Reisen und Geld verdienen – 18 Jobs und Möglichkeiten beides erfolgreich zu vereinen!

Reisen und Geld verdienen

Du reist gerne in ferne Länder, am liebsten währst Du das ganze Jahr unterwegs? Der Koffer ist im Gedanken schon gepackt, alles was Dich noch aufhält ist mal wieder das liebe Geld? Dann findest Du in diesem Artikel eine Anleitung wie Du Reisen und Geld verdienen erfolgreich miteinander verbinden kannst und wie Du an den schönsten Ecken der Welt Deinen Lebensunterhalt verdienst.

Jeder kann auf seinen Reisen genügend Geld verdienen, wenn er realistisch bleibt

Viele Menschen halten es schlichtweg für eine Illusion dauerhaft zu reisen und währenddessen auch noch Geld zu verdienen – auch wir werden sehr häufig gefragt wie wir unsere Reisen finanzieren und ob wir im Lotto gewonnen haben. Dabei ist es im Grunde genommen ganz einfach, solange man realistisch bleibt und sich nicht in Traumvorstellungen verliert.

Wenn Du also daran denkst Dein Leben lang durch irgendwelche Luxus Hotels zu tingeln und dabei genügend Geld zu verdienen um das Ganze zu finanzieren, dann solltest Du lieber Lotto spielen, an der Börse spekulieren oder Dich zumindest einmal darauf einstellen, dass Du noch einen weiten und steinigen Weg vor Dir hast.

Geht es Dir aber bei Deinen Reisen um den Reiz ferner Länder und Kulturen, die Sonne, den Strand, die Berge oder die Natur? Du bist bereit für dieses Ziel Kompromisse einzugehen und Dich aus den „Fesseln der Konsumgesellschaft“ zu lösen? Dann wirst Du sicherlich ganz leicht einen Weg finden Dir Deinen Traum zu erfüllen.

Besonders wichtig ist es zu akzeptieren, dass es niemals nur einen richtigen Weg gibt. Die möglichen Lösungen sind so vielfältig wie wir Menschen selbst.

Wie Du Deinen persönlichen Weg findest um auf Reisen Geld zu verdienen

Um erfolgreich Geld während Deiner Reisen zu verdienen, musst Du erst einmal sachlich Deine Ausgangssituation und Deine bereits vorhandenen Möglichkeiten beurteilen – dazu solltest Du dir zunächst folgende Fragen beantworten :

  • Welchen beruflichen Hintergrund habe ich und kann ich diesen nutzen um auf meinen Reisen Geld zu verdienen?
  • Welche Talente oder Interessen habe ich, die ich ausbauen könnte um auf meinen Reisen Geld zu verdienen?
  • Welche Sprachen spreche ich bereits und welche würde ich evtl. gerne lernen?
  • Möchte ich mein Geld lieber als Angestellter oder Selbständiger verdienen?
  • Will ich lieber phasenweise arbeiten und dann längere Zeit einfach nur meine Reisen geniessen oder die Arbeit mit dem Reisen verbinden?
  • Wie viel Geld muss ich monatlich verdienen um meine Reisen zu finanzieren und eventuelle Fixkosten zu bestreiten?
  • Was erwarte ich von meinen Reisen, wo möchte ich hin und was möchte ich in keinem Fall?

Wenn Du dir etwas Zeit nimmst um diese Fragen möglichst detailliert zu beantworten, hast Du bereits den Grundstein gelegt um herauszufinden wie Du am besten für Dich Geld auf Deinen Reisen verdienen kannst. Nun geht es darum, diese gewonnenen Informationen richtig einzusetzen und herauszufinden welche Möglichkeiten Dir offen stehen.

Du bist der fleißige Arbeiter mit fundierter Ausbildung?

Du hast eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen, eine Menge an Berufserfahrung in einer bestimmten Branche? Vielleicht sprichst Du auch noch eine oder mehrere Fremdsprachen? Aber Du bist vielleicht nicht sonderlich kreativ und hast vielleicht auch nicht den Ehrgeiz Dich selbständig zu machen?

Kein Problem, denn auch als Angestellter kannst Du an den schönsten Flecken dieser Erde arbeiten um die Reisekasse aufzufüllen und so schon eine Art von „Urlaubsfeeling“ geniessen. Bei einige Jobs und Arbeitgebern kann das Reisen sogar Bestandteil Deines Jobs sein.

Die besten Jobs für flexible Arbeiter mit fundierter Ausbildung :

Koch oder Hotelfachmann

Als gelernter Koch oder mit einer anderen gastronomischen Ausbildung kannst Du überall auf der Welt Arbeit finden – in exotischen Hotels, den angesagten Metropolen oder auch auf einem Kreuzfahrtschiff.

Krankenschwester und Pflegekräfte

In vielen Ländern dieser Welt herrscht ein großer Mangel an Fachpersonal im medizinischen Bereich und auch in der Touristik Branche suchen Hotels und Ferienanlagen häufig medizinisches Fachpersonal.

Büro- oder Industriekaufmann

Mit einer kaufmännischen Ausbildung oder gar einem BWL Studium liegst Du nie verkehrt. Kaufmännische Jobs gibt es überall auf der Welt und gerade deutsche Staatsbürger profitieren von der uns nachgesagten Zuverlässigkeit.

Finden kannst Du solche Jobs zum Beispiel bei :

Im Internet gibt es aber noch viele weitere internationale Jobbörsen auf denen Du passende Jobangebote findest um mit einem klassischen Ausbildungsberuf im Ausland Geld zu verdienen.

Du bist die kontaktfreudige Sportskanone?

Auf Menschen zuzugehen ist für Dich selbstverständlich? Vielleicht hast Du sogar eine Trainerausbildung in einem bestimmten Bereich? Dann wird es Dir nicht schwer fallen einen Job im Ausland zu finden mit dem Du während Deiner Reisen genügend Geld verdienen kannst.

Die Tourismusbranche ist immer auf der Suche nach zuverlässigen Mitarbeitern, mit fundierten Kenntnissen in Ihrem Fachbereich. Alles was Du tun musst ist Dich in einschlägigen Jobbörsen bewerben und die Koffer packen!

Die besten Jobs für kontaktfreudige Sportskanonen :

Tauchlehrer und Dive Guide

Tauchschulen und Safariboote operieren an den schönsten Plätzen der Welt. Um Deine Jobchancen als Tauchlehrer zu erhöhen solltest Du möglichst viel Taucherfahrung sammeln und nützliche Zusatzqualifikationen wie einen Bootsführerschein, Wartungsseminare etc. sammeln.

