Interview mit PADI Course Director Ulf Mayer übers Tauchlehrer werden & Co.

Tauchlehrer werden

Tauchlehrer werden, im Ausland arbeiten oder sogar eine eigene Tauchschule eröffnen? Der Job des Tauchlehrers ist für viele Taucher ein Traum den sie gerne umsetzen würden – doch häufig scheitert es bereits an der Finanzierung der Ausbildung zum Tauchlehrer oder an den persönlichen Vorraussetzungen.

In der kleinen Interviewreihe mit PADI Pro’s hier bei feel4nature hast Du ja in den ersten beiden Teilen bereits erfahren wie der typische Alltag eines Tauchlehrers oder Basisleiters eines Dive Centers auf den Malediven ausschaut und hast zudem viele wichtige Tipps & Infos rund um die Arbeit als Tauchlehrer, das Tauchlehrer Gehalt und die Jobsuche bekommen.

Falls Du die ersten beiden Teile der Interviewreihe mit Tauchlehrer Sascha Kruse und Basisleiter Marco Steiner verpasst hast – findest Du diese hier:

Tipps zur Ausbildung zum Tauchlehrer von PADI Course Director Ulf Mayer

Für den dritten Teil der Interviewreihe hat mir heute Course Director Ulf Mayer „Rede & Antwort“ gestanden – als PADI Course Director hat Ulf die höchste Karrierestufe eines Tauchlehrers bereits erreicht.

Ulf bildet mit seinen IDC’s (Instructor Development Course) in Essen sehr erfolgreich PADI Tauchlehrer aus und sammelte bereits Erfahrungen mit eigenen Tauchschulen in Deutschland und Thailand.

Weitere Informationen zur Ausbildung zum Tauchlehrer – findest Du auf der „Top-IDC“ Webseite von Ulf:

Auch ich habe damals meine Ausbildung zum Tauchlehrer, sowie meine Fortbildung zum IDC Staff Instructor bei Ulf absolviert und seitdem haben wir ständig Kontakt gehalten und auch das ein oder andere Projekt zusammen realisiert.

Falls es Dich interessiert? Einen kleinen Bericht zu meinen persönlichen Erfahrungen zu meiner Ausbildung zum Tauchlehrer findest Du übrigen hier:

Interview mit PADI Course Director Ulf Mayer

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch!
Wozu?

Laut der aktuellen „Frequent Trainer“-Liste, die PADI soeben veröffentlicht hat, bist Du der erfolgreichste PADI Course Director Deutschlands im Jahr 2013 gewesen! Stolz?
Klar. Und dankbar für alle Kandidaten, die sich in 2013 entscheiden haben, ihre Ausbildung bei und mit mir zu machen. Schon toll. Schauen wir mal, wie dieses Jahr so wird.
Wann hast Du mit dem Tauchen begonnen und wie kam es dazu?
Irgendwann in den 90er Jahren kam ich zum Tauchen, und zwar so, wie die meisten anderen auch: während eines Urlaubs, als der Strand, das Hotel, die Tagesausflüge irgendwann zu langweilig wurden und genau in diesem Moment einer da stand und fragte „Willst du nicht mal hier im Pool das Tauchen ausprobieren?“.

Es folgten ein spaßiges Schnuppertauchen und dann schließlich der OWD.

Danach war ich infiziert: Es folgte Tauchurlaub auf Tauchurlaub, Weiterbildung und irgendwann die Ausbildung zum PADI Divemaster und – verbunden damit – die aktive Mitarbeit in einer Tauchschule.

Hattest Du von Beginn an die Idee den Tauchsport auch zu Deinem Beruf zu machen?
Nein. Aber tatsächlich war es so, dass ich mit meiner damaligen Freundin (und heutigen Frau) am Abend des ersten Freiwassertauchgangs mit unseren Büchern auf dem Bett lag und wir uns überlegten, dass es eine spannende Idee wäre, dieses unbeschreibliche Erlebnis irgendwie in unsere Jobs einfließen zu lassen.

Damals war ich Strategischer Planer in einer Werbeagentur und sie war Trainerin.

Natürlich dachten wir nicht im Traum daran, einmal Tauchlehrer zu werden. Eher eine Integration – ähnlich wie ich es heute anbiete, indem ich taucherische Elemente in Team- und Kommunikationstrainings für Unternehmen einbeziehe.

Ulf Mayer PADI IDC

Ulf als Course Director beim PADI IDC im See.

