor.

        • Christian sagt:

          Offensichtlich haben wir eine sehr unterschiedliche Auffassung von Qualität und Fotografie – sicherlich kannst Du zwar mit den Kameras und Objektiven von denen Du sprichst auch gute Bilder machen, aber in Sachen professionelle Bildqualität musst Du große Abstriche machen. Ich glaube fast Du währst mit einer guten Bridge- oder Kompaktkamera besser beraten, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht.

          Ich weiß zwar nicht genau was Du mit dem Begriff „Crop-Sensor“ sagen möchtest…nehme aber mal an, mit einem 3/4 Sensor meinst Du die heute für günstige DSLRs gängigen APS-C Sensorformate, oder? Auch ein APS-C Sensor hat aber einen Crop-Faktor von 1,5 zum FX Vollformat. Ich glaube da solltest Du dich noch mal ein wenig mit den Grundlagen der DSLR Fotografie beschäftigen.

          Im Bezug auf die Lichtstärke eines Objektives wirst Du schnell merken, wo die Unterschiede liegen wenn Du erst einmal ein besseres Objektiv ausprobiert hast – zum einen hast Du markantere Möglichkeiten zum Freistellen (ist natürlich auch vom Sensor abhängig), aber was viel wichtiger ist…Du kannst mit kürzeren Belichtungszeiten, kleinerer Blendenöffnung und weniger ISO – Empfindlichkeit fotografieren. Gerade für die Landschaftsfotografie ist das ideal, da Du auch mehr Tiefenschärfe bekommst.

          Aber ich will Dir da grundsätzlich nicht reinreden – wichtig ist letztlich nur, dass DU selbst mit Deinen Ergebnissen zufrieden bist. 🙂 Aber wenn Du dich fotografisch weiterentwickeln möchtest…dann solltest Du dich ein wenig mehr mit den Grundlagen und Möglichkeiten beschäftigen.

          Beste Grüße, Christian

          • Florian sagt:

            Also Christian, hast du schon mal jemanden mit dezenten Beleidigungen überzeugen können? Mich törnt das ehrlich gesagt ab.

            Klar hat der DX einen Crop Faktor im Vergleich zum FX-Sensor. Der FX Sensor hat wiederum einen Crop Faktor zur Leica S und die Leica S kann der Hasselblad das Wasser nicht reichen. Irgendwo hört die Technik-Geekerei auf Sinn zu machen und momentan ist das für mich bei DX.

            Wollen wir wirklich einen Crop Faktor von 1,0 zu 1,5 zwischen FX und DX vergleichen mit einem Crop Faktor von 1,5 zu 4 bis 8 zwischen DX und Crop Sensor? Das macht das beste Objektiv nicht mehr wett. Bridge oder Point and Shoot Kameras sind sowieso nicht gerade für gute Objektive bekannt.

            Ich sags noch einmal, ich mache vor allem Bilder von Landschaften und Architektur und mehr als die Hälfte meiner Bilder im Weitwinkel Bereich. Ich mache keine Porträts und finde übertriebenes Bokeh ästhetisch unschön. Schau bitte mal auf mein Blog, welches Bildformat ich da verwende und dann rate mir noch mal allen Ernstes zu einem 35mm Objektiv.

            Oder rate dem Tier-Fotografen zum 35mm Objektiv oder dem Macro-Fotografen oder dem Studio-Fotografen. Es gibt kein „one size fits it all“, schon gar nicht mit einer Prime Lens.

          • Christian sagt:

            Hey Florian,

            ich habe Dich keinesfalls beleidigen wollen. Ich habe lediglich geschrieben, dass Dir offensichtlich ein wenig technisches „Know-how“ fehlt und dieser erste Eindruck ändert sich auch nicht wenn Du hier die „Crop – Faktor“ Tabellen „runter ratterst“. Aber es scheint halt so, als ob Du lieber keine Tipps haben oder eine andere Meinung akzeptieren möchtest – was für mich vollkommen ok ist.

            Allerdings denke ich, dass ich auf meinem eigenen Blog auch meine eigene Meinung vertreten darf – auch wenn diese vielleicht nicht jedem passt. Oder, was denkst Du? 😉

            Nur so am Rande bemerkt – auch wenn es Dich wahrscheinlich nicht sonderlich interessieren wird – aber Kompaktkameras wie die RX1 oder RX100 von Sony bieten mittlerweile für ihre Kameraklasse extrem hochwertige Objektive. Ansonsten fällt es mir etwas schwer Deinen Ausführungen zu folgen, denn auch wenn Deine Bilder mit einem 35mm an einem Vollformatsensor sicherlich problemlos machbar wären – habe ich Dir in erster Linie zu einem lichtstarken Objektiv geraten…wenn Du mehr Weitwinkel brauchst nimm halt ein 24mm. Und wenn Du denkst mit einem guten 35mm könnte man nur Portraits fotografieren, dann liegst falsch…

            Wie auch immer, ich wünsche Dir in jedem Fall noch viel Erfolg und Spass beim fotografieren…entscheidend ist ja letzen Endes nur, dass Dir die Ergebnisse zusagen.

            Beste Grüße, Christian

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