Tour Guide und Reiseleiter

Viele der großen Touristikunternehmen sind ständig auf der Suche nach sympathischen Reiseleitern, aber auch kleine Nischenanbieter suchen häufig Tour Guides. Ideal ist es wenn Du dir ein fundiertes Wissen über das Reiseland aneignest.

Animateur oder Kinderbetreuer

Eine Vielzahl an Hotels und Club Anlagen beschäftigen Animateure zur Betreuung Ihrer „großen“ und „kleinen“ Gäste. Der Job kann natürlich etwas stressig sein, bietet aber endlos viele Möglichkeiten weltweit zu arbeiten.

Finden kannst Du solche Jobs zum Beispiel bei :

Weitere Jobangebote findest Du bei allen großen Reiseanbietern und Hotelbetreibern oder für Tauchlehrer auf den Seiten der Tauchverbände.

Du bist der kreative Webworker – Digitale Nomade?

Du bist kreativ und möchtest am liebsten vollkommen unabhängig Geld verdienen? Du kannst auch damit umgehen wenn es mal eine Zeit lang nicht so gut läuft? Du hast zum Beispiel fundierte Kenntnisse im Bereich Webdesign, Grafikdesign, Programmierung oder Du hast ein Talent Texte zu schreiben?

Dann bringst Du alle Voraussetzungen mit ein Digitaler Nomade zu werden. Digitaler Nomade bedeutet, dass Du Dein Geld ortsunabhängig verdienst – quasi während Du gleichzeitig reist.

Als Digitaler Nomade bietet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten um auf Deinen Reisen Geld zu verdienen, Du kannst entweder Bestimmte Leistungen direkt an Kunden verkaufen, eigene Produkte selbständig vermarkten oder auch Arbeiten von Dir auf diversen Verkaufsbörsen einstellen. Ideal ist es dabei, wenn Du als Digitaler Nomade immer flexibel bist und Du dir mit der Zeit mehrere Standbeine aufbaust.

Die besten Verdienstmöglichkeiten für angehende Digitale Nomaden :

Stockfotograf oder Fotograf

Wenn Du professionell fotografierst oder als Illustrator Grafiken erstellst kannst Du diese auf verschiedenen Fotobörsen verkaufen. Zudem kannst Du auf Deinen Reisen auch Geld verdienen indem Du z.B. Werbeaufnahmen für lokale Gewerbetreibende erstellst.

Webdesigner oder Webentwickler

Webseiten sind die Visitenkarten der Gegenwart und kein Unternehmen kommt heute mehr ohne eine eigene Webseite aus. Das bietet viel potenzial für konstante Einnahmen. Entweder kannst Du deine Dienstleistung direkt an Kunden verkaufen oder auch sogenannte Templates (Vorlagen) entwickeln und diese auf verschiedenen Börsen oder eigenständig zum Verkauf anbieten.

Autor und Werbetexter

Falls Du einen guten Schreibstil besitzt und Spass daran hast mit dem Schreiben von Artikel und Texten auf Deinen Reisen Geld zu verdienen, stehen Dir viele Möglichkeiten offen. Zum einen kannst Du Texte für spezielle Textbörsen schreiben oder auch Artikel für Magazine und Blogs. Auf lange Sicht kannst Du deine Verdienstmöglichkeiten zudem mit dem Verkauf eigener Publikationen wie z.B. eBooks oder einem eigenen Blog ausbauen.

Anbieten kannst Du Deine Produkte und Leistungen als Digitaler Nomade zum Beispiel bei :

Viele weitere Möglichkeiten findest Du im Internet über Google oder auf Blogs von Digitalen Nomaden.

Geld verdienen auf Reisen – Du kannst es auch!

Natürlich kann ich Dir mit diesem Artikel nur einen kleinen Einblick in die vielen Möglichkeiten geben, wie Du erfolgreich Reisen und Geld verdienen miteinander vereinst. Besonders wichtig ist es mir aber Dir zu zeigen, dass es generell möglich ist auf Reisen genügend Geld zu verdienen und das auch Du es kannst.

Entscheidend wie bei allen Dingen im Leben ist es einfach nur anzufangen! Anzufangen seinen Plan in die Tat umzusetzen, dem Hamsterrad entfliehen statt einfach nur davon zu träumen. Heute, jetzt! Und nicht erst morgen oder gar irgendwann.

Wenn Ihr Euch für die Thema Arbeiten und Reisen, Ausbruch aus dem Hamsterrad und Digitale Nomaden interessiert schaut doch häufiger mal bei feel4nature.com vorbei. Um keine News und Artikel zu verpassen könnt Ihr feel4nature auch auf FacebookTwitter oder Google+ folgen.

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43 Kommentare

  • Eve sagt:

    Ja, es gibt tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten unterwegs Geld zu verdienen.

    Ich hab in Australien privat Deutschunterricht gegeben und Promotion für verschiedene Produkte gemacht.

    Grundsätzlich ist es für fast jeden möglich auf Reisen zu arbeiten, nur darf man sich nicht zu schade sein für so manche Arbeiten 😉

    xx
    Eve

    • Christian sagt:

      Danke für Deine Erfahrungen zum Thema! Klar muss man machmal auch in den „sauren Apfel“ beissen und evtl. ein paar Dinge tun die einem nicht so schmecken…

      Aber besser man macht das gelegentlich auf dem Weg zu seinen Träumen, als hier in Deutschland täglich bei einem 9-to-5 Job den man nicht mag! 😉

      Liebe Grüße, Christian

  • Martin sagt:

    Meine Variante ist, einen Teil der Reisekosten als Dienstreisekosten abzusetzen. Gibt es etwas Besseres, als Geschäft und Reisen zu verbinden und im Land dann gleich noch ein paar Leute zu unterstützen? Und das geht auch nebenberuflich. Man braucht nur die richtige Gelegenheit.

  • Janine sagt:

    Es gibt tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten das Arbeiten mit dem Reisen zu verbinden. Ich habe unter anderem drei Saisons im Robinson Club gearbeitet. Ein aktueller Post von mir beschreibt, die Vor- und Nachteile über das Arbeiten in einem Ferienclub.
    Ansonsten war ich noch als Ayurveda Massage Therapeutin tätig. Man muss halt kreativ und wie Eve schreibt, sich für manches nicht zu schade sein ;).

    • Christian sagt:

      Hallo Janine,

      vielen Dank für Deine Erfahrungen im Bezug auf das „Geld verdienen auf Reisen“. Kreativität und „über den eigenen Schatten zu springen“ sind sicherlich zwei der wichtigsten Dinge um dabei Erfolg zu haben.

