Road Trip durch den Südwesten der USA – Wandern im Grand Canyon und Co.

Ein Road Trip durch den Südwesten der USA

Vor einigen Wochen hatten wir noch den Plan im Frühjahr für ein paar Wochen zum Tauchen auf die Malediven zu fliegen. Doch wie heißt es so schön: „Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt!

Leider haben wir für die Malediven diesmal kein wirklich passendes Angebot gefunden und haben so entschieden unsere nächste Malediven Reise auf den Herbst zu verschieben – im Juni geht es ja auch zum Cenoten Tauchen wieder für einige Wochen nach Mexiko – also nicht ganz so schlimm, dass es nun im Frühjahr keine Tauchreise wird. 

Erst waren wir uns nicht ganz sicher, was wir anstelle der Reise auf die Malediven machen wollen und es standen auch gleich mehrere interessante Reiseziele auf unserer Liste – aber am Schluss fiel die Entscheidung dann auf einen Traum den ich schon seit Langem mit mir rumtrage: Einen Road Trip durch den Südwesten der USA – mit Zelt und Wanderschuhen im Gepäck durch die schönsten Nationalparks.

Wild, Wild, West – Low Budget mit Zelt und Mietwagen durch den Südwesten der USA

Es soll ein „echter Road Trip“ werden: Rein in den Mietwagen und los…, keine festgelegte Route, kein Zeitplan…einfach los; der Sonne hinterher. Mit auf Reisen kommt nur was wir tragen können – Rucksack, Zelt, Wanderschuhe, Kocher – nur das nötigste für unsere Wanderungen und Übernachtungen in den Nationalparks der USA. Dazu noch ein paar Sachen zum wechseln – gewaschen wird landestypisch in der „Coin Laundery„, das Essen gibt es vom Lagerfeuer und übernachtet wird im Zelt. Wie in den guten alten „Easy Rider“ Zeiten als die Route 66 in den USA noch für so etwas wie Freiheit stand.

Zion National Park, USA

Zion National Park, USA

Geht nicht…? Doch, das geht…! Denn auch wenn es viele nicht wissen – die USA sind ausserhalb der Metropolen ein wahres Paradies für Camper und „Low Budget Traveller„. Quer durch die USA verstreut gibt es unzählbar viele Nationalparks, National Forests und sogenannte National Monuments. Hier gibt es günstige Campingplätze, in allen National Forests der USA sogar kostenlose Übernachtungsplätze und im Backcountry (Hinterland) ist häufig auch „wildcampen“ gestattet. Dabei wird das sogenannte „Boondocking“ (kostenlos oder sehr günstig campen) – was übersetz soviel heißt wie „günstig andocken“ – in den USA von Jahr zu Jahr populärer. Mittlerweile gibt es sogar etliche Webseiten und Apps auf denen kostenlose „Campsites“ sowohl in der Natur, als auch für Wohnmobile auf Parkplätzen ausgeschrieben sind.

So wird diese Reise in den Südwesten der USA also für uns auch so eine Art Experiment – denn ob man in einem Land in dem Konsum und Kommerz allgegenwärtig und vielerorts sogar Lebensmittelpunkt sind wirklich verhältnismässig günstig Reisen kann wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Unsere bisherigen Vorbereitungen für den USA Road Trip

So geht es also in ein paar Tagen los – auf in Richtung San Francisco, dem Startpunkt unseres Road Trips durch den Südwesten der USA. Nach einiger Recherche auf Flugbörsen, Airline Seiten, bei Mietwagen Anbietern und einem kurzem Überblick über den Südwesten der USA hat sich San Francisco als idealer Startpunkt für unseren USA Road Trip herausgestellt.

Wir starten am Flughafen in Düsseldorf und mit Swiss Air geht es über Zürich dann Non-Stop weiter nach San Francisco, wo wir unseren Mietwagen in Empfang nehmen. Da wir auf dieser Reise durch die USA mit einem befreundeten Pärchen unterwegs sind und es teilweise in den großen Nationalparks über nicht wirklich gute Strassen gehen wird, haben wir uns als Mietwagen diesmal für einen Fullsize SUV – Chevy Tahoe o.ä. entschieden. Ein Fullsize SUV sollte uns vier Personen auch auf längeren Fahrtstrecken genügend Platz und Bequemlichkeit bieten – zudem verfügt es auch über genügend Bodenfreiheit für kleine „Offroad“ Strecken.

Und das war es dann schon fast mit den Vorbereitungen , bis auf das durchchecken der Ausrüstung – Road Trip eben…! Einzig um eine mobile Möglichkeit der Internetverbindung habe ich mich die letzten Tage noch gekümmert. Diesmal wollen wir die SIM Karten von „Prepaid Global“ ausprobieren. Das ist eine normale amerikanische Mobilfunkkarte von AT&T (bieten die beste Netzabdeckung in den USA), welche schon hier in Deutschland gekauft und aktiviert wird. Wie gut das ganze dann funktioniert hat, könnt Ihr nach unserer Reise durch den Südwesten der USA hier auf feel4nature.com lesen.

