Warum wir dem Appalachian Trail ohne Reue den Rücken kehren

Appalachian Trail Ausblick

Vielleicht hast Du das ja auch schonmal erlebt?! Du träumst von etwas und tust alles dafür, dass sich dieser Traum auch erfüllt – doch dann, als es endlich soweit ist und Dein Traum Realität wird…ja dann, ist doch alles ganz anders als Du es Dir im Vorfeld vorgestellt hast.

Du merkst, dass Dich dieser nun wahr gewordene Traum nicht wirklich erfüllt, Dich einfach nicht richtig glücklich macht.

Ganz ähnlich ist es uns nun mit unserer aktuellen Wanderung auf dem Appalachian Trail ergangen, wobei wir letzten Endes ja im Vorfeld bereits sehr genau wussten worauf wir uns einlassen.

Doch womit wir einfach nicht gerechnet hätten – ist die Tatsache, dass sich hier alles seit unserem letzten Besuch so sehr verändert hat. Aber fangen wir von vorne an…

Appalachian Trail Wanderweg

Zu Beginn unserer Wanderung war es in den Wäldern noch ziemlich kahl.

Unsere Erwartungen an die Wanderung auf dem Appalachian Trail

Als wir uns Mitte 2014 feste dazu entschlossen hatten einen zweiten „thru hike“ Versuch des Appalachian Trail anzugehen, ging es uns in erster Linie darum 6 Monate in der möglichst abgeschiedenen Natur zu verbringen.

Wir wollten in erster Linie Ruhe finden und, so wie bei den vielen Wanderungen die wir in den letzten Jahren auf den amerikanischen Fern- & „Backcounty-Wanderwegen“ unternommen haben, auf Gleichgesinnte treffen – welche die Natur ähnlich lieben und schätzen wie wir selbst es tun.

Appalachian Trail Pause

Auf unseren Wanderungen legen wir gerne längere Pausen ein und lassen die Natur auf uns wirken.

Unsere aktuellen Erfahrungen auf dem Appalachian Trial

Doch der Appalachian Trail hat sich leider in den letzten Jahren sehr verändert, nicht nur der Weg – bzw. dessen Zustand, sondern ganz besonders die Menschen die auf ihm unterwegs sind.

Gerade die angenehmen Zeitgenossen der amerikanischen „Long-Distance-Hiker“ Community, mit denen wir in den vergangenen Jahren so viele interessante Abende am Lagerfeuer verbracht und die wir immer wieder auf unseren Wanderungen in den abgeschiedenen Gegenden der USA getroffen haben, sind auf dem Appalachian Trail mittlerweile einfach nicht mehr zu finden.

Der Appalachian Trail ist ihnen zu kommerziell geworden. Der wahre Reiz des Trails ist einfach auf der Strecke geblieben und dies war leider auch unsere aktuelle Erfahrung.

Clingmans Dome

Aufstieg zum Clingmans Dome, dem höchsten Punkt auf dem Appalachian Trail.

Die bedauerlichen Konsequenzen des Massenandranges auf dem Appalachian Trial

Schon im Vorfeld wussten wir natürlich, dass der Appalachian Trail von Jahr zu Jahr stärker frequentiert wird und immer mehr unerfahrene und junge Fernwanderer – motiviert von Hollywoodstreifen wie „Wild“ oder „A Walk In The Woods“ – zu einem „thru hike“ auf den Appalachian Trail aufbrechen.

Aber um ehrlich zu sein, haben selbst wir weder mit dem tatsächlichen Andrang auf dem Appalachian Trail (alleine am 01. April 2015 sind 500 „thru hiker“ vom Springer Mountain gestartet) und vor allem nicht mit dessen unangenehmen Konsequenzen gerechnet – mit denen wir in diesem Jahr konfrontiert worden sind.

Campsite Appalachian Trail

Da die Campsites oft überfüllt waren – schlugen wir häufig mitten im Wald unser Nachlager auf.

Schon von Beginn an hatten wir mit überfüllten Sheltern und Campsites zu kämpfen – was im Prinzip nicht weiter schlimm ist, da man in den meisten Gebieten auf dem Appalachian Trail auch einfach im Wald sein Zelt aufschlagen kann. Doch in den Great Smoky Mountains, wo ausschliesslich an den Shelter übernachtet werden darf, wurde es dann einfach nur noch nervig…

Doch viel gravierender war es für uns zu erleben, dass rund um den Appalachian Trail und dessen Shelter (Schutzhütten) mittlerweile eine Menge an Müll im Wald herum fliegt, einige der Shelter sind zudem bedauerlicherweise auch in einem eher schlechten Zustand oder sogar mutwillig zerstört.

Wie sich die Menschen auf dem Appalachian Trail verändert haben

Zurückzuführen ist das schlussendlich auf den Schlag an Menschen, der den Appalachian Trail mittlerweile überwiegend frequentiert – bestehend aus Wanderern, die sich nicht wirklich für die Natur interessieren, denen es nicht um das „Outdoor Erlebnis“ auf dem Appalachian Trail geht.

Wanderern, die auf dem Trail einzig und allein ihre persönliche „Challenge“ ausfechten – einen Wettkampf, der sich ausschliesslich um zurückgelegte Meilen, verbrannte Kalorien und verlorene Kilogramm dreht. Dabei verteilen sie rücksichtslos ihren Müll im Wald und an den Sheltern und hetzen mit laut aufgedrehter „Handymusik“ durch die Wälder – ganz so, als ob ihnen der Wald persönlich gehören würde.

Blue Mountain AT

Ein ungewohntes „Selfie“ auf dem Blue Mountain.

Statt den von uns geschätzten „Long-Distance-Hikern“ sind heute fast ausschließlich sogenannte „Renner“ auf dem Appalachian Trail unterwegs, die den ganzen Tag mit auf den Boden gesenkten Blick durch die Wälder hetzen und schon weit vor Sonnenuntergang wortlos in Ihren Zelten verschwinden – auch wenn sie so den eigentlichen Reiz des Fernwanderns bedauerlicherweise verpassen.

Für die allermeisten der aktuellen Wanderer auf dem Appalachian Trail ist das Fernwandern eine einmalige Sache, ein kurzes Abenteuer bevor sie zurück in ihren stupiden Alltag kehren. Es geht ihnen weder um die Natur oder das minimalistische Leben – für sie ist der Trail ausschliesslich ein Wettkampf um sich selbst und ihrem Umfeld etwas zu beweisen.

Wie sich das Umfeld des Appalachian Trails verändert

Bedauerlicherweise verändert sich mit den Wanderern selbst auch das Umfeld rund um den Appalachian Trail zunehmend – so hörten wir von einigen alteingesessen Hostels, am Wegesrand des Appalachian Trails, die mittlerweile geschlossen haben – da sie mit den Wanderern nicht mehr zurecht gekommen sind und deren Verhalten nicht länger tolerieren.

Auch die Trail Angels auf dem Appalachian Trail werden wohl zunehmend weniger, da sie die Massen an Fernwanderern nicht mehr bewältigen können und stark mit deren Umgangsformen und Einstellungen zu kämpfen haben.

Ganz persönlich ist uns aber am gravierendsten aufgefallen, dass das Umfeld des Appalachian Trails immer kommerzieller wird.

So mussten wir am eigenen Leib miterleben, dass fest vereinbarte Transfers kurzfristig abgesagt wurden – da der Betreiber ein besseres Geschäft mit anderen Wanderern abschliessen konnte.

Abend Appalachian Trail

Nur selten gab es nette Abende mit Gleichgesinnten an den Campsites.

Auch die „Preissteigerung“ rund um den Appalachian Trail nimmt mittlerweile teilweise absurde Formen an, so dass Grundnahrungsmittel ein vielfaches dessen kosten was man dafür im Supermarkt bezahlen würde oder einfache Transfers sogar teurer sind als eine Taxifahrt in deutschen Großstädten.

