Symphonie der Arten – eine unvergessliche Tauchsafari auf den Galapagos Inseln

Die großen Hammerhai Schulen sind einer der Gründe für Tauchgänge an Wolf und Darwin.
Die großen Hammerhai Schulen sind einer der Gründe für Tauchgänge an Wolf und Darwin.

Eine Galapagos Tauchsafari ist für jeden Taucher zweifelsfrei eine Art Ritterschlag in seinem Tauchlogbuch – wartet doch rund um die vulkanischen Inseln, welche gut 1000km vor der Küste Ecuadors liegen, eine einzigartige und fantastische Unterwasserwelt auf seine Besucher.

Durch die Nationalparkleitung streng reglementiert, gibt es nur verhältnismäßig wenige lizensierte Tauchsafariboote welche in den Gewässern rund um die Galapagos Inseln kreuzen, zu denen seit Ende 2011 auch die beiden Schwesterschiffe Wolf Buddy & Darwin Buddy der Buddy Liveaboards Flotte gehören. Der Bootseigner der beiden Tauchsafariboote ist dem ein oder anderem vielleicht auf Grund seiner langjährigen, erfolgreichen touristischen Führung des Buddy Dive Resorts auf Bonaire ein Begriff, welches auf der kleinen karibischen Insel seit Jahren erstklassigen Tauchurlaub garantiert.

Mit dieser wertvollen Erfahrung ausgestattet machte man sich bereits vor einigen Jahren ans Werk und plante zwei erstklassige, ausschließlich für den Tauchbetrieb entwickelte Tauchsafariboote, welche keine taucherischen Wünsche offen lassen. Angefangen von großzügigen Kabinen, über ein erstklassig organisiertes beheiztes Tauchdeck,bis hin zu einem umfassenden und sehr zuvorkommenden Service wurde auf den Booten der Buddy Liveaboards an alles gedacht, was eine Tauchsafari zu einem rundum gelungen und unvergesslichen Erlebnis für anspruchsvolle Taucher macht.

Obwohl Galapagos gerade für Tauchsafaris ein ganzjähriges Ziel ist, welches in jedem Monat seine saisonalen Besonderheiten zu bieten hat, ist die sogenannte „trockene Jahreszeit“ von ca. Juni bis Dezember, in welcher der kühle Humboldstrom besonders nährstoffreiches Wasseran die Küsten der Galapagos Inseln führt, sicherlich besonders interessant für anspruchsvolle Taucher, da in dieser Zeit das Leben unter Wasser förmlich „explodiert“ und Begegnungen mit Walhaien, weit draussen am bekannten Tauchspot Darwin, nahezu garantiert sind.

San Cristobal

Die Tauchsafari Touren der Buddy Liveaboards starten von der süd – östlich gelegenen Insel San Cristobal, welche einen der beiden Flughäfen der Inseln beheimatet. Die Anreise nach San Cristobal ist sowohl über Guyaquil als auch Quito möglich. Nach einem kurzen Transfer zum Hafen ist der Besucher auch schon mittendrin im Naturparadies Galapagos und wird von neugieringen Seelöwen bereits am Bootssteg begrüsst, noch bevor die kurze Überfahrt mit dem Schlauchboot zu den Safaribooten beginnt. Schon kurz nach dem „Einchecken“ steht nach einem ausführlichen Sicherheits- und Tauchbriefing ein kurzer „Check Tauchgang“ nahe der Isla Lobos auf dem Programm, bei dem man auch unter Wasser bereits sehr gute Chancen auf Begegnungen mit den verspielten Seelöwen hat, die einem während der gesamten Tauchsafari immer wieder begegnen werden. Wieder zurück an Board hat man für den Rest des Tages erst einmal die Gelegenheit den ausgezeichneten Service der Crew, welche bereits mit einer heißen Schokolade auf dem beheizten Tauchdeck auf die Rückkehr der Taucher wartet, zu genießen und um ausführlich das geräumige Boot mit Sonnendeck und Whirlpool zu erkunden, bevor das Boot dann am Abend zur ersten Überfahrt in Richtung Isabella aufbricht.