Wie kam es zu der Entscheidung eine eigene Tauchschule in Essen zu eröffnen und welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?
Es war eigentlich nie wirklich mein Wunsch oder mein Ziel, eine Tauchschule in Essen zu eröffnen. Es hat sich damals einfach so ergeben. Eigentlich wollte ich damals tauchen und von meinem „alten Leben“ als Manager in der Werbeindustrie Abstand gewinnen.

Und auf einmal hatten wir dann eine Tauchschule und waren zu allem Überfluss auch noch erfolgreich damit. Wir wurden in kürzester Zeit ein PADI 5-Star Center und haben hunderte Tauchschüler ausgebildet.

Meine Erfahrungen damit… ich würde es in dieser Form sicher nicht mehr machen. Zu viel Handel, zu viel Wettbewerbs-Gezänk, zu wenig Tauchen, so wie ich es verstehe.

Tauchen ist ja auch ein Lifestyle – und den in einer Tauchschule mitten in Deutschland zu leben ist schon nicht so einfach. Ich kenne wirklich nur wenige, die das hinkriegen – mein Freund Frank mit Franks Divecenter in Mülheim ist so eine Ausnahme.

Was war der Anlass dann nach Thailand zu gehen und dort ein Dive Center zu eröffnen?
Um ehrlich zu sein, war es zunächst gar nicht der Plan, nach Thailand zu gehen und ein Divecenter zu eröffnen. Eigentlich sollte es nach Tanzania gehen, das Visum war schon im Pass und eine „Afrika-Abschiedsparty“ mit Freunden hatte schon stattgefunden.

Und dann erreichte uns ein Anruf aus Thailand, dass ein High-Class-Hotel für seine High-Class-Tauchbasis ein „Management-Couple“ sucht… Dann ging alles ganz schnell und ein paar Wochen später waren wir vor Ort.

Im Nachhinein sicher die richtige Entscheidung, denn Tanzania wäre ein echtes Abenteuer geworden – ich habe später im Fernsehen in einer Dokumentation gesehen, dass noch Jahre, nachdem wir dort angefangen hätten keine Anbindung an Elektrizität und ein funktionierendes Straßennetz dort bestand.

Ich glaube, das wäre auf Dauer nichts für mich gewesen.

Der Bezug zu Thailand kam daher, dass ich dort meine Tauchlehrerausbildung absolvierte und danach regelmäßig für ein paar Monate als Tauchlehrer und später als Staff-Instructor gearbeitet habe.

Unsere Hotelbasis in Thailand war der Traum für jeden Instructor: Top-Location, super Tauchgebiete, zahlungskräftige internationale Gäste, alles vom Feinsten.

Leider schlug dann am 26.12.2004 der Tsunami zu – und übrig bleib ein Haufen Steine.

Im Anschluss entstand dann erst das eigene Divecenter in Phuket. Schließlich musste es ja auch nach dem Tsunami irgendwie weitergehen. Und die Mischung aus der Zusammenarbeit mit verschiedenen Course Directors vor Ort und einer eigenen kleinen Basis war eine gute Möglicheit, das Überleben zu sichern.

Wie war Deine Zeit in Thailand als Tauchschulbesitzer? War es überwiegend eine gute Zeit oder hast Du auch negatives zu berichten?
Man lernt ein Land und seine Menschen sicher ganz anders kennen, wenn man vor Ort lebt und arbeitet. Das gilt auch für Thailand. Das durchweg positive und freundliche Bild, das die Thais bei den Urlaubern hinterlassen deckt sich nicht unbedingt mit dem, was du erlebst, wenn du nicht nur Geld bringst, sondern auch welches verdienen willst.

Da kommen dann doch auch Dinge wie Ausgrenzung, an Schwachsinn grenzende Bürokratie, Korruption und Schlitzohrigkeit der unangenehmen Art zum Vorschein. Abgesehen von der generell ganz anderen Art zu arbeiten und Dinge anzugehen.

Wenn du jemals dabei zugesehen hast, wie eine Truppe von 8 burmesischen Bauarbeitern unter Leitung eines thailändischen Vorarbeiters einen Pool bauen, dann weißt du was ich meine…

Auf der anderen Seite habe ich gerade in der Zeit nach dem Tsunami auch einen großen Zusammenhalt und viel „Miteinander“ erlebt. Wir haben gemeinsam Tauchplätze wiederhergestellt und gemeinsam die schrecklichen Verwüstungen „aufgeräumt“. Das war nicht immer schön, aber hat mich auch mit einer Reihe von Leuten bis heute eng verbunden.