Leider setzt sich dies auch in vielen typischen Unterkünften für Appalachian Trail Fernwanderer fort – hier wird fleissig „abkassiert“, aber kein einziger Cent reinvestiert um einmal die Zimmer zu renovieren.

Unser Fazit zu den aktuellen Erlebnissen auf dem Appalachian Trail

Auch wenn ich hier nun fleissig all die negativen Seiten aufgezählt habe, die in der Summe letzten Endes zu unserer Entscheidung geführt haben den Appalachian Trail nicht weiterzulaufen, so hat sich natürlich nicht alles rund um den Appalachian Trail in den letzten zwei Jahren zum negativen entwickelt.

Im Gegenteil – wir hatten natürlich auch viele positive Erlebnisse und haben auch einige gleichgesinnte Wanderer getroffen mit denen wir uns sehr gut verstanden haben.

Appalachian Trail Nebel

Oft waren die Gipfel der Berge auf dem Appalachian Trail in dichten Nebel gehüllt.

Doch „unterm Strich“ war das einfach nicht genug für uns um 6 Monate unserer Lebenszeit für den Appalachian Trail zu investieren und sich dabei die überwiegende Zeit nicht vollkommen erfüllt zu fühlen.

Zugegeben! Vielleicht sind wir mit den Ansprüchen die wir selbst an uns & unser Leben stellen und vor allem mit unseren Vorstellungen von einer gelungenen Wanderung mittlerweile so etwas wie ein Sonderfall oder gar Aussenseiter – aber das ist uns persönlich ganz recht.

Auch wenn das für viele Menschen wahrscheinlich nicht nachvollziehbar ist – wir sehen es nicht als Niederlage, dass wir den Appalachian Trail nun doch nicht als „thru hike“ in einem Jahr komplett gelaufen sind und wir bereuen unsere Entscheidung auch nicht.

Für uns zählt einzig und alleine, dass wir bedingungslos unsere Wünsche und Träume leben und damit möglichst glücklich sind – dass das nicht immer klappen kann und man den Plan auch mal kurzfristig ändern muss ist da nur natürlich. So ist es halt das wahre Leben…

Wie es nun nach dem Appalachian Trail weitergeht

Während ich die letzten Zeilen dieses Blogartikels schreibe, sitzen wir gerade am Lagerfeuer auf unserer Campsite in den White Mountains in New Hampshire. Seit mehr als vier Wochen sind wir jetzt mit dem Mietwagen an der Ostküste der USA unterwegs und geniessen unsere Zeit in den traumhaft schönen Nationalparks und National Forests.

Newfound Gap AT

Start auf unsere letzten Etappen auf dem Appalachian Trail – Newfound Gap.

Die letzten Wochen haben wir vorwiegend genutzt um uns ein wenig zu entspannen und um fast täglich stundenlange Wanderungen zu unternehmen – u.a. sind wir mittlerweile auch noch einmal um die 100 Meilen auf den schönsten Abschnitten des Appalachian Trail gelaufen und haben viele Wanderungen in einsamen aber wunderschönen Gebieten unternommen an denen der Appalachian Trail nicht vorbeiführt.

Als nächstes steht für uns der Acadia Nationalpark in Maine auf dem Programm und danach soll es dann so langsam die Ostküste wieder hinunter gehen. Wir merken derzeit ein wenig, dass uns das Tauchen sehr fehlt und überlegen ob wir hier aus den USA nicht direkt auf die Malediven weiterfliegen…mal schauen wie wir uns entscheiden.

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48 Kommentare

  • Ulrich sagt:

    Hallo Ihr beiden,
    Ja, es ist schade, daß Ihr den Weg nicht bis zu Ende gegangen seid. Aber ich kann Eure Gründe für den Abbruch verstehen. Bei mir und meiner Schwester wird es noch einige Zeit, wenn nicht ein paar Jahre dauern, bis wir uns auf den Weg machen können. Aber wir wollen es trotz der negativen Erfahrungen die Du beschreibst, versuchen. Wegen des Mülls – vielleicht sollten die Behörden da ein besseres Auge drauf haben und wirklich drastische Strafen verhängen wenn jemand erwischt wird. Und vielleicht sollten auch die Amerikaner selber denen das Ganze unmögliche Benehmen der jungen Leute auf die Nerven geht auch einmal daran denken, daß trotz der Menge unmöglichen Volkes auf dem Trail, auch noch immer nette und freundliche Thru-Hiker unterwegs sind. Aber sind Amerikaner nicht im allgemeinen oberflächlich wie ich von einem Freund gehört habe?
    Noch einmal – schade, daß Ihr trotz der unegnisse in diesem Jahr abgebrochen habt.
    Viele Grüße aus Berlin

    Uli

    • Christian sagt:

      Hallo Uli,

      danke Dir für Deine Einschätzung – natürlich wollen wir mit unseren persönlichen Ansichten auch niemand davon abhalten den Weg zu laufen. Im Gegenteil, jeder der davon träumt sollte es auch versuchen…nur für uns war es unter diesen Umständen nicht wirklich das richtige. Was den Müll angeht, so sind die Gebiete einfach viel zu groß für eine Kontrolle. Selbst in den NP trifft man nur sehr selten Ranger auf den Wanderwegen.

      Das alle Amerikaner generell sehr oberflächlich sind würde ich so nicht unterschreiben, in den ländlichen Gegenden ist meines Erachtens eher das Gegenteil der Fall – zudem sollte man das nicht pauschalisieren. 🙂

      Für uns ist das wie gesagt kein Beinbruch, dass wir den AT nun nicht als thru hike gelaufen sind…wir wandern jedes Jahr längere Strecken, die uns einfach besser gefallen und auch im Moment sind wir ja auf vielen Tageswanderungen unterwegs.

      Beste Grüße & viel Erfolg bei Eurem Vorhaben, Christian

  • tenna15 sagt:

    Hallo,

    kann Euren Entschluß nicht ganz nachvollziehen. Ich glaube jeder muss für sich seinen Grund finden warum laufe ich den Trail. Daraus ergibt sich auch wie ich meinen Trail laufe mit der Natur oder nur nach Meilen. Ich glaube nicht das ihr dort ein Sonderfall seid, da es viele gibt die sich erfreuen an der Natur und „ihren“ Trail laufen. Der Eine macht Leistungssport daraus und der Andere will für 6 Monate aussteigen, Freiheit geniessen und Natur erleben. Wie hieß der Beitrag in der Zeitung von Euch „Die Reise ihres Lebens“. Wir durften von der Planung bis zum Start bei unseren Kindern es miterleben und erleben jetzt das sie ihren Weg gehen und geniesen den Trail mit Höhen und Tiefen. Natürlich leiden wir auch mit wenn es kalt ist und freuen uns über jedes Foto oder die Stimme am Telefon. Sie hatten auch von einigen erzählt die nur Meilen machen und am Tag 39 Meilen laufen nur um schnell anzukommen. Jeder hat sein Ziel vor Augen und jeder gestaltet es sich so wie er mag. Nur das die Natur darunter leidet finde ich auch nicht schön und die Nachwelt sollte noch etwas davon haben.
    Ich wünsche Euch noch eine schöne Zeit und viele Erfahrungen und Begegnungen.

    • Christian sagt:

      Hallo Tenna15,

      zunächst einmal ist der Zeitungsartikel zwar eine nette Promotion für unseren Blog gewesen, aber wie das so ist…hat er nur wenig Wahrheitsgehalt. Nicht der AT ist die „Reise unseres Lebens“…sondern wenn überhaupt unser Leben selbst.

      Fernab davon ist es natürlich vollkommen ok wenn Du anderer Meinung bist als wir – aber das ändert nichts an unseren persönlichen Empfindungen und Einschätzungen, schliesslich haben wir das ganze „live“ erlebt und können uns ein ganz gutes Bild machen, da wir auch viele andere Wanderregionen in den USA seh gut kennen.