      Beste Grüße, Christian

  • Franziska sagt:

    Hallo! Erstmal vielen Dank für den tollen Artikel! Ich bin selbst vor 15 Monaten aus meiner Alltagsroutine ausgebrochen, um mir meinen Traum vom Reisen zu erfüllen. Ich hatte erst viel Geld gespart, aber jetzt finanziere ich mir meine Reisen mit Work & Travel. Ich bin tatsächlich so glücklich und ausgeglichen wie nie zuvor, mache mir aber leider trotzdem auch Gedanken über die Zukunft und darüber, ob ich nicht doch irgendwann „sesshaft“ werden sollte (was zugegebenermaßen auch daher rührt, dass meine Familie daheim das von mir erwartet und ich schon ein schlechtes Gewissen habe, dass ein Haufen Leute meinen Krempel, den ich nicht mitnehmen konnte, für mich aufbewahrt).
    Ich bin Deutsch- und Englischlehrerin und denke daher, dass ich damit überall auf der Welt auch Arbeit finden kann, aber manchmal frage ich mich halt auch, ob es nicht klüger wäre, einen festen Job in der Heimat zu suchen, um in meine Rente zu investieren und mich für den Fall abzusichern, dass ich vielleicht doch irgendwann gesundheitlich nicht mehr so weitermachen kann wie bisher. Aber glücklich macht mich die Aussicht eigentlich nicht, mir in Deutschland einen festen Job zu suchen und ein konventionelles Leben zu führen.
    Daher wäre ich für ein paar Tipps dankbar! Kann ich weiterhin die Welt bereisen und trotzdem eine gewisse finanzielle Sicherheit für die ferne Zukunft schaffen?

    • Christian sagt:

      Hallo Franziska,

      erst einmal vielen Dank für Dein Lob! 🙂

      Ich glaube allerdings nicht, dass ich Dir wirklich einen guten Ratschlag auf Deine Fragen geben kann – denn da wirst Du wohl selbst in Dich hinein hören müssen und entscheiden was Dir wichtig ist.

      Wir persönlich machen uns nicht besonders viele Gedanken zu dem Thema, denn letzten Endes ist Sicherheit immer ein Illusion. Wir haben beschlossen lieber im hier & jetzt zu leben statt uns übermässig Gedanken über die Zukunft zu machen…denn die wird sich schon finden, so – oder – so. Ich hoffe Du bist mir nicht böse, dass ich Dir in dieser Hinsicht keinen wirklichen Rat geben möchte – denn solche Entscheidungen muss jeder ganz alleine für sein Leben treffen. Das einzige was ich Dir mit auf den Weg geben möchte ist – wenn Du doch eigentlich glücklich mit Deiner Lebensweise bist…warum möchtest Du dann etwas daran ändern – nur weil andere das von Dir erwarten?

      Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst…

      Beste Grüße, Christian

  • Katrin sagt:

    Ein toller Artikel, der ganz klar aufzeigt, welche Möglichkeiten es mittlerweile gibt, um auch auf Reisen Geld zu verdienen. Das wird dem ein oder anderen für die Zukunft sicherich eine große Hilfe sein, denn das Interesse auf Reisen Geld zu verdienen wird doch immer größer.

  • Goni sagt:

    Vielen Dank für diesen tollen und informativen Artikel. Ich bin viel am Lesen in letzter Zeit auf der Suche wie ich Unterwegs Geld verdienen kann und werde mir deine Vorschläge gleich noch etwas genauer anschauen.
    Ich bin seit Januar 2013 unterwegs, im letzten Jahr hauptsächlich am Tauchen, bisher alles mit Ersparnissen. Zurück in einen „normalen“ Job kann ich mir nicht mehr vorstellen.
    Ab Oktober werde ich auf einem Liveaboard in den Malediven arbeiten. Mich reizt allerdings das Leben von euch digitalen Nomaden, nur bin ich noch ziemlich orientierungslos, wie dies funktionieren soll…

    • Christian sagt:

      Hallo Goni,

      besten Dank für Dein Lob. Wir drücken Dir die Daumen, dass Du deinen Traum des „Digitalen Nomadenlebens“ in die Tat umsetzen kannst. 😉

      Auf welchem Boot auf den Malediven wirst Du denn arbeiten?

      Beste Grüße, Christian

  • Hallo Christian,

    war so frei auf Deinen Artikel zu verlinken weil mir u.a. auch dieser sehr geholfen hat, die für mich geeigneten Einkommensmöglichkeiten herauszufinden. Allerdings wollen wir uns primär erst mal auf das Reisen konzentrieren.

    Übrigens Kompliment für Dein gelungenes Seitenlayout. Sehr ansprechend, alles drauf und trotzdem übersichtlich.

    Wir lesen uns.
    Wolfgang

    • Christian sagt:

      Hallo Otti & Wolfgang,

      vielen Dank für Euer Kompliment… 😉 Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Eure Reisekasse als Digitale Nomaden noch etwas aufbessern könnt.

      Beste Grüße, Christian

  • Sven sagt:

    Hallo Christian,

    super Artikel, Hut ab. Hat mich sehr inspiriert und bringt mich vielleicht ein bisschen näher dahin, endlich bye bye Deutschland zu sagen. Danke, hat mir sehr gefallen!

    Gruß,
    Sven

    • Christian sagt:

      Hey Sven,

      danke Dir – schön, dass Dir der Artikel gefällt…!

      Ich drücke Dir die Daumen, dass Du deine Ziele und Träume schnellstmöglich erreichst.

      Beste Grüße von den Malediven, Christian

  • Arthur sagt:

    Hey Christian, dein artikel ist super gelungen! Man kann immer Geld verdienen (legal und illegal) egal ob mit Touristenvisum oder mit Arbeitsvisum…man darf sich nur wirklich nicht zu schade sein!

    Ich bin als Handwerker unterwegs und habe mich jetzt in Australien selbstständig gemacht. Jetzt wird hier gereist Geld verdient und dann ab nach Asien 💪🏿🤓😬

    Weiter so!

    Ps: Hab auch einen Bart, kam bei mir aber dadurch das beim Reisen rasieren eher unvorteilhaft ist und zu unregelmäßig vorkam, bis ich das ganz eingestellt habe.