Ich habe tolle Menschen kennengelernt und echte Arschlöcher, aber ich war in einem wunderschönen Land, konnte eine nahezu perfekte Logistik kennenlernen in einer Industrie, in der es mir einfach Spaß macht zu arbeiten und zu leben und ich habe viele unschätzbare Erfahrungen gemacht.

Nicht zuletzt auch die vielen Tauchlehrerkurse, die ich mit einigen der besten PADI Course Directors der Welt machen durfte und bei denen ich unglaublich viel gelernt habe.

Unterm Strich würde ich sage, war es eine Erfahrung, die mein Leben geprägt hat und von der ich heute noch oft zehre. Auch wenn es dann nach einigen Jahren genug war.

Tauchlehrer Ausbildung Thailand

PADI IDC mit Ulf Mayer – Ausbildung zum Tauchlehrer in Thailand.

Würdest Du heutzutage Tauchlehrern empfehlen noch ein Dive Center in Thailand oder eine Tauchschule in Deutschland zu eröffnen? Und warum?
In Deutschland nur dann, wenn man bereit ist, eine relativ große Menge Geld zu investieren und den Handel liebt. Denn bis auf ganz wenige Ausnahmen bedeutet eine „Tauchbasis“ in Deutschland, ganz viel übers Tauchen zu reden und selten im Wasser zu sein.

Die meisten haben ein oder zwei Mal in der Woche Poolzeiten und fahren am Wochenende – wenn alle Kunden auch Zeit haben – zum Tauchen an irgendein Gewässer. Und in der restlichen Zeit beschäftigt man sich mit Verkauf, Organisation, vielleicht dem Vertrieb von Reisen oder – das ist der schlimmste Fall – mit der Konkurrenz, die man so gut es geht im Tauchernet und auf anderen Online-Plattformen versucht, zu diskreditieren.

Über all die Jahre bist Du PADI als Ausbildungsverband treu geblieben – was ist für Dich positiv am PADI Ausbildungssystem und siehst Du auch negative Aspekte in der Zusammenarbeit mit PADI?
Einer meiner Lieblingssprüche im IDC ist es, das „PADI“ steht für „Professional Association of Diving Instructors“ und nicht für „Perfect Association“.

Natürlich ist bei PADI auch nicht alles immer Gold. Aber wo findet man schon eine perfekte Organisation?

Tatsächlich ist es für einen Tauchschüler auf Beginner-Level letztendlich vollkommen Wurscht, von welchem Verband sein Brevet stammt. Hier kommt es einzig und allein darauf an, dass er oder sie es mit einem guten Tauchlehrer zu tun bekommt, der gewissenhaft ausbildet, für die fragile Unterwasserwelt sensibilisiert und die Lust auf Mehr weckt.

Aber ich denke, für einen Tauchprofi bietet PADI nach wie vor das mit Abstand beste Ausbildungssystem, die besten Materialien und den besten Support. Und auch wenn Verbände wie SSI oder auch Barakuda vieles von PADI gut kopiert haben, ist PADI nach wie vor Leader im Sporttauchbereich.

Es ist ganz einfach immer noch mein Verband. Auch wenn Sie mich manchmal nerven oder es Entscheidungen gibt, die ich nicht immer teile – unterm Strich wüsste ich nicht, wo ich es besser haben würde als Tauchlehrerausbilder.

Als PADI Course Director hast Du es in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an Tauchlehrern zu tun gehabt – glaubst Du, dass man mit dem Job als Tauchlehrer heute wirklich noch Geld verdienen kann?
Ich glaube, dass man mit jedem Job, den man gerne und gut macht Geld verdienen kann. Allerdings braucht es als Tauchlehrer neben einer guten und umfangreichen Ausbildung auch die Bereitschaft, dorthin zu gehen, wo getaucht wird.

Wer als Tauchlehrer versucht, irgendwo im Landesinnern, meilenweit entfernt von lohnenswerten Tauchgebieten und der damit verbundenen Infrastruktur und Anhäufung von Tauchern, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird es schwer haben.

Und als Tauchlehrer muss man aktuell bleiben. Einmal einen IDC machen und fertig – das funktioniert nicht. Spezialkurse unterrichten zu können, über aktuelle Entwicklungen Bescheid wissen, sich mit der Unterwasserwelt auskennen, all das gehört dazu.

