Road Trip USA – Lebenszeichen aus Pismo Beach am Hwy#1

RoadTrip USA - Route66

Seit genau zwei Wochen sind wir nun schon auf unserem Road Trip durch den Südwesten der USA unterwegs und haben soviel fantastisches erlebt und gesehen, dass wir von den wunderschönen Erlebnissen vollkommen erschlagen sind.

Bereits Gestern haben wir unsere Freunde wieder in San Francisco für Ihren Rückflug abgesetzt und sind nun für die letzte Woche noch einmal allein zu einer zweiten Runde durch Kalifornien aufgebrochen.

Den gestrigen Tag haben wir am Strand mit Seelöwen in Carmel, einem kleinen Städtchen direkt am Highway Number 1 (Hwy #1), verbracht und heute sind wir noch einmal weiter in Richtung Süden ins Surfer Paradies „Pismo Beach“ gefahren – wo wir ein wundervolles und bezahlbares Hotel direkt am Strand gefunden haben.

Endlich ist nun am Abend auch einmal ein wenig Zeit um das bisher erlebte zu reflektieren und einen Artikel für feel4nature.com zu schreiben. Ursprünglich hätte ich bereits während des Road Trips gerne mehr über unsere Erlebnisse geschrieben, doch leider war dies durch fehlenden Internet – Verbindungen und die großen, zeitaufwendigen Distanzen die wir während der ersten beiden Wochen zurückgelegt haben kaum möglich.

Daher wird es auch erst ab unserer Rückkehr Anfang April detaillierte Artikel zu unseren tollen Erlebnissen hier im Südwesten der USA geben – mit vielen Tips und Informationen rund um das Campen, die Nationalparks, die besten Wanderungen, die Sehenswürdigkeiten und die Organisation eines Road Trips durch den Südwesten der USA geben.

Aktuelle News und Bilder zu unserem Road Trip posten wir aber wann immer möglich während unserer Reise auf den feel4nature Seiten bei Facebook, Twitter, Instagram und Google+.

Traumhafte Landschaft aber viel zuwenig Zeit für Zion, Grand Canyon, Route 66 & Co.

Bisher war es in jedem Fall eine traumhafte Reise mit fantastischen Erlebnissen und vielen unvergesslichen landschaftlichen Eindrücken – die Vielfalt ist einfach unglaublich! Doch bei aller Euphorie über das bisher erlebte, sind wir auch ein wenig enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass die geplanten 3 Wochen für unseren Road Trip einfach viel zu knapp bemessen sind um wenigstens die interessantesten Attraktionen auch nur ansatzweise erkunden und geniessen zu können.

Egal ob Grand Canyon, Joshua Tree, Mojave Wüste, Death Valley, Capitol Reef, Zion, Sequoia oder Yosemite – gerade für jeden der zahlreichen Nationalparks bräuchte man jeweils mindestens eine Woche um deren Schönheit angemessen auf sich wirken zu lassen.

Doch leider haben wir soviel Zeit während unserer aktuellen Reise nicht und so haben wir die ersten beiden Wochen dazu genutzt uns einen möglichst breiten Überblick über die fantastischen Nationalparks im Südwesten zu verschaffen.

Eines ist aber jetzt schon klar, wir werden wohl noch einige Male hierher – in den Südwesten der USA – zurückkehren, um die schönsten Nationalparks und Landstriche ausführlich zu erkunden.

Damit Ihr Euch ein Bild unserer bisherigen Reise machen könnt – hier nun schon einmal ein kleiner Überblick über unsere bisherige Reiseroute der ersten beiden Wochen…

Von San Francisco über den Hwy #1 nach L.A.

Los ging es für uns vor zwei Wochen mit der Landung am San Francisco International Airport (SFO) und einer kurzen Fahrt hinunter nach Santa Cruz an den Hwy #1, wo wir unsere erste Nacht verbrachten.

In den folgenden Tagen fuhren wir dann mit vielen Stops und kurzen Wanderungen an den schönsten Punkten des Hwy #1 die Küste hinunter nach Los Angeles.

Der Hwy #1 ist gerade ab Big Sur ein wirklicher Traum und es gibt in den nahegelegenen Gebieten der „National Forests“ viele Möglichkeiten mit Mietwagen und Zelt günstig oder sogar gratis auf Campgrounds unterzukommen.

Los Angeles selber war allerdings nicht wirklich unser Fall – denn wir sind keine großen Fans von Grossstädten. Zudem habe ich Los Angeles, Las Vegas und San Francisco bereits einmal vor einigen Jahren besucht.