    • Christian sagt:

      Hey Arthur,

      danke Dir für Dein Feedback – ich wünsche Dir noch viel Spass auf Deinen Reisen und drücke Dir die Daumen, dass es bald nach Asien geht…! 🙂

      Bei mir ist der Bart übrigens ganz ähnlich entstanden…

      Beste Grüße, Christian

  • Ali sagt:

    Hallo,
    Zuerst schulde ich Dir Dank dafür, dass Du dir soviel Zeit für den tollen Artikel genommen hast 🙂
    Zu meiner Person : Ich bin 16 Jahre alt und seitdem ich die Kulissen und Schauplätze der Herr der Ringe – Trilogie, welche größtenteils in Neuseeland gedreht worden sind gesehen habe , dreht sich alles bei mir nur noch ums Reisen .
    Ich weiß , ich bin noch relativ jung und gehe zur Schule, doch hatte nie konkrete Berufsvorstellungen . Was ich aber ganz bestimmt weiß ist, dass ich niemals einen konventionellen Lebensstil leben will.
    Dieser Alltag bestehend aus Arbeit, haufenweise negative Kritik vom Chef und dem müden nach Hause kommen . Wenn ich daran nachdenke wird mir schon schlecht 😀
    Ich möchte einfach so viel wie möglich von dieser Welt erfahren und sehen . Die verschiedenen Kulturen, Religionen, Sprachen, Menschen, Orte usw.
    Man lernt alles einfacher zu akzeptieren und es so zu nehmen wie es kommt , Menschen zu vergeben und sich darauf zu fokussieren was wirklich zählt . Erinnerungen . Die sind wichtig, denn die bleiben ein Leben lang und keiner kann sie einem wegnehmen . Glücklicherweise muss ich euch das Ganze nicht beschreiben . 😀 Viele von euch haben schon soviel Nennenwertes erlebt und um ehrlich zu sein bin ich ein klein wenig neidisch 🙂 .
    Kurz gesagt, möchte ich später einmal dieser Gesellschaft entrinnen und all diese materiellen Wünsche und Ziele hinter mir lassen. Nur war mir bis heute nicht bewusst wie ich dann mein Leben finanzieren soll, was sich nach diesem Artikel geändert hat .
    Da Du so viele unterschiedliche Varianten und Wege erläutert hast,scheint mir alles nun so einfach und logisch. Ich möchte mich bei Allen bedanken die ihre Erlebnisse hier geteilt haben .
    Außerdem gebührt der meiste Dank dir Christan . Danke dass du dir die Zeit genommen hast diesen Artikel zu verfassen . Du hast es geschafft so zu leben wie du es willst und hast dich von jeglichen gesellschaftlichen Kriterien befreit . Danke dass du mir Hoffnung auf ein Leben voll mit Erinnerungen und Erlebnissen gemacht hast 😀
    MFG Ali

    • Christian sagt:

      Hallo Ali,

      vielen Dank für Dein Lob…! 🙂 Es freut mich immer sehr, wenn jemand ganz ähnlich denkt und fühlt wie wir…

      Ich drücke Dir feste die Daumen, dass Du deinen ganz eigenen Weg zur „Freiheit“ findest und Dich so verwirklichen kannst wie Du es Dir wünscht.

      Beste Grüße, Christian

  • Ophelia sagt:

    Hallo,

    ich gehe absolut nicht mit, was in diesem Artikel steht. Ich habe inzwischen auf 3 Kontinenten gelebt und ganz andere Erfahrungen gemacht. Für mich hören sich diese Artikel erstmal schön an, aber die Realität ist eine ganz Andere. In den meisten Ländern dieser Welt darf man schlicht nicht arbeiten ohne eine Arbeitserlaubnis und die bekommt man nur, wenn man Skills hat die sonst Niemand hat. Weder in Südamerika noch in Afrika habe ich arbeiten dürfen und das als Grafikerin, Marketingfachkraft bzw. Fotografin. Auch an Sprachunterrricht sind die Meisten nur interessiert, wenn es nichts kostet. Fotobörsen zahlen oft nur Pfennigbeträge für die Fotos. Was in keinerlei Verhältnis zum Aufwand steht. Sich davon sein Leben zu finanzieren kann sich alleinfalls ein Topfotograf leisten. Ich bin selbst Fotografin und weiß auch hier, dass es eine brotlose Kunst ist und einen NICHT über Wasser hält. Ich für meinen Teil habe keinen Bock auf „Dust diving“ wie Essen aus dem Müll fischen immer so schön bezeichnet wird. Ihr habt da ja auch noch Beispielartikel. Ich halte diese und ähnliche Artikel schon fast für fahrlässig. Sie suggerieren jeder kann das ganz easy. Was nun, wenn man kein besonderes Talent hat? Wenn man keine Arbeitserlaubnis bekommt, da man für Work´n Travel zu alt ist? Was wenn sich Fotos nicht verkaufen und Sprachunterricht nicht gefragt ist gegen Bezahlung? Ebenso ist es bei Touristikern… die wollen junge Menschen und keine alternden Aussteiger. Selbst die Kreuzfahrtunternehmen nehmen nicht jeden auch wenn das immer suggeriert wird in solchen Texten. Ich glaube für Leute die auf eine Mindestabsicherung (Krankenversicherung) wert legen und keine Lust haben auf Müllfischen, die sollten ein wirklich gutes Konzept und ein Backup haben, bevor sie sich auf so ein Abenteuer einlassen. Ich glaube kaum, dass der Durchschnittsdeutsche den Hürden die es mit sich bringt gewachsen ist. Ohne Permit muss man alle 90 Tage aus dem Land – in fast jedem Land. Auch das wissen viele nicht. Sie dürfen nicht bleiben und einfach mal Geld nebenbei verdienen. Und nicht jeder hat dann die Kohle jedes virtel Jahr auszureisen. Auch das muss verdient werden. Je nach Traumland wird das schnell teuer. Deshalb halte ich es auch für absolut „naiv“. Wie gesagt, ich hab im Ausland gelebt und gearbeitet und weiß sehr genau wovon ich rede. Für ein paar kann es klappen, aber dazu braucht es schon sehr gute Voraussetzungen und man muss sich klar sein, ob man wirklich „obdachlos und hungrig“ in Kauf nehmen möchte. Denn genau das ist es, was diese Reisenden (die ihr auch beschreibt) sehr häufig erleben, auch wenn es schöner beschrieben wird. Für mich wird das alles zu sehr idealisiert. Besonders wenn es heißt „überall auf der Welt“. Pustekuchen. In manchen Ländern landest du sehr schnell im Gefängnis, wenn du länger bleibst und illegal arbeitest. Ich wünsche mir einfach etwas mehr Realismus beim Verfassen solcher Artikel. Ich koche nicht, bin kein Banker und Lehrer auch nicht. Kaufmännische Jobs werden und müssen zuerst an Einheimische vergeben werden. Welche Chancen hat man da? In der Regel gehen sie gegen Null! So sieht es wirklich aus.

    Grüße Ophelia

    • Christian sagt:

      Hallo Ophelia,

      erst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, der leider ein wenig frustriert klingt – als ob Du keine guten Erfahrungen im Ausland gemacht hast.