Einige Highlights der USA die wir gerne sehen würden

Wie schon gesagt, es gibt grundsätzlich keine feste Planung für den Road Trip und das Ziel ist es sich vollkommen entspannt und natürlich auch abhängig vom Wetter treiben zu lassen. Dennoch beschäftigt man sich natürlich im Vorfeld mit dem Thema was es denn zu sehen gibt und verschafft sich einen Überblick.

So ist es für uns auch schon relativ sicher, dass es vom Flughafen in San Francisco erst einmal nach Süden – die typische Route durch Kalifornien – den Highway #1 in Richtung Los Angels hinuntergeht. Die Hauptroute nach Osten, durch den Yosemite National Park, ist nämlich im März noch wegen Schnee gesperrt und man könnte so nur mit einem längeren Umweg über Sacramento direkt nach Osten fahren.

Angels Landing Trail - Zion NP, USA

Angels Landing Trail – Zion NP, USA

Kampf gegen die Höhenangst im Zion NP und Wanderung im Grand Canyon

Für mich ganz persönlich stehen zwei besondere Punkte auf diesem Road Trip ganz oben auf der Liste und es wäre schön, wenn uns die Reiselust und das Wetter auf unserem Weg an diesen beiden Highlights vorbeiführen würde. Mal schauen ob es klappt…

Angels Landing Trail im Zion National Park

Der erste Punkt wäre ein absoluter Kampf gegen den „inneren Schweinehund“, denn ich habe ziemliche Höhenangst – eine Wanderung auf dem Angels Landing Trail im Zion National Park. Der „Landeplatz der Engel“ ist ein Aussichtspunkt auf einer 1765 m hohen Felsformation im Zion-Nationalpark, die einen spektakulären Ausblick über das Tal bietet.

Einen schönen Artikel zu dieser Wanderung findet Ihr auf dem Blog von Erik PetersMotoradreisender.de“ – „Angels Landing“ – oder Schocktherapie für Höhenangstgeplagte. Zusätzlich findet Ihr hier auch noch ein nettes Video zur Wanderung.

Mehrtageswanderung hinunter in den Grand Canyon

Der zweite Punkt der mir ziemlich am Herzen liegt ist eine Wanderung ins Herz des Grand Canyons bis hinunter an den Colorado River. Ob das letztendlich realisierbar ist hängt aber nicht nur vom Wetter und unserer Reiseroute ab, sondern auch von einem Permit (Genehmigung) die man für solch eine Wanderung braucht. Laut den Informationen im Internet wird ein Großteil dieser Permits bereits Monate im Voraus verlost, aber es gibt wohl auch einen kleinen Anteil an Permits die an jedem Morgen im Visitor Center ausgegeben werden.

Wandern im Grand Canyon, USA

Wandern im Grand Canyon, USA

Alternativ gibt es aber am Grand Canyon noch eine zweite unbekanntere Möglichkeit bis hinunter zum Colorado River zu wandern, nämlich die „Havasu Falls“ in der „Havasupai Indian Reservation“.

Ob sich unsere Wünsche erfüllen oder ob es dann letztendlich doch eine ganz andere Route wird erfahrt ihr in den nächsten Wochen hier auf feel4nature.com in der Rubrik Journal. Hier werde ich wann immer es die Zeit und Internetverbindung erlaubt einige Berichte „live“ aus den USA einstellen – also schaut doch öfters mal vorbei.

Kurze News und Bilder der Reise gibt es regelmässig auf unseren Seiten bei den sozialen Netzwerken FacebookTwitter oder Google+.

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4 Kommentare

  • Janas Reisefieber sagt:

    Hallo Christian,

    das klingt nach einer tollen Tour.

    Wir haben im August 2013 einen Road Trip quer durch die USA gemacht. Wenn du noch ein paar Tipps und Anregungen brauchst, schau doch mal auf meinem Blog vorbei:

    Beste Grüße

    Jana

    • Christian Hubo sagt:

      Hallo Jana,
      einen schönen Blog hast Du da – Gratulation und weiter so.
      Denke auch das unser USA Road Trip eine schöne Tour wird.
      Alles Gute, Christian

  • David sagt:

    Hi Christian,

    kannst du die Webseiten und Apps verraten, wo man kostenlose Campsites findet? Bin leider in deinem Journal nicht fündig geworden. 🙁

    LG

    • Christian sagt:

      Hey David,

      einfach mal nach „boondocking“ googlen – so nennt man das kostenlose Campen in den USA! 😉 Als App nutze ich auf dem iPhone häufig „Camp & RV – Tent Camping to RV Parks
      von Allstays LLC“ – da hat man eine gute Übersicht über alle Campsites.

      Beste Grüße, Christian

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