Isabella

Nach der ersten Nacht in den komfortablen und sehr geräumigen Kabinen ankert das Liveaboard bereits ruhig vor der größten Insel des Nationalparks und nach einem ausführlichen Briefing der erstklassigen Guides geht es nun endlich auf zu den ersten „vollwertigen“ Tauchgängen an Cape Marshall, bekannt für nahezu sichere Begegnungen mit den majestätischen Mantas sowie riesigen Schulen von Barrakudas. Schon nach diesen ersten Tauchgängen ist jedem Taucher klar, warum die Unterwasserwelt der Galapagos Inseln als taucherisches Reiseziel so begehrt ist. Doch auch wenn bereits nach dem ersten Tauchtag die Augen aller Safariteilnehmer leuchten und fast ununterbrochen bis spät in die Nacht über die ersten Tauchgänge berichtet wird, war das nur ein kleiner Vorgeschmack auf die atemberaubenden Erlebnisse welche die Taucher einer Galapagos Safari in den nächsten Tagen noch erwarten.

Wolf

Schon am nächsten Tauchtag steht einer der beiden Top Spots weit draußen im Nord – Westen des Galapagos Nationalparks, die kleine Insel Wolf mit Ihren Tauchplätzen „Sharks Bay“ und „Lands Slide“, auf dem Programm.

Hier trifft man in der Regel bereits das erste Mal auf die für die Galapagos Inseln unter anderem so bekannten großen Ansammlungen der majestätischen Jäger – wie Hammer-, Seiden- oder Galapagoshaie, aber auch große Schulen von Adlerrochen trifft man üblicherweise an den Tauchplätzen rund um „Wolf“ sehr häufig an.

Darwin

Direkt nach den sehr spannenden Tauchgängen an „Wolf“ ist es dann endlich soweit und das Boot der Buddy Liveaboards legt ab in Richtung Darwin und schon bald ist er in Sicht und gläntzt anmutig in der Abendsonne, der berühmte „Darwins Arch“ – ein Tauchplatz der in keinem Tauchlogbuch fehlen sollte. Da ist es nur ganz natürlich, dass die Spannung der Safari Teilnehmer fast ins Grenzenlose geht, als der Guide abschliessend sein ausführliches Briefing hält – bevor es dann endlich ins Wasser geht um am „Theater“ Ausschau nach den riesigen Hammerhaischulen und „Mr. Big“ – dem Walhai zu halten.

Und sie sind da – fast so punktgenau wie ein Uhrwerk trifft man Hammerhaie, Walhaie und Delfine in den Monaten von Juni bis Dezember am „Darwins Arch“, wenn sie an der „Aussichtsplattform“ für Taucher, dem „Theater“ vorrüberziehen und es manchmal gar so scheint als ob sie den blass durch die Wasseroberfläche schimmernden Himmel verdunkeln.

Dem nicht genug geht es zum Ende eines jeden Tauchganges hinaus ins tiefe Blau des Pazifiks – wo man nicht selten als Tauchgruppe von den großen Hammerhaischulen umschlossen wird und wahrlich beeindruckend große Thunfisch Schwärme vorüberziehen. Einigen Wenigen ist es sogar ab und an vergönnt, dass verspielte Delfine ihnen einen ausführlichen Besuch abstatten und die Taucher eine Weile bei ihrem „Drift“ durchs tiefe „Blau“ begleiten oder eine kleine Gruppe der anmutigen Orcas die Tauchgruppe aus der Nähe inspiziert. So unterschiedlich und dennoch einzigartig die Begegnungen mit der Unterwasserwelt für jeden Taucher bei seinen Tauchgängen am „Darwins Arch“ auch sind – so zieht einen die faszinierende Schöhnheit der Natur doch so in ihren Bann, dass diese Tauchgänge für immer eine nachhaltige und bleibende Spur im Herzen eines jeden Tauchers hinterlassen.