      Danke Dir für Deine Wünsche – wir genießen weiterhin unsere Zeit auf Reisen und sind gerade unterwegs in den Acadia NP, wo wir auch noch ein paar Meilen wandern werden. 🙂

      Beste Grüße, Christian

  • Patrick sagt:

    Hallo Christian,

    ich kann es auch nachvollziehen, dass die geschilderten Umstände euer Erlebnis stören. Du sprichst damit indirekt auch eine heikle Problematik an. Eine Gratwanderung zwischen „Leute in die Natur schicken, um für sie zu werben“ und „Leute von der Natur fernhalten, um sie zu schützen“. Prinzipiell sehe ich gerne, wenn sich Menschen durch z.B. „Wild“ inspiriert fühlen und selbst das Abenteuer suchen. Die Hoffnung, dass solche Erlebnisse bei dem einen oder anderen den Bezug zur Natur ändern, wird dann leider von den vielen übertüncht, die aus den falschen Gründen laufen. Wahrscheinlich sind es besonders die, die dann rücksichtslos ihre Spuren hinterlassen.
    Als Naturliebhaber muss man dem Pöbel wohl immer einen Schritt voraus sein und während Wege populärer werden, sich selbst neue erschließen. Und genau das tut ihr gerade und ich finde es gut, dass ihr nicht an der Route klebt, bloß weil sie einmal so geplant war.

    Viel Spaß weiterhin!

    • Christian sagt:

      Hey Patrick,

      auch Dir vielen Dank für Deinen Zuspruch. 🙂 Du hast schon recht – es ist eine „Gratwanderung“…und wir finden es ja prinzipiell auch gut, wenn Menschen etwas neues ausprobieren. Wir haben ja auch irgendwann mal mit dem Fernwandern angefangen.

      Unser Problem war einfach, dass wir uns einfach aus den besagten Gründen unter den „thru hikern“ nicht wohl gefühlt haben die um uns rum unterwegs waren…da bei vielen auf den ersten Blick klar war, dass diese keinen (nennen wir es mal) „Draht zur Natur“ suchen, aber da wollen wir auch nicht alle über einen Kamm scheren oder irgendwen verurteilen. Jeder soll das tun oder eben auch nicht was ihn Glücklich macht und das haben wir getan.

      Extrem schade ist es nur, dass wir halt auch eine Menge Erlebnissen mit Menschen hatten, die extrem Rücksichtslos waren…was den Müll oder z.B. die Handymusik angeht – sowas muss einfach nicht sein.

      Für uns war die Entscheidung in jedem Fall richtig – wir sind die letzten Wochen viel hier in den Nationalparks unterwegs gewesen – auf wunderschönen Wanderwegen auf denen man nur gelegentlich auf ein paar Gleichgesinnte trifft…da ist es ganz schön, dass die Amerikaner in der „breiten Masse“ so lauffaul sind. 😉

      Beste Grüße, Christian

  • Elke sagt:

    Ich kann euch so gut verstehen.
    Ein Kollege ist dort vor Jahren unterwegs gewesen und hat die Einsamkeit und Besonderheit dieses trails erlebt und schätzen gelernt. Er plant eine neuerliche Wanderung und ich bin sehr gespannt auf seine Einschätzung, die vermutlich deiner sehr ähnlich sein wird, weil er aus ähnlichen Gründen dort unterwegs war.

    Ich finde es gut mit der eigenen Lebenszeit sorgsam umzugehen und solche Unternehmen abzubrechen, wenn es nicht passt. Dafür beide Daumen hoch!

    Liebe Grüße
    Elke

    • Christian sagt:

      Hallo Elke,

      ich bin gespannt welche Erfahrungen Dein „Kollege“ macht…

      Das wir mit unserer Lebenszeit sehr sorgsam umgehen – und soweit es geht jede Sekunde geniessen, darauf kannst Du sich verlassen…! 😀

      Beste Grüße, Christian

  • Susan Logue sagt:

    Hi, you two. Glad to read about your decision. I have to agree with you that the AT has lost a lot of the charm that attracted me to it as well. I went out again this spring for a bit and saw much the same as you all did. It is not a contemplative wandering in the wilderness – rather, it is more of a competition. My approach now is similar to yours. Visit some of the great national parks and wilderness areas and take in some of the AT sections during slower times, I know you are having a wonderful time. Enjoy!

    • Christian sagt:

      Hey Susan,

      you’re right – it’s very sad how the AT changed in this short period. 🙁 But that’s how it works…

      We enjoyed our last weeks in the Smokies & White Mountains – with some great lonely hikes beside the AT. Yesterday we arrived in the Acadia NP and it’s so beautiful… 🙂

      Best wishes, Nadja & Christian

  • Laura sagt:

    Hallo ihr beiden!
    Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich eure Entscheidung, euren Thru-hike abzubrechen, vollkommen verstehen kann. Wenn einen etwas nicht glücklich macht – warum weitermachen? Es hört sich an, als hättet ihr auch so gerade eine sehr schöne Zeit in Amerika, die ich euch auch weiterhin von Herzen wünsche.

    Dennoch muss ich gestehen, dass ich viele eurer Ansichten, die ihr hier im Artikel zum Ausdruck bringt, überhaupt nicht teilen kann.
    Ich war vor zwei Jahren auf dem Trail unterwegs, also auch schon zu einer Zeit, in der der AT wirklich gut besucht war, um es mal nett auszudrücken.
    Ich habe nur selten mein Zelt aufschlagen müssen, weil kein Platz mehr im Shelter war, und auch von den Lagerfeuer-Abenden gab es auf meiner Wanderung so einige.
    An Müll im Wald kann ich mich eigentlich gar nicht erinnern, genauso wenig habe ich Menschen getroffen, die mit lauter „Handymusik“ durch den Wald rennen.

    Ich selbst war vor zwei Jahren eine dieser „jungen und unerfahrenen Wanderer“, zwar nicht motiviert durch irgendwelche Hollywoodfilme, sondern durch die Phoenix-Doku über den AT, aber ich fühle mich in eurer Kritik auch ein bisschen angesprochen und kann das nicht ganz nachvollziehen. Falls ihr an dieser Stelle mit unerfahren unvorbereitet meint, kann ich euch nur beipflichten: Natürlich hab ich es am Anfang auch erlebt, dass Leute in Jeans und Flanellhemd völlig durchnässt auf dem Trail waren, weil sie sich überhaupt nicht darüber informiert hatten, was sie erwartet (oder sie eine total falsche, romantische Vorstellung vom Trail hatten). Das ist unverantwortlich und eine gute Vorbereitung im Voraus muss unbedingt sein, das seh ich genauso.
    Aber an „jung und unerfahren“ ist meiner Meinung nach erstmal nichts auszusetzen. Je eher man anfängt, seine Träume zu leben, umso besser. Und Erfahrungen sammelt man auf dem Weg, jeder fängt schließlich unerfahren an. Und wenn man sich halt gleich den AT vornimmt: Warum nicht?
    Ich muss zugeben, auch ich konnte mit vielen der jungen „College kids“, die auf dem Trail rumlaufen, nichts anfangen, aber ich wollte gerade nur mal betonen, dass man nicht alle jungen Wanderer gleich abstempeln darf!