Wer heute als Tauchlehrer nichts zum Thema technisches Tauchen, Sidemount-Diving oder auch zum generellen Zustand der Tauchindustrie zu sagen hat, der wird es schwerhaben, dauerhaft akzeptiert zu werden.

Viele Taucher träumen davon als Tauchlehrer die Welt zu bereisen und von dem Klischee „Arbeiten wo andere Urlaub machen“ – glaubst Du das ist realistisch und umsetzbar? 
Absolut! Allerdings muss einem klar sein, dass die Betonung auf „Arbeit“ und nicht auf „Urlaub“ liegt. Aber wenn man das im Hinterkopf behält, hat man in der Tat als Tauchlehrer die Möglichkeit in vielen Urlaubsdestinationen zu arbeiten.
Tauchlehrer Poolausbildung

Pool – Lehrproben während des PADI IDC’S.

Welche Voraussetzungen sollte ein Taucher mitbringen, der gerne Tauchlehrer werden möchte?
Zunächst einmal braucht es eine Leidenschaft dafür, Menschen etwas beizubringen und Erfahrungen zu teilen.

Ein guter Tauchlehrer sollte inspirierend sein!

Und natürlich sollte er über fundierte Kenntnisse und hinreichende Fähigkeiten verfügen und das PADI System akzeptieren und anwenden.

Mir ist klar, dass immer wieder darüber diskutiert wird, dass die Zugangsvoraussetzungen zum IDC zu lasch sind, dass auch wenig erfahrene Taucher den Weg zum Profi machen können.

Dabei bitte ich zu bedenken, dass PADI die Minimalstandards definiert,was  nicht bedeutet, dass alle Kandidaten nur über diese Voraussetzungen verfügen. TL-Ausbilder anderer Organisationen posten mittlerweile die Anzahl der Tauchgänge ihrer Kandidaten auf facebook – quasi als Beleg dafür, wie erfahren doch ihre Kandidaten sind. Ein Ansatz den ich absolut lächerlich finde.

Meine Kandidaten tauchen in der Regel seit mindestens 3 Jahren, haben meistens ab ca. 200 Tauchgänge, haben meistens bereits einen anderen Beruf erlernt und möchten ihrem Leben oder zumindest ihrer Taucherei ganz oder teilweise eine neue Richtung geben. Und ich helfe ihnen dabei, genau das umzusetzen.

Und so, wie ich frischen OWDs empfehle, sich an erfahrenere Taucher dranzuhängen und erst einmal Erfahrung zu sammeln bevor sie sich unter Wasser „selbstständig“ machen, so empfehle ich auch frischen Tauchlehrern, zunächst einmal im Team mit erfahrenen Tauchlehrern zu arbeiten, um in diese verantwortungsvolle Position hineinzuwachsen. Denn das ist etwas, was durch keinen Kurs der Welt zu vermitteln ist: eigene Erfahrung.

Du hast ja wahrscheinlich noch zu einigen Deiner IDC Kandidaten Kontakt die Tauchlehrer geworden sind – was würdest Du sagen wie viele davon dauerhaft in der Tauchbranche arbeiten oder sogar als Tauchlehrer ins Ausland gehen?
Tatsächlich sind es mittlerweile eine ganze Reihe von Kandidaten, die als Tauchlehrer, Basisleiter oder auch Basenbesitzer zum Beispiel in Thailand, auf den Malediven, auf Gozo, auf Mallorca, in Ägypten, in Griechenland, in Spanien und auch in Deutschland hauptberuflich ihr Geld verdienen.

Ich würde mal sagen, dass etwa 30 – 40 % meiner Kandidaten tatsächlich nach ihrer Zertifizierung zum PADI Instructor haupt- oder nebenberufliche Tauchlehrer geworden sind. Für den Rest ist es ein schönes Hobby.

Was hältst Du von dem Thema „Tauchausbildung gegen Mitarbeit“? Das Taucher.net zum Beispiel ist ja voll von solchen Angeboten.
Wenn es ein seriöses Angebot ist, ist dagegen nichts einzuwenden – zumal die Ausbildung zum Instructor ja nicht ganz billig ist und gerade für jüngere Kandidaten wirklich eine finanzielle Herausforderung darstellt.