      Ich muss sagen, dass Du mit einigen Dingen sicherlich nicht falsch liegst – aber es liegt zweifelsohne immer an dem Einzelnen wie er sich zurechtfindet und was wirklich realisierbar ist. Entscheidend ist halt, dass man realistisch bleibt und weiß worauf man sich einlässt und welche Konsequenzen das hat – so steht es ja auch bereits am Anfang meines Artikels.

      Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass sich vieles realisieren lässt wenn man daran glaubt, sich dafür einsetzt und auch bereit ist Kompromisse einzugehen. Ich selbst z.B. könnte alleine von der Fotografie leben und bin über die Stockfotos zu anderen Optionen gelangt und ab März gehen wir als TauchGuides nach Ägypten inkl. Work-Permit obwohl wir auch nicht mehr so wirklich jung sind…

      Wie auch immer – klar, ist nicht alles immer „heile Welt“ nur weil man reist oder im Ausland ist…, aber ist es das denn in Deutschland? Kämpft man in Deutschland nicht auch mit anderen Bewerbern um Jobs, muss man sich nicht auch hier „durchsetzen“ um voranzukommen?

      Von uns kann ich in jedem Fall sagen, dass all das was in dem Artikel steht bisher auch für uns machbar war – nicht alles ist immer ganz so gelaufen wie wir uns das vorgestellt hatten, aber so ist halt das Leben. Es kann in jedem Fall nicht schaden, wenn man das was man sich wünscht einfach mal ausprobiert und versucht es in die Tat umzusetzen ohne sich unendlich lange Gedanken über die Konsequenzen zu machen.

      Ich wünsche Dir in jedem Fall alles Gute…

      Beste Grüße, Christian

      • Ophelia sagt:

        Hallo Christian,

        danke für deine Antwort. Mich frusten einfach diese Artikel. Niemand befaßt sich genauer, was es wirklich braucht wenn man im Ausland leben bzw. arbeiten will. Es wird eine Illusion verkauft in meinen Augen. Ich wünsche mir einfach mehr Realismus, anstatt mit solchen Artikeln auf Bauernfängerschaft zu gehen. Und hier will ich dich nicht angreifen sondern gebe meine Erfahrung mit allen Bloggerartikeln dieser Art wieder. Wie gesagt, es kann für einige funktionieren und man sollte sich in jedem Fall an die Umsetzung seiner Träume machen. ABER auf keinen Fall blauäugig, denn das kann bös enden. Und dieser Ansatz fehlt mir in den meisten Artikeln. Einfach was es braucht, um ein Arbeitsvisa bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung überhaupt zu bekommen oder mal klipp und klar sagen, dass es im Ausland noch teurer ist als in Deutschland. Es ist eben nicht einfach wie: Ich setz mich in den Flieger und starte durch als digitaler Nomade (oder whatever). Etwas mehr Realismus statt Idealismus. Dust dumping ist nicht sexy, da muss man nichts beschönigen und genauso wenig ist es angenehm auf der Straße zu schlafen oder halb zu verrecken, weil man sich das Krankenhaus nicht leisten kann. Mal eine Rechnung aus Uruguay was als das Auswanderland schlecht hin unter Deutschen gilt: Man verdient dort im Schnitt 300 EUR für einen Fulltimejob. Eine Einzimmerwohnung in Montevideo bekommt man zur Miete nicht unter 500 EUR. (Miete ist nicht so verbreitet, dh. diese Preise!) Das heißt, man braucht eigentlich schon 2 Jobs für die Miete. Da ist dann auch kein Geld mehr nebenbei zum Reisen und entdecken übrigt. Ich wünsche mir einfach Artikel die sowas mal ganz klar beleuchten. Und das ist nur der eine kleine Bereich. Vielleicht funktioniert es in Thailand, aber das ist eben nicht die ganze Welt. Und viele der Jobs in der Touristikbranche sind Ausbeuterjobs. Wenn du Pech hast kommst du selbst auf nem Kreuzfahrtschiff nicht an die Sonne und hast nen 16h Job unter Deck bei einer 7 Tage Woche. Ganz ehrlich, dann doch lieber in Deutschland gutes Geld verdienen und die Wochenenden, Feiertage und den Urlaub ausnutzen. Dann hat man nämlich noch Geld für richtige Unterkünfte, Flüge, Mietwagen, Exkursionen und eine Krankenversicherung. Noch ein Beispiel zu Behörden, da auch das unterschätzt wird. Wir wollten im Ausland heiraten und haben allein für ein paar (4?) Schreiben 200 EUR bezahlt. Laßt mal eure Führerscheine, Zeugnisse und sämtliche andere Papiere übersetzen und beglaubigen. Nen tausender ist man da schon locker los. Und diese Papiere braucht man. Auch dazu muss man die nötige Kohle erstmal haben. Diesen Denkansatz möchte ich mit meinem Kommentar mitgeben und wie gesagt, ich hab die Mühlen der Bürokratie was im Ausland leben betrifft mehrfach durch, weiß was Krankenhäuser von Amerika bis Afrika kosten, wieviel Geld Visa-Agenturen/ Behörden nehmen oder welcher Aufwand es ist mit den Konsulaten in Kontakt zu treten. Vielleicht machst du ja mal einen Artikel der auch die anderen Seiten betrachtet. Du hast ja geschrieben, dass es für dich/ euch auch nicht immer gut gelaufen ist. Das wäre dann wirklich interessant und kann anderen helfen.

        Herzlichst Ophelia

        • Christian sagt:

          Hallo Ophelia,

          es tut mir leid, dass Dich solche Artikel frusten – auch weil sie ja eigentlich motivierend wirken sollen.

          Wie schon gesagt, ich gebe Dir grundsätzlich Recht, dass nicht alles immer einfach ist und auch nicht alles wie gedacht funktioniert wenn man ins Ausland geht oder beschliesst Langezeit zu reisen. Allerdings denke ich auch, dass Du etwas übertreibst – wahrscheinlich aufgrund von persönlichen schlechten Erfahrungen die Du gemacht hast. Deshalb aber alles „schlecht“ zu machen, geht meines Erachtens auch in die völlig falsche Richtung.

          Auch wenn mein Artikel sicherlich eher oberflächlich ist – da er halt nur dazu gedacht ist Lust auf mehr zu machen und den Mut zu finden mal etwas neues auszuprobieren – so gibt es im Netz doch viele Informationen dafür wie man die verschiedensten Sachen angehen kann. Aber trotzdem sind das nur Erfahrungsberichte eines Einzelnen und letzten Endes wird da jeder andere Erfahrungen machen.