    Ihr schreibt in eurem Artikel, dass es vielen Wanderern nicht um das „Outdoor-Erlebnis“ geht, und auch da muss ich sagen: Na und? Meiner Ansicht nach gibt es sehr viele legitime Gründe, sich auf eine solche Wanderung zu begeben, und nicht bei allen muss das Natur-Erlebnis im Vordergrund stehen. Ich habe viele Wanderer getroffen, die zum Beispiel eine geliebte Person verloren haben, und Zeit zum Verarbeiten und zum Nachdenken brauchten. Oder Menschen, die einfach an einem Punkt in ihrem Leben angelangt waren, wo sie nicht mehr glücklich waren oder nicht mehr weiterwussten, und die einfach gehofft haben, eine neue Perspektive zu finden. Natürlich sollte jeder, egal welche Motivation, einen grundsätzlichen Respekt für die Natur bei so einer Wanderung mitbringen, aber meiner Erfahrung nach war das auch bei der großen Mehrheit aller Wanderer der Fall, selbst wenn es den Leuten nicht vorwiegend um das Natur-Erlebnis ging. Ich finde, man braucht kein minimalistisches Leben zu führen oder sein Leben nach dem Trail komplett umzukrempeln, um seine „Berechtigung“ auf dem Trail zu haben.

    Ich finde es schade, dass ihr auch mit den Shuttles und Trail Angels so schlechte Erfahrungen gemacht habt. Ich habe auf meiner Wanderung sehr viel „Trail Magic“ erleben dürfen, und auch die Shuttle-Fahrer waren zuverlässig und unheimlich hilfsbereit. Lediglich die Kritik an den Essens- und Hostelpreisen kann ich teilen, allerdings kann man das (zumindest was das Essen angeht) ja oft umgehen, indem man in den „normalen“ Supermärkten einkauft.

    Ich kann hier natürlich nicht beurteilen, wie der Trail noch aussah, als ihr vor einigen Jahren unterwegs wart, und habe entsprechend keinen Vergleich. Ich schätze auch, dass ihr durch vorherige Erfahrungen, eure Erwartungshaltung usw. den Trail einfach ganz anders wahrgenommen und beurteilt habt als ich. Das alles kann ich nicht be-urteilen und will eure Sicht auch noch weniger ver-urteilen.
    Ich kann mir aber einfach schwer vorstellen, dass sich allein in den letzten zwei Jahren sooo viel verändert hat, und musste jetzt einfach mal eine Lanze für den Appalachian Trail und seine Community brechen, so wie ich sie erlebt habe. Ich habe nämlich noch nie vorher so viel Hilfsbereitschaft erlebt, so eine tolle Gemeinschaft und gleichzeitig so viel Ruhe. Ich habe wunderbare Freunde gefunden, und kann auch berichten, dass es für die meisten eben nicht möglich war, danach wieder in ihren „stupiden Alltag“ zurückzukehren, sondern dass die meisten vom Trail sehr verändert zurückkommen.
    Deshalb: mir liegt es fern, euren Artikel zu verunglimpfen oder ähnliches (falls das so rüberkam, entschuldige ich mich!), ich wollte nur zukünftige Wanderer ermutigen, ihre eigenen Erfahrungen auf dem AT zu sammeln, weil man da wirklich auch eine tolle Zeit haben kann. 🙂

    Und als abschließender Hinweis: Wenn es eure vorrangige Absicht war, 6 Monate Ruhe in der Abgeschiedenheit zu haben, wäre ich das Vorhaben an eurer Stelle ganz anders angegangen, da es ja nun mal kein Geheimnis ist, dass der AT inzwischen so „überlaufen“ ist (dachte ich zumindest…). Ich wäre entweder SOBO gegangen, wäre später losgegangen oder hätte einen flip-flop oder ähnliches veranstaltet, um am Anfang nicht direkt in der „hiker bubble“ zu landen. Ich war zum Beispiel auf meiner Wanderung aufgrund meines langsamen Tempos infolge einiger Verletzungen irgendwann doch mit einer sehr überschaubaren Gruppe von Leuten unterwegs, nicht selten hatte man die Shelter für sich alleine… aber das nur als Anmerkung. 😉

    Viele liebe Grüße & noch eine schöne Zeit auf eurer Reise!
    Laura

    • Christian sagt:

      Hey Laura,

      danke Dir für Deinen ausführlichen Kommentar. Wir waren ja auch vor 2 Jahren auf dem Trail unterwegs…und gerade deshalb waren wir ja von den Veränderungen in der kurzen Zeit so überrascht. 🙁

      Du hast schon recht – wir waren alle mal jung und unerfahren…und es liegt mir fern hier jemanden für seine Beweggründe den AT zu laufen zu verurteilen…das muss sicherlich jeder ganz für sich selbst entscheiden. Allerdings hört es dann einfach auf, wenn jeglicher Anstand abhanden kommt…wie z.B. bei der Geschichte mit dem Müll und der „Handymusik“ – glaub mir wir haben auch ganz schön große Augen gemacht, als das „Orchester“ bei einer Pause an uns vorbeigelaufen ist…und das blieb leider kein Einzelfall.

      Wie dem auch sei – aus unserer Sicht ist es schade, wie sich der AT entwickelt…aber das ist nunmal leider der Lauf der Dinge, schliesslich haben wir das schon ganz ähnlich an anderen Orten erlebt. Nichtsdestotrotz…können wir hier nur berichten, wie das ganze persönlich auf uns gewirkt und was es in uns ausgelöst hat, ob diese Veränderungen dann gut oder schlecht sind muss letzten Endes jeder für sich selber beurteilen – wir verurteilen da niemanden, sondern haben lediglich das Resümee für gezogen, dass es für uns halt nicht passt.

      Was Deinen Hinweis angeht – so schlau waren wir selber, aber zeitlich liess sich das nicht anders machen als im März zu starten und da kam nur SOBO in Frage…FlipFlop zu laufen wäre dann einfach zu teuer geworden, erst recht bei dem Preisanstieg.

      Beste Grüße & vielen Dank für Deine Wünsche, Christian

  • Mischa sagt:

    Hi Christian,

    auf sich und seine innersten Bedürfnisse zu hören, ist und wird niemals eine Niederlage sein. Aber das weißt du ja selbst am besten 🙂

    Ich beglückwünsche Euch zu dem Entschluss und der Konsequenz, einfach immer das Beste aus dem Leben herauszuholen – vollkommen egal, wie vorher die Pläne/Ziel waren.

    Liebe Grüße

    Mischa

    • Christian sagt:

      Hey Mischa,

      danke Dir – da Du ja häufiger auf unserem Blog vorbei schaust…weißt Du ja, dass wir immer das Beste aus allem machen. 😉

      Beste Grüße, Christian

  • sagt:

    deshalb wird der Jacobs Weg auch Idioten Rennbahn genannt. Ich kann euch verstehen.

    • Christian sagt:

      Ja, daher sind wohl die meisten Jakobswege auch nicht das richtige für uns…obwohl es bestimmt auch noch einige schöne – weniger stark frequentierte Ecken gibt.

      Beste Grüße, Christian

  • Hallo ihr beiden, schade, dass eure Tour so geendet ist. Aber ihr habt vollkommen recht, wenn es keinen Spaß mehr macht, sollte man es einfach lassen. Schade auch, dass es da draußen so viele Ignoranten gibt. Aber die Welt ist ja groß und vieles noch immer unentdeckt. Ich bin sicher, ihr findet neue großartige Herausforderungen. Und genießt das Tauche, solltet ihr auf die Malediven fliegen. Hier in München regnet es seit Tagen durch und es gibt auch keine Aussicht auf Besserung. So Long!

    • Christian sagt:

      Hallo Florian,

      ja – schade ist es sicherlich…aber wie heißt es so schön: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende!“ Unter diesen Umständen war es einfach nicht das richtige für uns auf dem AT.