Man sollte sich die Basis aber sehr gut anschauen und sicherstellen, dass man nicht eine zweitklassige Ausbildung erhält und im Gegenzug als billige Arbeitskraft verschlissen wird, was leider häufig der Fall ist. Ich persönlich halte es für sinnvoller, sich zunächst ganz auf die Ausbildung zu konzentrieren und danach das investierte Geld zurück zu verdienen.

Außerdem gibt es ganze Reihe attraktiver Fördermittel, die Tauchlehrerkandidaten zumindest für Ihre Ausbildung bei mir in Deutschland in Anspruch nehmen können und so die finanzielle Belastung in Grenzen halten.

Hast Du irgendwelche Tipps zur Finanzierung – gibt es Möglichkeiten Zuschüsse von offiziellen Stellen zu beziehen?
Das kann ich pauschal nicht sagen. Aber wenn man sich in der Förderlandschaft etwas auskennt und man auch in der Lage ist, entsprechende Instrumente entgegenzunehmen und abzurechnen kann man schon häufig Zuschüsse in Anspruch nehmen.

Immerhin ist der Tauchlehrer ein anerkannter Beruf und entsprechend wird er auch in Bezug auf Förderungen behandelt.

Ich arbeite zum Beispiel in diesem und in nächsten Jahr sehr viel mit einer Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF), mit der es für die meisten Interessenten leicht möglich ist, die gesamten Ausbildungskosten inklusive Material und Gebühren mindestens zu 50 % gefördert zu bekommen.

Und auch für arbeitslose Interessenten gibt es nach wie vor die Möglichkeit, sich die Ausbildung durch die Arbeitsagentur fördern zu lassen.

Wie gesagt – das ist ein weites Feld und ich berate diesbezüglich gerne im Einzelfall.

Tauchlehrer Zertifikat

Der Lohn eines bestandenen PADI IE – das „Certificate of Completion“.

Kommst Du eigentlich privat noch zum Tauchen und hast Du darauf neben der Ausbildung von Tauchlehrern überhaupt noch Lust?
Lust ja, an der Zeit scheitert es manchmal. Aber ich versuche, regelmäßig ins Wasser zu kommen. Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit verschiedenen Aspekten des technischen Tauchens – mich reizt es dabei auch, selber immer wieder neues zu lernen.

Ich predige meinen Kandidaten immer, wie wichtig Weiterbildung ist und ich lebe das auch selber. Ich versuche, in jedem Jahr zu irgendeinem Thema mein Wissen zu erweitern oder neues zu lernen. Das macht Spaß und bringt mich auch taucherisch immer ein Stückchen weiter.

Hast Du eine Lieblingsdestination zum Tauchen und was war Dein schönstes Erlebnis unter Wasser?
Eigentlich nicht. Ich komme gerade aus Spanien zurück, wo ich ein paar tolle Tauchgänge im Mittelmeer gemacht habe.

Natürlich sind Sipadan oder auch die Similan Islands in Thailand toll, aber auch ein Tauchgang in der Ruhr, bei dem man ein paar Artefakte aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden hat kann ein tolles Erlebnis sein.

„Das“ Erlebnis kann ich eigentlich gar nicht beschreiben. Wenn ich nicht in der Ausbildung arbeite, genieße ich eigentlich jeden Tauchgang den ich mache, und kann jedem Tauchgang irgendetwas ganz spezielles abgewinnen. Auch wenn es nicht jedes Mal Mantas, Walhaie oder bislang unbekannte Wracks zu erleben gibt.

Noch mehr Infos zum Thema – Tauchlehrer werden

Erst einmal – ¡ Vielen Dank, Ulf ! –, dass Du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast und Interessierten einen Einblick in Deine Arbeit als PADI Course Director und Deine persönlichen Erfahrungen als Besitzer einer Tauchschule gegeben hast.

Da die drei Artikel rund um die Arbeite und Ausbildung zum Tauchlehrer großen Anklang gefunden haben, wird es sicherlich auch in der Zukunft noch weitere Interviews und Artikel rund um diese Themen hier auf feel4nature geben.

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2 Kommentare

  • Wundervolles Interview. Ich selber tauche auch, allerdings bloß AOWD… aber schön das mal aus der Sicht eines Tauchlehrers zu sehen.

    • Christian sagt:

      Hey WorldWhisperer,

      danke für Dein Lob. Klasse, dass Du auch tauchst – vielleicht schaust Du ja mal öfters bei Feel4Nature vorbei.

      Beste Grüße, Christian

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