          Ich in jedem Fall, finde dass Du das alles etwas zu dramatisch darstellst – ich selber habe schon im Ausland gelebt, bin extrem viel gereist und kenne auch etliche Menschen die es mir gleich tun und keine davon musste je in Mülltonnen nach Essen fischen.

          Beste Grüße, Christian

          • Ophelia sagt:

            Hallo,

            ich denke nicht das ich übertreibe. Mein „ausgewanderter“ Freundeskreis erstreckt sich auch um die ganze Welt und ich sehe ihren Trouble mit Visas, Geld, Gesundheit & anderen Problemen jeden Tag auf Facebook und Co. Aber danke für den Hinweis.

            Deine Aussage, dass du niemanden kennst, der Müll essen mußte, läßt sich mit deinem eigenen Text über Patrick & Gwen von „Weit. um die Welt“ wiederlegen. Zitat: Diesen ersten Teil ihrer Reise meisterte das junge Paar sogar ganz ohne Geld auszugeben – unter anderem indem sie unnötig weggeworfenen Lebensmittel aus Mülltonnen von Supermärkten fischten.

            Soweit dazu.

            Gruß Ophelia

          • Christian sagt:

            Hallo Ophelia,

            da scheinen unsere Erfahrungen halt unterschiedlich zu sein. Fernab davon ist das wohl alles auch von der individuellen Empfindung abhängig, denn ich kenne auch etliche Menschen die in Deutschland Probleme mit Behörden, Geld und Gesundheit haben. Wie dem auch sei…, ich bleibe dabei – es ist auch niemandem damit geholfen alles schlecht zu reden und unsere Erfahrungen waren da bisher weitestgehend positiv.

            Was Gwen & Patrick angeht, so wirfst Du da einiges durcheinander – denn die beiden haben sich FREIWILLIG dazu entschieden für diese Zeit Ihr Essen aus Mülltonnen zu fischen und waren nicht dazu gezwungen. Die beiden sind im übrigen immer noch unterwegs – mittlerweile sogar mit Nachwuchs und einem VW-Bus in Südamerika und das scheint auch irgendwie zu funktionieren.

            Vielleicht ist es einfach so, dass Du extremes Pech im Ausland hattest oder einfach zu den Menschen gehörst die sich in einigen stringentem System in dem einem alles und jedes mit Regeln vorgegeben wird wie in Deutschland besser zurechtkommt. Aber das kannst nur Du selber wissen…

            Ich finde es in jedem Fall schade, dass Du das ganze Thema so negativ siehst. Du wirst mir zwar vor der Artikel hier wäre einseitig und blauäugig, doch andererseits schlägst Du mit Deinen „Warnungen“ ins andere extrem. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen – es braucht sicherlich ein wenig Glück und Anpassungsfähigkeit um im Ausland oder auf Reisen dauerhaft bestehen zu können, aber wenn man der passende Mensch dafür ist und den festen Willen dazu hat lässt sich vieles meistern…

            Beste Grüße & ein schönes Wochenende, Christian

          • Ophelia sagt:

            Hallo,

            ich möchte den Leuten die durch solche einseitigen Artikel verblendet sind, die Augen öffnen – darum geht es. Ich habe sehr gut gelebt im Ausland. Aber ich kenne die Kehrseite, ich kenne die Ängste mit denen andere Leben. Ich weiß welche Kämpfe sie ausfechten und wie sehr es sie zerstören kann. Ich will einfach ein Gegenpol zu diesen „Alles easy peasy“ Geschichten sein, mit denen hausieren gegangen wird. Freiwillig dazu entschieden Müll zu essen? Mal ehrlich, keiner frißt aus Überzeugung Müll oder ist das neuerdings cool und ich hab was verpaßt? Sie mußten das tun um durchzukommen. Warum wird sowas beschönigt? Bleibt doch mal bei den Fakten. Das ist genau das was ich anprangere. Warum sagt man nicht klipp und klar: „Es gab ne echt bescheidene Zeit, wo sie Essen aus dem Müll fischen mußten, aber inzwischne geht es ihnen besser“? Das wäre ehrlich. Nur das kaufe ich euch ab. Der Rest ist Schönmalerei.

            Grüße Ophelia

          • Christian sagt:

            Also Ophelia,

            auch wenn ich finde dass Du ziemlich übertreibst, so war ich bisher mit Deinen Einwänden ja halbwegs einverstanden – wenn ich aber jetzt sehen muss, dass Du dir offensichtlich nicht einmal die Mühe machst Dich genau zu informieren, dann bin ich doch recht enttäuscht – vielleicht war das der Grund warum Du im Ausland so viele negative Dinge erlebt hast.

            Zu Gwen & Patrick: Das mit dem „Müllfischen“ war ganz am Anfang Ihrer Reise, da war die Reiskasse also noch voll, und wenn Du dir die Zeit genommen hättest das entsprechende Video einmal anzuschauen, dann wüsstest Du über die Zusammenhänge und dass Du Unsinn redest. Zudem scheint die „Welt da draußen“ wirklich etwas an Dir vorbeizulaufen – denn ja, es gibt mittlerweile einige Menschen die sich vollkommen freiwillig Lebensmittel die noch gut sind aus Mülltonnen fischen – da sie unsere Wegwerfgesellschaft einfach „ankotzt“. Und auch wenn wir nicht so leben, so kann ich das gut verstehen…

            Mit der richtigen Einstellung ist das Leben im Übrigen auch weitestgehend „easy peasy“. Man muss die Dinge nur anpacken, nicht alles schlecht reden und sich vor allem keine Angst von Menschen machen lassen, die partout von allem die negative Seite heraufbeschwören wollen.

            Es ist ja schön, dass Du dich persönlich in der deutschen Bürokratie so wohl fühlst – aber bitte nimm das doch nicht zum Anlass alles andere als schlecht darzustellen. Und wenn Du das schon tust, dann akzeptiere doch wenigsten, dass andere Menschen da ganz andere Erfahrungen und Einstellungen haben als Du…

            Beste Grüße, Christian

          • Ophelia sagt:

            Hi,

            um das mal klar zu stellen: ICH LEBE NICHT IN DEUTSCHLAND und heiße weder die Politik, noch die Wirtschaftsform, noch die Bürokratie dort gut.
            Auch läuft die Welt nicht an mir vorbei. Im Gegenteil. Bloß weil ich Dinge beim Namen nenne, muss ich mir keinen Realitätsverlust unterstellen lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich stehe hier für die realen Probleme die eine Auswanderung oder zeitweises Leben und Arbeiten im Ausland mit sich bringen. Ich habe auch akuell wieder so einiges an Fällen. Zb. einen gestrandeten Bekannten in Uruguay. Auch mit vielen Idealen und eigentlich viel Geld in das Land gekommen. Geblieben ist ihm nichts. Lebt jetzt im Wald und ernährt sich von Resten. Oder nimm Südafrika: Ein Freund dort hat 8 Jahre im Land gelebt & gearbeitet und wird jetzt ausgewiesen, weil sich die Formalitäten verschärft haben. Allein für die Bürokratie hat er im letzten Jahr 3.000 EUR hingelegt! Eine Freundin in Brasilien hat kein Workpermit bekommen und ist nach 3 Monaten aus dem Land geflogen. Ebenso erging es einem Kumpel der in Australien zunächst Arbeit hatte, dann aber behördlich Probleme bekam (zu alt für Work´n Travel). Er versucht jetzt sein Glück in Kanada. Ein guter Freund strauchelt grad in Asien und kämpft mit Krankheiten und Armut. Eine andere Freundin war auf einem der Cruiseschiffe und hat von ihrem Alltag berichtet, die von mir angesprochenen 16h Tage und 7 Tage Wochen. Und ich hab mindestens 10 Ex-Kollegen die nach spätestens 2 Jahren nach DE zurück gekehrt sind, da sie es trotz Job im Ausland nicht stemmen konnten. Ich muss mir also keine Weltfremdheit vorwerfen lassen. Ich weiß sehr genau wovon ich spreche. Für ein Paar kann es funktionieren, das streite ich nicht ab, aber ich warne vor Blauäugigkeit.

            Herzlichst aus nicht Deutschland,

            Ophelia

          • Christian sagt:

            Hallo Ophelia -> die nicht in Deutschland lebt,

            mal fernab von der Thematik eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in einem fernen Land zu erhalten, können einem all die Dinge die Du aufzählst auch in Deutschland passieren – auch in Deutschland gibt es Mittellose die im Wald leben und Menschen die mit Krankheit und Armut kämpfen. Und wer bei der Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff nicht weiß worauf er sich einlässt, der hat einfach seinen Arbeitsvertrag nicht richtig gelesen. Ein Bekannter von uns hat lange ein DiveCenter auf der Aida im nahen Osten geleitet und war da mit den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung extrem zufrieden.

            Aber wir drehen uns ja jetzt im Kreis – ich verstehe was Du meinst, keine Frage. Aber das „Blauäugige“ auf die Nase fallen ist kein ausschliessliches Phänomen beim Auswandern oder Reisen, sondern eine bedauerliche Tatsache die wohl in jedem Land gilt. Unter dem Strich gibt es nunmal Enten und Adler unter den Menschen – die Enten schnattern ständig und beschweren sich über alles, entrüsten sich darüber wie unfair die Welt doch ist und die Adler erheben sich majestätisch in die Lüfte, analysieren das Problem und lösen es einfach…

            Ich denke mir einfach; selbst bei all den negativen Dingen die Du hier aufzählst – was treibt Deine Bekannten denn dann ins Ausland…? Warum bleiben sie nicht in Deutschland wenn das Leben in der Ferne denn ach so schwierig ist…?

            Aber die ganze Diskussion hier ist ja nicht wirklich zielführend, also sollten wir es dabei belassen: Du warnst alle Menschen vor den Widrigkeiten des dauerhaften Reisens und des Auswanderns und wir haben da ganz andere Erfahrungen gemacht und motivieren lieber Menschen dazu es einfach zu probieren. Denn ganz ehrlich, was kann schon passieren? Im Zweifelsfall hat man es wenigstens versucht und wenn es nicht klappt, dann überlegt man sich halt etwas anderes. Das Leben hat nunmal – in Deutschland wie Anderswo – seine Schattenseiten, das sollte man wissen wenn man nicht allzu naiv ist…

            Beste Grüße ins geheimnisvolle Ausland, Christian

  • Ophelia sagt:

    Hallo,

    viele probieren es im Ausland und können es einfach finanziell nicht stemmen, weil das Leben dort viel teurer ist. Irgendwann sind die Reserven aufgebraucht und die Ängste vor Verarmung zu groß, deshalb sind so viele die ich kenne zurück gekehrt. Manche haben dann dann nicht mal Hilfe von den deutschen Ämtern bekommen und wurden an Obdachlosenheime verwiesen. Das ist für viele Menschen schon etwas Schlimmes was passieren kann. In Deutschland ist man damit ganz unten angekommen. Und ich kann verstehen, dass es Angst macht. Glaub mir bitte auch, dass es keine naiven Personen waren, sondern im Gegenteil Menschen mit Visionen. Visionen von einem freieren Leben und auch mit Ideen zur Umsetzung. Nur leider an Restriktionen im Ausland gescheitert, die sich oft vorher gar nicht absehen lassen. Es sind und waren nicht die Deutschen die immer nur „mautzen“ und nicht machen. Die schaffen nicht mal den Schritt bis ins Ausland. Und inzwischen beobachte ich auch viele die Deutschland wegen der politischen Situation verlassen und regelrecht flüchten. Neben „Freiheit“ die zweite wichtige Motivation die BRD hinter sich zu lassen.

    Damit sollte deine Frage beantwortet sein. Und den Rest belassen wir dabei. Du motivierst und ich zeige die Kehrseite auf.

    Ich schreibe dir aus BA, Argentinien.

    Grüße Ophelia

  • Mirko sagt:

    Hallo,
    Mit Interesse habe ich eure Diskussion verlesen. Ich finde es super mit welchem Angagement Ophelia ihre wahnsinnig weitreichenden Erkenntnisse an uns weiterbringt. In mir hat es definitiv noch mehr Interesse geweckt mich mit meiner Idee auseinanderzusetzen. Meiner Idee für die sich auch Christian mit Herzblut einbringt um uns an seinen Erfolgen Partizipieren zu lassen. Meint ihr nicht auch das es letztlich darum geht sich in die Kognitionen anderer hineinzuversetzen und sich derer anzunehmen?
    einfacher kann man nicht reicher werden.
    Lg Mirko

    • Christian sagt:

      Hallo Mirko,

      klar können wir alle voneinander lernen – schließlich sind wir alle nichts weiter als die Summe unserer Erfahrungen und Erlebnisse. 😉

      Beste Grüße, Christian

  • Steffi sagt:

    Hi, habe den Artikel und diese Diskussion erst heute gelesen, da er irgendwo in einer Reise-Gruppe in fb gepostet wurde…..
    Ich muss sagen, ich lese ja auch extrem viele Reisebloggs etc.. Und irgendwo kann ich Ophelias Kommentare sehr gut verstehen. Sie hat eigentlich genau das angesprochen, was mir Angst macht, endlich meinen Traum zu leben, natürlich lese ich ja auch viel lieber die ganzen positiven und motivierenden Artikel zu dem Thema…..die negativen Seiten oder Misserfolge werden allerdings sehr selten geschildert, wenn überhaupt. Da habe ich auch so ein wenig meine Probleme mit….denn es gibt sie! Und was die afrikanischen Länder betrifft, habe ich da auch meine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich bin auch Mitte 40, von Beruf unter anderem Krankenschwester. Es stimmt nicht, dass man mit diesem Job überall auf der Welt arbeiten kann….entweder werden die Jobs an Einheimische vergeben (müssen an sie vergeben werden), oder er wird im Ausland nicht anerkannt und Prüfungen etc. müssen erneut kostenpflichtig absolviert werden…..etc.pp….mal abgesehen davon, dass, wenn man nicht gerade in die Schweiz oder Skandinavien geht, man teilweise, wenn man denn das Glück hätte, eine Stelle zu finden und auch noch die Workpermit erhält, man einen Hungerlohn verdient bei noch schlechteren Arbeitsbedingungen….Nicht falsch verstehen, ich beschäftige mich mit dem Thema seit Jahren und habe auch schon einiges versucht…..und kämpfe auch NOCH dafür…..Aber finde auch, dass die andere /negative/ problematische Seite bei den Darstellungen etwas zu kurz kommt. Mir ist auch bewusst, dass man die Comfortzone verlassen muss, anpassungsfähig, neugierig etc. sein muss. Aber auf alle Fälle auch mutig! Und man muss realistisch sein, dass es auch außerhalb von Germany nicht alles easy peasy ist. Es gibt eben auch genügend „Enten“, die es nicht geschafft haben, nur davon wird halt auf den entsprechenden Bloggs nicht berichtet. Und klar, Ihr habts geschafft, bewundernswert! Aber, wenn man nicht die Affinität zum Internet, Bloggen, Affiliate Marketing etc.. hat, ist das auch ein Riesen-Angang, den bestimmt nicht jeder schafft….schon gar nicht,wenn man etwas älter ist, full-time arbeitet etc…..Nu ja, einfach nur meine Gedanken dazu! Ich hoffe trotzdem, dass ich in Kürze den Mut gänzlich finde, den Absprung zu schaffen…..Mehr als mein bisschen Erspartes zu verlieren und dann hier für kurze Zeit ein Sozialfall zu werden, kann mir ja eigentlich auch nicht passieren. Hier werde ich immer einen Job finden, schwieriger wird es derzeit wohl mit ner Bleibe. In diesem Sinne….euch allen alles Gute und viel Mut und Glück! GLG, Steffi

    • Christian sagt:

      Hallo Steffi,

      vielen Dank für Deine Ausführungen…

      Wie ich ja schon bei den Kommentaren weiter oben sagte, kann ich Deine „Bedenken & Einwände“ gut verstehen und stimme Dir da letzten Endes auch zu, dass nicht alles immer ganz einfach ist. Allerdings ist es das in Deutschland eben auch nicht, egal wo und wie man beschließt zu leben – es gibt immer Hürden zu überwinden, tolle Dinge und wieder andere die eben nicht so toll sind. Und ja – es schafft eben auch nicht jeder, seinen Traum zu verwirklichen…aber es wird eben auch nicht jeder Astronaut, der es sich vornimmt…, ganz sicher ab die nicht, die es garnicht erst versuchen. 😉

      Also nicht für „ungut“ – das Leben hat nunmal seine Sonnen- und Schattenseiten überall auf der Welt. Trotzdem gibt es eben Menschen, die das „Risiko“ nicht scheuen und aufbrechen um sich ein Leben in der Ferne oder auf Reisen aufzubauen, welches ganz Ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Und Du musst eben ganz alleine für Dich entscheiden, ob Du dieses Weg gehen willst oder nicht…

      Beste Grüße, Christian

  • Tanja sagt:

    Hey!
    Danke für das Thema, welches im Moment auch ein wenig meines ist.
    Mein Traum ist es auch meine beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden: meine Arbeit und das Reisen.

    Ich plane allerdings nicht komplett auszuwandern, sondern in regelmäßigen Abständen längere Reisen zu unternehmen.
    Ich möchte dann vor Ort Workshops geben…

    Nun bin ich am Überlegen, wie ich das am besten umsetzen kann😊

    Glg, Tanja

    • Christian sagt:

      Hallo Tanja,

      das hört sich doch nach einem sehr guten Plan an und wir drücken Dir feste die Daumen, dass Du deinen persönlichen Weg zur Realisierung findest.

      Beste Grüße, Christian

  • Verena sagt:

    Superviele gute Tipps! Danke dafür!

    Am besten finde ich es einige dieser Jobs zu kombinieren, so kommt nie Langeweile auf und man ist nie von nur einer Sache abhängig 🙂

    Viel Erfolg euch allen!

  • Anita sagt:

    Hallo Christian,

    ich finde deinen Artikel auch super und motivierend. Mein Problem ist nur, ich möchte nach Bali auswandern und habe leider weder ein nötiges Talent um eines deiner Vorschläge umzusetzen noch einen passenden Abschluss. Ich habe das Erste Staatsexamen im Bereich Realschullehramt, möchte aber mit Unterrichten nichts mehr zu tun haben. Ich stehe momentan also vor der großen Frage: soll ich erst eine Aubildung machen (was steht auch in den Sternen, evtl. im Hotel/Tourismusbereich) oder soll ich einfach los und schauen was passiert, was ja dann doch eher naiv wäre. Ich erwarte jetzt natürlich nicht, dass du nun eine Musterlösung parat hast, aber vielleicht hast du dich ja auch schon einmal mit Berufen in Südostasien auseinandergesetzt oder Menschen kennengelernt, die auf Bali arbeiten und das jetzt nicht als Yoga- oder Tauchlehrer. 😉 Für jegliche Tipps oder Erfahrungen wäre ich mega dankbar 🙂
    Liebe Grüße und genieße deine Zeit 🙂

    • Christian sagt:

      Hallo Anita,

      danke Dir für Deinem Kommentar – leider hast Du allerdings vollkommen recht: Es gibt leider keine Musterlösung.

      Aus meiner Erfahrung heraus solltest Du vielleicht einfach mal eine zeitlang nach Bali gehen – spare ein wenig Geld zusammen und los. So kannst Du Dir selbst einen Überblick verschaffen was Du dort machen könntest um auf Bali zu leben.

      Entscheidend ist aber auch, an sich selbst zu glauben – es ist nie zu spät was dazuzulernen oder „umzusatteln“, man muss es einfach nur wollen und an sich selbst glauben…

      Ich drücke Dir in jedem Fall die Daumen.

      Beste Grüße, Christian

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