      Malediven haben haben wir gerade fix gebucht – im Juni für 3 Wochen…eine Woche Boot & zwei Wochen noch auf eine Insel. 😉

      Beste Grüße, Christian

  • Laura sagt:

    Hallo Christian,
    danke für deine Antwort! Dass ihr auch erst vor zwei Jahren auf dem Trail unterwegs wart, hatte ich gar nicht so präsent, ich dachte irgendwie, bei euch wäre das schon etwas länger her gewesen… Jetzt bin ich doch ein bisschen schockiert, wenn sich innerhalb dieser zwei Jahre wirklich so vieles verändert hat. 🙁
    Ich werde voraussichtlich 2017 wieder auf dem AT unterwegs sein, da kann ich ja nur hoffen, dass sich der Rummel bis dahin wieder etwas gelegt hat und ich nicht so enttäuscht werde wie ihr. Vielleicht werde ich aber vorsichtshalber vorher noch mal auf euch zuzurückkommen und mir ein paar Tipps holen, falls ich auch einen „Plan B“ brauche; ihr scheint ja inzwischen in Amerika schon recht viel rumgekommen zu sein, vielleicht verratet ihr mir ja dann ein paar schöne Ecken. 😉
    Viele Grüße!
    Laura

    • Christian sagt:

      Hey Laura,

      wir sind die letzten 4 Jahre jedes Jahr Teile des AT gelaufen – aber meistens so, dass wir zu Zeiten an Orten waren wo nur wenige „thru hiker“ unterwegs waren…für 2017 drücke ich Dir die Daumen, wenn allerdings jetzt der „A Walk In The Woods“ Film rauskommt, glaube ich nicht daran dass sich der Trubel legt. 🙁

      Ja, wir sind in den USA schon eine Menge kurze & längere Wege gelaufen und haben bis auf den AT dieses Jahr eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht – gern kannst Du dich für ein paar Tipps oder einen Plan B melden.

      Beste Grüße, Christian

      • Uli sagt:

        Hallo Christia,

        Ich bin’s nochmal. Ich habe noch einmal über das gesagte nachgedacht und möchte sagen, daß alles Schöne auf der Welt nicht nur einem alleine gehört zu dessen persönlichen Vergnügen. Das ist jetzt nicht böse Dir gegenüber und Deiner Freundin gemeint,aber trotzdem als eine kleine Kritik an Deinem Geschriebenen. Ich denke, dessen sollte man sich sicher sein, daß man auch auf so einem Wanderweg nicht alleine sein wird. Vor allem sollte man dann, jetzt mal auf Deine Bechreibung und mich bezogen, sicher sein, daß nicht nur der Natur- und Ruheliebende diesen Weg gehen wird, sondern auch der Raser und Musikhörende.Den Müll blende ich nicht aus, sondern will ihn als für ,ich den einzigen wirklichen Negativpunkt extra behandelt wissen. An dieser Stelle sollte man dann auch ausblenden können, was an Negativseiten auf dem Trail auftauchen können und sich auf das konzentrieren was es an Schönem gibt.
        Ich habe einmal auf Deinen Post hin an die Trailorganisatoren geschrieben und um deren Meinung zu den von Dir angesprochenen Punkten gebeten. Sollte ich eine Antwort bekommen werde ich sie natürlich allen hier gerne mitteilen.
        Bis dahin wünsche ich Euch ein schönes Wochenende, ein paar schöne Feiertage

        Uli

        • Christian sagt:

          Hallo Uli,

          offen gesagt – kann ich Deine „kleine Kritik“ jetzt nicht ganz nachvollziehen. Natürlich gehört uns weder dieser noch ein anderer Wanderweg und Ich habe ja auch mit keinem Wort gesagt, dass nicht jeder die Berechtigung hat den AT zu laufen…im Gegenteil, ich habe ja weiter oben bereits geschrieben, dass jeder den AT laufen soll der davon träumt – aus welchen Beweggründen auch immer.

          Was ich allerdings beeinflussen kann ist die persönliche Entscheidung, die wir daraus ziehen und das haben wir ja auch getan. Im übrigen hatten wir auch nicht die Vorstellung alleine auf dem Trail unterwegs zu sein – sondern lediglich dort auf Menschen zu treffen, die mehr auf unserer „Wellenlänge“ liegen.

          Dass ich ganz persönlich die Meinung vertrete, dass es schade ist, wenn Menschen Wanderwege wie den AT laufen – die eigentlich keine große Verbindung zur Natur haben…kannst Du mir gerne ankreiden. Das ist nunmal meine persönliche Meinung. Zudem finde ich generell, dass man sich auf dem AT oder auf anderen Wegen auch etwas respektvoll anderen gegenüber benehmen kann und dazu gehört nunmal, dass ich nicht mit lauter Musik aus dem Handy durch den Wald laufe…sondern zumindest einen Kopfhörer benutze und dass ich insbesondere die Shelter und Wege sauber und unbeschädigt hinterlasse.

          Wenn Du da allerdings anderer Meinung bist, ist auch das ok…wir sind generell keine Menschen die versuchen irgendwem unsere Sichtweise aufzudrängen.

          Gerne kannst Du die Antwort der AT Conservancy hier mitteilen – mir ist nur nicht ganz klar was das bringen soll oder was Du da an Antwort erwartest? 😉

          Beste Grüße & Dir auch noch ein schönes Wochenende…, Christian – hier in den USA ist Pfingsten übrigens kein Feiertag. 😉

          • Uli sagt:

            Lieber Christian,

            Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.Das Du so geantwortet hast wie Du es getan hast, ist vollkommen in Ordnung. Und das mit der Antwort der Conservancy habe ich deshalb versucht, weil ich, immer wenn ich ein problem mit etwas hatte, den Betreffenden angeschrieben habe und auch immer eine Antwort erhalten habe;ob so etwas immer befriedigend ist und ob man damit etwas ändern kann, sei einmal dahingestellt.
            Warum ich geschrieben habe? Ich hatte oben geschrieben, daß mein Freund der ein Jahr lang in den USA lebte um sein Abitur zu machen, in diesem Jahr festgestellt hat, für sich wohlgemerkt, das die Amerikaner im allgemeinen doch sehr oberflächlich seien. Und das so sehr negatives in Deinen Berichten steht, was sich in zwei Jahren zu Ungunsten des Trails entwickelt hat, sollte, so bin ich der Meinung, auch in offizielle Ohren gelangen.
            Ich weiß ja nicht, ob sich auch andere über die Zustände auf dem Trail „beschweren“, aber nachdem die Conservancy ja auch Verhaltensregeln herausgibt, sollten sie auch darauf achten, daß diese befolgt werden. Thru-Hiker, vor allem aus dem Ausland, geben viel Geld während ihrer Wanderzeit aus, unterstützen dadurch Menschen die entlang des Trails und von den Thru-Hikern leben.
            Da sollte man doch schon darauf achten, daß die Regeln die man selbst aufstellt, auch eingehalten werden, wenn das sicher in manchen Bereichen des Trails schwierig ist. Und da warte ich eben auf die Antwort und werde sehen, ob sich das was meint Freund mir erzählte sich bewahrheitet. Sicher, man darf nicht alle Amerikaner über einen Kamm scheren wie Du selbst gesagt hast. Ich bin aber mal auf die Antwort gespannt, wenn es denn eine gibt.
            Ich hoffe doch sehr, daß Du mir meine Meinung zu Deinem obigen Post nicht übel nimmst.
            Ich wünssche Dir und Deiner Freundin noch eine schöne Zeit auf den Wegen die Ihr noch vor Euch habt.
            Viele herzliche Grüße aus Berlin

            Uli

          • Christian sagt:

            Hallo Uli,

            zunächst einmal nehme ich Dir natürlich nichts übel – hier kann sich jeder frei äussern, solange er niemanden beleidigt oder unsachlich angreift. Zudem sind wir schon kritikfähig und können gut damit umgehen, dass nicht immer alle Menschen unsere Meinung teilen…wäre ja auch irgendwie schade, wenn immer alle der gleichen Meinung wären. 😉

            Ansonsten kann ich Dir sagen, dass die Probleme die wir angesprochen haben in den USA natürlich bekannt sind – auch bei der Conservancy. In den einschlägigen Blogs kann man eine Menge über die Veränderungen auf dem AT lesen und auch sehen, dass wir aus genannten Gründen nicht die einzigen sind, die sich entschieden haben den AT nicht weiter zu laufen. Susan z.B. – die hier auch kommentiert hat…ist LongDistanceHikerin aus den USA & ist jedes Jahr etliche Meilen unterwegs – auch sie wollte dieses Jahr wieder ein paar Meilen auf dem AT laufen und hat ihre Meinung nach ein paar Tagen geändert.