Vicente Roca

Wie immer im Leben ist es irgendwann an der Zeit Abschied zu nehmen und die drei unvergesslichen Tauchtage am „Darwins Arch“ sind leider wie im Flug vorbeigezogen, als es dann langsam wieder auf den Rückweg geht wo als erstes der Tauchplatz Punta Vicente Roca wartet. Nur natürlich ist die Stimmung an diesem Tauchtag leicht bedrückt – fragt man sich doch, was nun noch kommen kann nach den fantastischen Tauchgängen der letzten Tage. Doch das „Trübsal blasen“ und die wehemütigen Gedanken an die letzten Tage sind rasch verpflogen, wenn die ersten Pinguine im eiskalten Wasser um die Höhle von Punta Vicente Roca an der Tauchgruppe vorbeiziehen, gefolgt von einem Rudel neugieriger Seelöwen, die sofort beginnen mit den Tauchern zu spielen. Fast verliert man den Blick für die wunderschöne Korallenwand mit ihrem Seepferdchen und den seltenen Hornhaien – sogar den „Red Lipped Batfish“ trifft man als aufmerksamer Taucher hier immer wieder bei Tauchgängen an. Doch all das wird auf einmal fast bedeutungslos, wenn die schroffen Körper einer Gruppe Mondfische in das Blickfeld der Tauchgruppe gleitet, welche man an diesem Tauchplatz sehr häufig in größeren Gruppen antrifft.

Wenn es dann am Abend zurück in Richtung Santa Cruz geht, neigt sich die Tauchsafari bereits ihrem Ende zu und unvermeidlich sehnt sich das „Taucherherz“ nach den Tauchgängen der letzten Tage – daran werden weder die häufigen Wal Sichtungen auf der Rückfahrt, noch der letzte Tauchgang am „Cousin‘s Rock“, wo noch einmal eine Vielzahl an Seelöwen auf die Taucher warten, nichts mehr ändern – der Abschied fällt einfach schwer. Zum Glück warten aber noch eine Vielzahl an weiteren atemberaubenden Tauchgebieten auf unserem „Blauen Planeten“ darauf von leideschaftlichen Tauchern, wie wir es sind, erkundet zu werden. . .

An Land

Nicht vergessen sollte man bei einem Besuch auf den Galapagos Inseln allerdings, dass es fernab von der fantastischen Unterwasserwelt auch an Land eine einzigartige Flora und Fauna zu erleben gibt, ohne deren Erkundung ein Besuch auf den vulkanischen Inseln einfach unvollkommen wäre. Fregatvögel, Blaufußtölpel, Seelöwen, Iguanas und die uralten Riesenschildkröten sind nur einige der sehenswerten Landbewohner der Galapagos Inseln die man neben der bizarren Lanschaft bei Ausflügen rund um die Insel Santa Cruz hautnah erleben kann.

Einen sehr guten Ausgangspunkt für die Erkundung der Inseln und diverse Ausflüge ist die „Hauptstadt“ der Galapagos Inseln Puerto Ayora auf Santa Cruz mit dem familiären Hotel Silberstein, welches auch ein Dive Center für alle Diejenigen beheimatet, die vom Tauchen nicht genug bekommen können oder für die eine Tauchsafari nicht in Frage kommt. Nur wenige Schritte entfernt vom Hotel Silberstein liegt auch die Darwin Station, welche einen Einblick in die Arbeit der Nationalparkleitung bietet und viele Forschungsprojekte unter ihrem Dach vereint.

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10 Kommentare

  • Tim sagt:

    Cooler Post. War vor kurzem selbst da, habe aber leider keinen Tauchschein. Die Galapagos inspirieren aber defnitiv dazu einen zu machen.

    • Christian sagt:

      Hallo Tim,

      das Tauchen auf Galapagos ist wirklich nochmal ein Highlight welches den Besuch der Inseln abrundet…es ist schon fast ein bisschen schade, wenn man dort war und die Unterwasserwelt nicht gesehen hat. Den Tauchschein solltest Du in jedem Fall noch machen…

      Liebe Grüße
      Christian

  • Ines sagt:

    Was für ein unfassbar schönes Foto! Was für eine Kamera / UW Case nutzt du?

    LG

    Ines

    • Christian sagt:

      Hallo Ines,

      erstmal vielen Dank für Dein Lob! 🙂 Es freut mich natürlich wenn Dir das Foto gefällt.
      Das Bild ist mit einer Nikon D600 entstanden – mittlerweile fotografiere ich aber mit der Sony Alpha 99 unter Wasser.