Daher fuhren wir lediglich über Malibu durch Los Angeles an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei uns machten uns im dicksten Verkehr weiter auf in Richtung Osten.

Joshua Tree National Park und eine zauberhafte Nacht in der Mojave Wüste

Durch Yucca Valley gelangten wir dann zu unserem ersten Nationalpark auf unserer Road Trip Route – Joshua Tree. Hier kauften wir unseren Annual Pass (Jahrespass für alle Nationalparks) und unternahmen einige kleinere Wanderungen. Campen direkt im Nationalpark war leider nicht möglich, da alle Campgrounds bei unserer Ankunft bereits voll besetzt waren.

Da Joshua Tree ziemlich überlaufen war, beschlossen wir uns über einen eher unpopulären Teil der Route 66 auf den Weg in Richtung Mojave National Preserve zu machen. Hier angekommen fuhren wir erst einmal eine große Runde durch den Park, wanderten bei den Kelso Dünen und erlebten einen großartigen Sonnenuntergang und eine sternenklare Nacht, die wir auf dem Hole in the Wall Campground in der Mojave Wüste verbrachten.

Route 66, Hackberry und der Grand Canyon Rim Trail

Aus der Mojave Wüste ging es dann weiter über die alte Route 66 und Hackberry in Richtung Grand Canyon – den wir am Abend erreichten und auch noch Platz auf einem der Nationalpark Campgrounds fanden. Leider hatte das Registrierungsbüro aber bei unserer Ankunft bereits geschlossen, so dass wir uns erst am nächsten Morgen ab 8 Uhr dort anmelden konnten um die Nacht auf dem Campground zu bezahlen.

Daher waren wir leider zu spät dran um einen Teil der Wanderung hinunter in den Grand Canyon anzugehen und änderten wir kurzer Hand unseren Plan und wanderten ab dem Besucherzentrum den kompletten Rim Trail am Rand des Grand Canyons entlang bis nach Hermits Rest.

Eine wunderschöne Wanderung mit tollen Einblicken in die Tiefen des Grand Canyons – einziges Manko; der Großteil des Trails ist leider betoniert…

Noch am selben Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Ostende des Grand Canyon um dort noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang zu erleben.

Vom Monument Valley über Capitol Reef NP und Bryce Canyon zum Zion Nationalpark

In den nächsten Tagen fuhren wir dann über das Monument Valley in den Capitol Reef Nationalpark – der uns ausserordentlich gut gefallen hat, obwohl dieser ursprünglich nicht auf unserer Wunschliste stand. Daher wird der Capitol Reef Nationalpark sicherlich auch bei einer unserer nächsten Reisen in den Südwesten der USA unser Ziel sein um dort ein paar ausführliche Wanderungen im Hinterland zu unternehmen.

Vom Capitol Reef Nationalpark fuhren wir weiter in Richtung Bryce Canyon – welcher eigentlich eines der Highlights auf unserer Tour werden sollte. Doch leider kam es aber ein wenig anders, da die meisten Trails und Campgrounds noch aufgrund von Schnee und Eis gesperrt waren.

Auch wenn es schade war, nutzten wir so lediglich die Abendstunden für ein paar Fotos von den Aussichtspunkten des Bryce Canyon und setzten dann noch unsere Fahrt weiter in Richtung Zion Nationalpark fort.

Angels Landing Trail im Zion Nationalpark

Am nächsten Morgen starteten wir früh in den Zion Nationalpark um dort den berüchtigten Angels Landing Trail zu laufen. Dieser war zwar trotz Nebensaison recht gut besucht, aber trotzdem solch ein einzigartiges Erlebnis, dass wir diesen in jedem Fall uneingeschränkt empfehlen können.

Die Wanderung auf dem zum Teil nur einen Meter breiten Pfad über die Spitzen des über 500 Meter hohen Berges, welcher sich über das Tal des Zion Nationalparks erhebt, ist eine Mutprobe für jeden Wanderer mit Höhenangst – wie mich.

Aber der einmalige Ausblick auf der Spitze und die Gewissheit seinen „Inneren Schweinehund“ überwunden zu haben ist einfach unbezahlbar.

Camping im Death Valley und Sequoia Nationalpark

Nach Abreise aus dem Zion Nationalpark machten wir uns durch das Death Valley auf in Richtung Sequoia Nationalpark – zu den mächtigen Mammutbäumen.