            Was die Conservancy angeht kann ich Dir sagen, dass die sich sehr verhalten äußern werden – schliesslich lebt die Organisation zu 100% von Spendengeldern…da wird man wohl kaum wollen, dass Probleme des AT breitgetreten werden. Was die Kontrolle angeht, so ist ein so langer Wanderweg nicht kontrollierbar…schon gar nicht finanziert aus Spendengeldern – selbst in den Nationalparks sieht man kaum Ranger, da diese schon alle Hände voll zu tun haben…die normalem Tagestouristen von „Dummheiten“ abzuhalten. Klare Indizien, dass aber auch die Conservancy ganz genau weiß, dass sich etwas ändern muss sind z.B. Freiwillige die in der „Hauptstartphase“ (März & April) auf den ersten paar hundert Meilen auf dem Trail unterwegs sind und die Wanderer dazu aufrufen sich zu „benehmen“…das war früher nicht nötig.

            Nunja – ich bin in jedem Fall gespannt ob Du eine Antwort bekommt und ob diese Deinen Erwartungen entspricht…

            Beste Grüße, Christian

  • Moritz sagt:

    Sehr schade wenn schöne Dinge zum Opfer ihres eigenen Erfolgs werden. Für uns war der Unterschied so krass als wir im Torres del Paine Nationalpark das O wanderten. Die ersten 3 Tage quasi alleine und dann der absolute Touristenwahnsinn mit total ausgelatschten Pfaden, zum teil waren die Furchen einen halben Meter tief…

    • Christian sagt:

      Hallo Moritz,

      da hast Du leider vollkommen recht – aber das ist leider nunmal der Lauf der Dinge und wir haben das schon an etlichen Orten miterleben müssen… 🙁

      Beste Grüße,

      Christian

      • Uli sagt:

        Schade, bei mir wird es leider nichts werden mit dem A.T. Warum geht man auch zum Orthopäden. Zwei Bandscheibenvorfälle, Arthrose in den Hüften und Knien. Der Arzt hat mir diese Art des Wanderns verboten, sonst sitze ich bald im Rollstuhl und da habe ich keine Lust drauf. Vielleicht hätte ich das ganze doch einige Jahre früher angehen sollen. Es ist nur traurig das ein Traum den Bach runtergeht.

        Trotzdem viele Grüße aus Berlin

        Uli

        • Christian sagt:

          Hallo Uli,

          wir werden alle nicht jünger – aber davon darf man sich nicht unterkriegen lassen…es gibt viele schöne Wanderungen, die sicherlich auch Du meistern kannst! Also Kopf hoch…! 😀

          Beste Grüße von den Malediven, Christian

  • Barbara sagt:

    Hallo,

    das sich der „Spirit“ rund um den Trail verändert hat, habe ich dieses Jahr schon beim lesen der deutschen Blogs (zwischen den Zeilen) bemerkt, konnte es aber nicht genau definieren. Geahnt, das sich aufgrund der vielen begeisterten Berichte die in den Medien auftauchten, da was negatives entwickeln würde, habe ich schon seit einiger Zeit. Kennt man ja schon, siehe Messner und die Besteigung des Mount Everest. So interessant die vielen Berichte von euch auch sind, ein Thema das die breite Masse der Leser begeistert, wird unweigerlich zu dem führen, was sich gerade am Appalaichian Trail entwickelt. So froh ich auch über die wirklich tollen Erzählungen bin, so traurig stimmen mich diese Veränderungen. Was wird wohl aus dem Trail werden, wenn erst der letztes Jahr dort gedrehte Film von Robert Redfort in die Kinos kommt……….
    Wenn ich an eurer Stelle gewesen wäre, hätte ich genauso entschieden. Es gibt genug andere, unglaublich schöne Fleckchen auf unserer einzigartigen Erde, wo man die unglaublich tolle Natur genießen kann. Oft muss man noch nicht einmal sooooo weit fahren.
    Euch alles Gute und liebe Grüße aus dem Rothaargebirge
    Barbara

    • Christian sagt:

      Hallo Barbara,

      Du hast vollkommen recht – die Entwicklung auf dem Trail war natürlich irgendwie abzusehen. Wir waren aber doch überrascht wie schnell das alles jetzt vor sich ging – da wir ja extra noch vor dem AT Film auf den Trail sind. Nunja, es lässt sich halt nicht ändern und wir haben ja das für uns Beste draus gemacht… 😉

      Dir auch alles Gute & beste Grüße, Christian

  • Nils sagt:

    Also ich kann die Gründe für euren Abbruch gut verstehen. Ich denke aber auch das man es akzeptieren muss, wenn Menschen eine solche Wanderung eher als persönliche Challenge sehen anstatt die Natur an sich in den Vordergrund zu stellen. Veränderung gibt es immer. Nicht tolerieren sollte man aber die zunehmende Müllbelastung. Hier sollten auch die Behörden stärker durchgreifen.
    Grundsätzlich ist aber meiner Meinung nach nur nachvollziehbar, wenn mehr Menschen raus in die Natur wollen, wenn auch nur für begrenzte Zeit. Nicht jeder kann und will einen komplett Ausstieg.
    Euch noch viel Spaß im Acadia Nationalpark. Ich bin in 10 Tagen auch dort und freue mich schon wahnsinnig auf die tolle Natur der Ostküste.
    LG Nils

    • Christian sagt:

      Hallo Nils,

      danke Dir für Deine Einschätzung. Offen gesagt sehe ich das aber etwas anders als Du, denn wer sich nicht für die Natur interessiert soll doch lieber andere Wege laufen…das wäre aus meiner Sicht passender. Allerdings ist das nur meine ganz persönliche Meinung und ich bin natürlich nicht der „Richter über Gut & Böse“ – daher kann natürlich jeder machen was er möchte…nur wir müssen das dann halt eben nicht immer teilen. 😉

      Wünsche Dir viel Spass im Acadia NP – wir sind mittlerweile zum Tauchen auf den Malediven! 😀

      Beste Grüße aus dem Ari-Atoll, Christian

  • Nico sagt:

    Hiho,
    ich bin gerade auf dem AT, eine Woche von Harpers Ferry entfernt. Und ich bezeichne mich nicht als “Renner“. Für mich wär’s einfach langweilig nur 12 Meilen täglich zu gehen. Die wahren Renner kriegt man eh nicht zu Gesicht, sondern hört immer nur von ihnen.
    Ich denke, ihr habt einfach zu früh das Handtuch geworfen. Auf den ersten 300 oder 400 Meilen war zugegebenermaßen viele “Spinner“ unterwegs. Mit der Zeit haben die meisten von denen aufgegeben und die “vernünftigen“ Leute sind übrig geblieben. Natürlich ist einem nicht jeder sympathisch. In den 8 Wochen die ich jetzt hier bin, waren die Shelter allerdings nur 3x voll, sodass ich das Tarp aufgespannt hab. Und ein zerstörtes Shelter hab ich auch nie gesehen… das mit dem Müll stimmt, zumindest für die ersten paar hundert Meilen. Vor ein einigen Tagen habe ich drei Thru-Hiker getroffen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Trail zu säubern. Bis jetzt haben sie über 450 Pfund aufgesammelt. Das meiste davon in den ersten Tagen/Wochen, wenn die meisten aufgeben.
    Mein Tipp an alle, die den AT wandern wollen: trainiert vorher, sodass ihr nicht so früh starten müsst, wenn die Menschenmassen auf dem Trail unterwegs sind.