      Beim Unterwassergehäuse setze ich seit einigen Jahren auf die Carbon Gehäuse von BS Kinetics – die sind sehr leicht, gut zu pflegen und robust. Dazu bietet BS Kinetics einen überragenden Kundenservice. Hier mal der Link zur Webseite: http://bskinetics.com

      Ich habe vorher auch schon Unterwassergehäuse anderer Hersteller ausprobiert – Subal, Seacam und Hugyfot – aber da stimmt meines Erachtens oftmals das Preis/Leistungsverhältnis nicht. Mit dem Hugyfot hatte ich auch Dichtheitsproblem. Hoffe das hilft Dir weiter…

      LG, Christian

      • Ines sagt:

        Danke! Ich fotografiere aktuell mit einer Nikon D5100, kann mir jedoch erst ein UW Gehäuse nach dem Studium leisten. Natürlich dauert das alles zu lange, deswegen gibt es erst mal die Canon Powershot D30 zum testen 🙂

        • Christian sagt:

          Hallo Ines,
          die D5100 ist eine echt solide Einsteiger Spiegelreflex…also eine gute Wahl! 😉 Und was die UW Fotografie angeht, so ist es doch vollkommen ok wenn man „klein“ anfängt – schliesslich macht der Fotograf die Bilder und nicht die Kamera. 🙂 Allerdings wirst Du bei einem professionellen UW Gehäuse merken, dass die UW Bilder erst richtig interessant werden, wenn mal Blitzlicht mit ins Spiel kommt.

  • Raymond Arnold sagt:

    cooler bericht … ist ein Traumziel von mir (uns) u. wird hoffentlich nächstes jahr wahr werden

    • Christian sagt:

      Hallo Raymond,
      da drücke ich Euch feste die Daumen. Wenn Ihr noch ein paar Tipps braucht kannst Du Dich gerne melden…es wird auch in naher Zukunft noch einige Artikel zu unseren Erlebnissen auf Galapagos hier auf feel4nature.com geben.
      Liebe Grüße, Christian

  • Marco sagt:

    Hallo Christian

    Sehr spannender Bericht. Zurzeit bin ich auf einer Südamerika Reise für 6 Monate. Nun möchte ich für ca. Ende Mai eine Tauchsafari auf den Galapagos Inseln planen. Auf den Internetseiten fand ich das doch relativ schwierig, einen guten Anbieter zu finden. Hast du das bereits von zuhause gebucht oder erst vorort?
    Des Weiteren habe ich noch bedenken wegen meinem Niveau. Ich habe nun etwa 25 Tauchgänge in den letzten 3 gemacht. Könnte das ein Problem sein?

    Danke im Voraus für deine Hilfe!

    • Christian sagt:

      Hallo Marco,

      ich habe früher selbst Tauchreisen für Gruppen veranstaltet – auch heute mache ich das noch ab und zu, daher habe ich das alles selbst organisiert. 🙂 Allerdings ist es relativ schwer kurzfristig einen Platz auf einer Galapagos Tauchsafari zu buchen, viele Touren sind schon weit im Voraus ausgebucht…gerade bei den guten Booten.

      Ganz offen gesagt – mit 25 Tauchgängen – würde ich an Deiner Stelle auch nicht auf eine Galapagos Tauchsafari gehen, selbst wenn Du ein Boot findest was Dich mitnimmt. Die meisten Boote setzen aber mind. 50 geloggt Tauchgänge und einen AOWD voraus…wobei das auch nicht immer überprüft wird. Zum einen ist es sicherlich mit wenig Taucherfahrung auch nicht ungefährlich, rund um die Galapagos Inseln hast Du teils starke Strömungen und große Temperaturunterschiede unter Wasser. Zum anderen kostet eine Tauchsafari auf Galapagos aber auch recht viel und da ist einfach die Frage ob Du das überhaupt geniessen kannst…

      Ich an Deiner Stelle würde dort erstmal von Land aus tauchen – auf Santa Cruz gibt es einige Tauchschulen. Die Tauchschule IGUANA ist sehr gut. Auch wenn das nicht mit einer Tauchsafari mithalten kann, so wirst Du als „Einsteiger“ sicherlich begeistert sein. 😉

      Hoffe das hilft Dir weiter…

      Beste Grüße, Christian

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