Im Death Valley schauten wir uns den Sonnenuntergang am Zabriskie Point an und schlugen dann unser Nachtlager auf einem Campground direkt an den Dünen auf. Am Tag darauf stand dann wieder eine längere Fahrtstrecke an um die schneebedeckte High Sierra und den Lake Isabella wieder hinauf zum Sequoia Nationalpark.

Gerade angekommen im Sequoia Nationalpark stand auch schon die erste dicke Überraschung auf dem Plan – kurz vor Sonnenuntergang entdeckten wir einen Bären am nahegelegenen Berghang. Auch wenn wir eigentlich noch einen Zeltplatz für die kommende Nacht suchen mussten, konnten wir uns natürlich nur schwer losreissen und beobachteten den Bären mehr als eine Stunde – fanden dann aber auch noch einen Platz für unser Zelt auf einem der Campgrounds.

Enttäuschung im Yosemite NP – Rush Hour trotz Nebensaison

Nach ein paar kleineren Wanderungen durch die beeindruckenden Sequoia Bäume des Nationalparks machten wir uns auf den Weg zum Yosemite Nationalpark – auf den wir uns alle sehr gefreut haben. Obwohl der Park landschaftlich natürlich sehr interessant ist waren wir bei unserer Ankunft doch ziemlich enttäuscht; leider war der Park trotz Wochentag und Nebensaison total überlaufen und es war kein anständiger Übernachtungsplatz zu finden.

Da wir alle keine wirkliche Lust auf den Massenandrang auf den Wanderwegen hatten entschlossen wir uns schweren Herzens nach einer Tour zu den Aussichtspunkten im Yosemite Nationalpark weiter in Richtung San Francisco aufzubrechen…

Die letzten Tage unseres Road Trips in Kalifornien

Da das Wetter im Moment in einigen Regionen von Kalifornien etwas schlechter ist – lassen wir uns derzeit etwas von der Sonne treiben. Nachdem wir nun zwei Tage in Richtung Süden gefahren sind werden wir morgen wohl wieder in Richtung Osten zum Sequoia Nationalpark fahren. Dieser hat uns so gut gefallen, dass wir gerne dort und im anliegenden Kings Canyon noch einige Wanderungen zwischen den Mammutbäumen unternehmen wollen.

Danach werden wir dann so langsam wieder in Richtung San Francisco aufbrechen und dort noch ein wenig das Umland erkunden bevor wir Mitte nächster Wochen in den Flieger zurück nach Deutschland steigen.

Ob das dann alles so funktioniert hat oder ob wir unsere Pläne noch einmal ändern erfahrt Ihr nach unserer Rückkehr hier im Blog oder aktuelle auch auf den feel4nature Seiten auf den Sozialen Netzwerken bei FacebookTwitterInstagram und Google+.

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6 Kommentare

  • Hans sagt:

    Toller Bericht! Eine ähnliche route habe ich 2010 abgefahren, auch mit den Seelöwen in Carmel 🙂

    • Christian sagt:

      Hallo Hans, vielen Dank für Dein Lob – der Hwy #1 ist wirklich toll! Sicher nicht das letzte Mal, dass wir dort waren.

      LG, Christian

  • Marco sagt:

    Toller Roadtrip und ein klasse Blog! Wo habt ihr denn den tollen Chevrolet SUV angemietet?
    LG

    • Christian sagt:

      Hallo Marco,

      schön, dass Dir unser Blog gefällt…! 🙂

      Wir haben jetzt schon mehrmals einen Tahoe gehabt wenn wir in den USA unterwegs sind und diesen immer über Mietwagenvermittlern wie billiger-mietwagen oder check24 bei Alamo oder National gebucht.

      Beste Grüße, Christian

  • David sagt:

    Hallo Christian,

    ich war bis jetzt zweimal in den USA unterwegs, aber habe immer in günstigen Motels oder Hotels übernachtet. Nach deinem Bericht hab ich jetzt etwas Lust auf das Campen bekommen.

    Wie viel kostet denn ein Platz auf dem Campground bzw. wie viele kostenlose Campgrounds gibt es?

    MfG David

    • Christian sagt:

      Hey David,

      schön dass Dir mein Bericht Lust aufs Campen gemacht hat – das ist in den USA auch eine tolle Sache! 😉 Die Preise für die Campgrounds sind sehr unterschiedlich – manche sind sogar umsonst, in den Nationalparks zahlst Du zwischen 15,- und 30,- USD und private Campgrounds sind meist teurer so ab 45,- USD nutzbar.

      Beste Grüße, Christian

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