    Grüße
    Nico

    • Christian sagt:

      Hallo Nico,

      es freut mich zu hören, dass es für Dich auf dem AT gut läuft…

      Uns war schon klar, dass sich einiges zum positiven ändern wird wenn wir weiter Richtung Norden kommen – allerdings wollten wir persönlich einfach nicht so lange warten. Allerdings ist das für uns nicht tragisch, wir haben auch so eine gute Zeit und nach 10 Wochen USA jetzt auf die Malediven zum Tauchen geflogen…

      Wir drücken Dir die Daumen, dass Du den AT mit viel Spass zu Ende läufst!

      Beste Grüße, Christian

  • Kathrin sagt:

    Hallo Christian,

    es ist wirklich schade zu hören, dass sich der AT so stark verändert hat. Ich fand deinen Beitrag super spannend und aufschlußreich in mehrerlei Hinsicht.

    Zum einen suche ich auch immer nach neuen Herausforderungen und Weitwanderwegen und hatte den AT auch schon mental auf meine Liste gesetzt. Das aber inzwischen die Massen (ähnlich wie beim Jakobsweg) auch hier angekommen sind, hätte ich nicht gedacht.

    Zum anderen habe ich eine ähnliche Erfahrung auf dem Jakobsweg gemacht. Vor drei Jahren war ich damals in Spanien allein unterwegs und damals war es tatsächlich noch ein Pilgerweg. Ich hab in alten Bahnhofshallen geschlafen, durchgefroren in einer zugigen Scheune Notlager aufgeschlagen und habe Menschen und Geschichten aus aller Welt in gemütlicher Runde abends kennen gelernt. Von einem fliegenden Doktor aus Süd-Afrika und einen jungen Koreaner, welcher aus Erziehungsgründen auf dem Jakobsweg unterwegs war, habe ich die besten und unterschiedlichsten Menschen getroffen. Ich habe von einem Italiener, welcher mit Panikattacken zu kämpfen hatte, wie man richtig italienische Pasta macht und hab gelernt das Leben neu zu schätzen. Kurz um, die Reise war ein Traum und der Start meiner Wanderleidenschaft. Ende letzten Jahres war ich noch einmal auf dem Jakobsweg und mir wird erst nach deinem Artikel klar wie ähnlich meine Erfahrungen waren und warum die Euphorie dieses Mal ausblieb. Der Jakobsweg war schon immer frequentiert und das war auch für mich durchaus ein Grund mich zu trauen alleine loszupilgern. Aber die letzten zwei Jahre haben den Weg und die eigentlichen Gründe ihn zu laufen, komplett untergraben. Wenn ich über meinen zweiten Jakobsweg im letzten Jahr nachdenke, dann habe ich nur Menschen kennen gelernt, die es leider nicht geschafft haben in wirklicher Erinnerung zu bleiben. Es war … nett aber mehr auch nicht.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich kann deine Erfahrungen sehr gut nachempfinden (auch wenn ich wahrscheinlich gerade von einigen gelyncht werde weil ich AT und Jakobsweg mehrfach in einem Satz verwendet habe 🙂 ) und es tat gut zu lesen, dass es tatsächlich noch andere Reisende gibt, die ähnliches schätzen wie ich. Ein super Beitrag.

    Super liebe Grüße

    Kathrin

    PS: Dieses Jahr versuch ich mich am GR20 🙂

    • Christian sagt:

      Hey Kathrin,

      danke Dir für Deinen netten Kommentar – ich kann sehr gut nachvollziehen was Du schreibst…und keine Sorge – mir macht es nichts aus wenn Du AT und den Jakobsweg in einem Satz nennst – zumal es da mittlerweile tatsächlich einige Gemeinsamkeiten gibt. 😉 Dein Vorhaben mit dem GR20 hört sich wirklich spannend an – wir werden wohl als nächstes für einige Wochen in den USA oder Kanada in ausgesuchten Nationalparks im Hinterland wandern gehen…da ist man meistens fast ganz allein unterwegs.

      Drücke Dir die Daumen, dass es mit dem GR20 klappt und es dort nicht so voll ist…!

      Beste Grüße, Christian

  • Gregor sagt:

    Hi zusammen,

    eure Erfahrungen die ihr dieses Jahr gemacht habt, verunsichern mich sehr. Ich plane gerade mit einer Kollegin den AT 2016 zu laufen, unbezahlter Urlaub etc. ist beantragt. Jetzt habe ich euren Bericht gelesen und weiß nicht mehr wirklich ob es noch das ist was ich (wir) wollen. Schön ist es natürlich, wenn man auf die Erfahrung andere zurückgreifen kann. Andersherum macht man am besten seine eigenen Erfahrungen aber in diesem Fall ist diese „Erfahrung“ mit viel ich nenne es mal Aufwand verbunden. Wir möchten die Zeit, das Geld etc. nicht unnütz investieren um evtl. dann enttäuscht nach Hause zu fliegen. Ich hoffe einfach das es nur eine Momentaufnahme bzw. ein kurzer Hype aufgrund der Filme etc ist und sich die Lage wieder entspannt. Es wäre einfach zu schade… 🙁
    In positiver Hoffnung

    • Christian sagt:

      Hallo Gregor,

      wenn Ihr den A.T. laufen wollt, dann solltet Ihr Euch nicht davon abhalten lassen und einfach Eure eigenen Erfahrungen machen. Wir sind da „zugegeben“ mittlerweile auch sehr sensibel – nach so vielen Wanderungen, die wir in der wirklich einsamen und wilden Natur unternommen haben, können wir nur sehr schwer mit dem steigenden Kommerz auf dem A.T. und dem Andrang an 08/15 Wanderern umgehen – aber wer weiß, vielleicht ist das ja für Euch ganz anders.

      In jedem Fall sind wir nicht alleine mit unserer Meinung – im Netz gibts mittlerweile viele Stellungnahmen von Rangern, ehrenamtlichen Mitarbeiter des A.T. und LogDistanceHikern die das ganz ähnlich sehen wie wir. Hier z.B. ist ein interessanter Artikel zu dem Thema:
      http://www.outsideonline.com/2011851/can-appalachian-trail-survive-walk-woods

      Falls Ihr nun doch große Zweifel habt den A.T. zu laufen…lauft doch einfach den PCT an der Westküste, der ist landschaftlich auch um einiges schöner. Dort steigt die Anzahl der Wanderer zwar auch von Jahr zu Jahr, aber noch ist das kein Vergleich zum A.T..

      Drücke Euch die Daumen für die richtige Entscheidung!

      Beste Grüße, Christian

  • Nico sagt:

    Hallo Christian,

    vor 2 Wochen habe ich erfolgreich meinen Thru-Hike beendet. Ich hatte ja schon mal was am 9. Juni geschrieben. Jetzt habe ich nochmal diesen Blogpost gelesen und muss sagen, dass viele Dinge sehr überspítzt dargestellt worden sind und nicht die Realität widerspiegeln. Vor allen Dingen finde ich es schade, dass aufgrund dieses Blogposts einige Leute verunsichert werden, ob sie wirklich den AT wandern wollen. Ich kann nur sagen, dass es die schönste Zeit meines Lebens war und ich viele tolle Menschen kennenlernen durfte. Darum kann ich nur jeden dazu ermutigen, diese Reise auf sich zu nehmen. Es wird nicht leicht werden, aber die Belohnung, wenn man es bis zum Ende geschafft hat, ist überwältigend.

    Schöne Grüße
    Nico

    • Christian sagt:

      Hallo Nico,

      erst einmal meinen Glückwunsch zu Deinem Thru’Hike und es freut mich sehr zu hören, dass Dir der AT gut gefallen hat.

      Was Deine Kritik angeht – so nehme ich Deine Meinung selbstverständlich ernst, doch das ändert leider auch nicht an unseren persönlichen Ansichten. Wir wandern seit Jahren in den USA und haben auch die Veränderungen auf dem AT hautnah beobachten können, da wir immer wieder Teilstücke davon gegangen sind – genauso übrigens vom PCT und CDT. Und nicht nur wir sind der Meinung, dass sich der AT so langsam aber sicher zu einer Massenveranstaltung wandelt, bei der die wenigsten Wanderer einen wirklichen Bezug zur Natur haben. Sogar die ATC weißt auf Ihrer Webseite mittlerweile auf die „Missstände“ hin…

      Aber wie gesagt – natürlich wird es auch viele Menschen geben, für die der AT genau so wie er jetzt ist und noch weiter werden wird – der ideale Wanderweg ist. Doch für uns und Gleichgesinnte eben nicht…

      Ich denke, dass Dir da vielleicht auch wenig die „Vergleiche“ fehlen – ohne das abwertend zu meinen…Du bist aber jetzt einmal über 6 Monate den AT „gelaufen“ und hast wahrscheinlich keine Vergleichswerte zu anderen US Trails. Wir sind schon seit Jahren zu Fuss in den USA unterwegs und wissen daher ganz gut um die gravierenden Veränderungen auf dem AT…

      Auch wenn wir hier nicht einer Meinung sind, so wünsche ich Dir natürlich trotzdem alles Gute…vielleicht verschlägt es Dich ja irgendwann nochmal auf einen anderen Trail und Du denkst dann auch etwas anders.

      Beste Grüße, Christian

  • Johannes sagt:

    Servus,

    da ich mir überlege nächstes Jahr den Trail zulaufen, hab ich erstmal ein paar Fragen dazu:

    Im wesentlichen geht es mir darum. Gibt es Karten Material dazu?

    Auf was muss ich achten?

    Welche Ausrüstung brauche ich? Und ja ich bin schon öft ZElten gewesen etc^^
    Werd mir aber ein 1-mann Zelt kaufen dafür meins ist zualt und schwer dafür.

    Was für Kocher habt Ihr verwendet?

    Welche bzw wie habt Ihr euch versorgt?

    ODER ANDERS GESAGT hat jemand eine Packliste und Info liste im Netz oder Privat gesehen?

    schon mal vielen Dank im Vorraus

    viele Grüße

    Johannes

    • Christian sagt:

      Hallo Johannes,

      alle Deine Fragen habe ich schon in zahlreichen Artikeln zum Appalachian Trail hier auf dem Blog beantwortet, u.a. gibt’s auch eine ausführliche Packliste – benutze einfach das Suchfeld ganz unten auf unserer feel4nature Webseite.

      Beste Grüße und viel Spass auf dem A.T., Christian

      • Johannes sagt:

        http://msr-outdoor.de/zelte/trekkingzelte/hubba-hubba.php

        was hält Ihr von dem Zelt bzw könnt Ihr ein anderes empfehlen?

        Grüße

        • Christian sagt:

          Hallo Johannes,

          die UL Zelte von MSR sind wirklich gut – wir arbeiten selber mit MSR zusammen. Allerdings würde ich Dir als „Allein-Wanderer“ ein 1-Personen Zelt empfehlen, da Du dadurch nochmal deutlich an Gewicht einsparen kannst.

          Beste Grüße aus Mexiko, Christian

          • Johannes sagt:

            Hallo Christain,

            ich bins mal wieder. ^^ Erstmal hab ich deinen Rat ernstgenommen und mir das 1-Mann Zelt gekauft und heute bekommen.

            Klar konnte ich nicht wiederstehen und es aus Jux und Gaudi aufbauen.

            Das bringt mich zum Thema ultra leicht Rucksack… welchen empfehlt Ihr? Bzw wo kann man sich erkundigen?

            Ich bin mir auch unsicher was den schwirigkeitsgrad des AT betrift überall sieht man oder liest man SAC T3 – wenn ich mir die Bilder anschauen dann denke ich mir oft das ist doch schlimmer als T3…. eher T4-T5 teilweise habt Ihr da ne Ahnung bzw wo findet man so was raus?

            Grüße

          • Christian sagt:

            Hallo Johannes,

            Glückwunsch zum 1-Mann-Zelt. 😉

            Was den Rucksack angeht, so gibt es da gerade in den USA einige wirklich gute Hersteller, allerdings sind diese auch nicht gerade günstig – aber auch auf dem deutschen Markt gibt’s mittlerweile eine Menge gute UL Rucksäcke. Wir nutzen den Granite Gear Crown und den ÜLA Circuit…

            Der AT ist auf seine gesamte Länge recht abwechslungsreich – geht aber auch wirklich über jeden Gipfel und ist daher ziemlich anspruchsvoll. Einen guten Überblick bekommst Du in den AT Guidebooks.

            Beste Grüße, Christian

  • Max sagt:

    Hallo Christian,
    ich habe gerade diesen Artikel gelesen und finde es natürlich sehr schade, dass Ihr aufgrund der Umstände abbrechen musstet.
    Ein guter Freund und ich machen seit einiger Zeit kürzere (ca. 1 Monat) selbst geplante Wanderungen, da wir es lieben, aus dem Alltag auszubrechen und die Natur zu genießen. So waren wir unter anderem bereits in Island, Norwegen und Finnland am wandern.
    Aufgrund unserer aktuellen Lebenssituation (Studium) ist es uns möglich im nächsten Jahr eine lange Reise zu unternehmen. Hierfür hatten wir uns vor geraumer Zeit den AT als Ziel gesetzt. Nachdem wir diesen Artikel gelesen haben, stellt sich für uns die Frage, ob wir auf eine andere Fernwanderroute ausweichen wollen, oder trotzdem den AT absolvieren.
    Kennst du Fernwanderrouten, die in der Länge und Art vergleichbar mit dem AT und auch empfehlenswert sind?

    • Christian sagt:

      Hallo Max,

      leider haben wir die Erfahrung als „Dauerreisende“ in letzter Zeit ziemlich oft machen müssen, dass sich Gegenden oder Orte extrem rasch zum schlechten verändern – aber so ist das halt. Was den AT angeht, so war das für uns nicht weiter schlimm – ich bin den AT schon vor mehr als 10 Jahren komplett gelaufen und gemeinsam mit meiner Frau haben wir den „Löwenanteil“ des AT jetzt auch nochmal in einzelnen Abschnitte absolviert…

      Fakt ist in jedem Fall es wird immer voller auf dem AT und es ist schon soweit gekommen, dass selbst die offiziellen Stellen große Bedenken haben wie das mit der Masse und dem Benehmen der Fernwanderer weitergehen soll. Ob der AT jetzt das Richtige für Euch ist kann ich schwer sagen, das empfindet ja letzten Endes jeder anders.

      Fernwanderwege hast Du in den USA endlos viele – selbst in den meisten Nationalparks könntest Du monatelang im Hinterland unterwegs sein und hättest dort nicht alles gesehen. 🙂 Als interessantes Gegenstück zum AT würde sich der PCT im Westen anbieten, allerdings ist der organisatorisch nicht ganz so einfach wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit Wildnis- und Fernwandern hat. Darum ist der AT ja auch so beliebt bei allen 08/15 Wanderern – Du brauchst eigentlich nicht mal eine Karte und kannst Dich mit der Masse an Wanderern treiben lassen, ohne das großartig was passieren kann.

      Beim PCT musst Du zumindest ein wenig die Verpflegung und das Trinkwasser managen und die Navigation ist deutlich anspruchsvoller, aber auch nicht so schwer.

      Ansonsten gibt’s neben dem AT, PCT & CDT noch unzählige etwas kürzere Fernwanderwege wie z.B. den Arizona Trail – einfach mal „googeln“…

      Ich hoffe das hilft Euch etwas weiter und ich würde mich freuen von Dir zu hören wie Ihr Euch denn nun entschieden habt.

      Beste Grüße aus Mexiko, Christian

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