Back to America, mit dem Camper geht’s zurück in die Wildnis

Back to America

Jetzt ist schon wieder mehr als ein halbes Jahr vergangen, dass wir Euch hier in unserem Journal darüber berichtet haben wie es zur Zeit so läuft und was für die nahe Zukunft bei uns ansteht.

Aber…, das Jahr 2016 hatte es für uns als Dauerreisende ohne festen Wohnsitz bisher mal wieder in sich…

Einige Dinge liefen erneut ganz anders als erwartet und unser Drang nach Ruhe und Entschleunigung ist in den letzten Monaten sogar noch stärker geworden.

Die letzten Fesseln zu lösen – endgültig „Full-Time-Traveller“ zu werden, unsere Wohnung (die den Großteil des Jahres sowieso leer stand) zu kündigen und unseren Besitz noch einmal weiter zu reduzieren (unser gesamter Besitz passt nun in zwei Reisetaschen und ein paar Kisten) war in jedem Fall eine sehr gute Entscheidung.

Seither fühlen wir uns noch freier und unabhängiger als zuvor und es scheint wohl etwas dran zu sein, dass Du erst einmal alles verlieren musst um wirklich frei zu sein.

Aber beginnen wir doch mal von vorne…

Mit dem Escape Campervan durch den Südwesten der USA

Kurz nach unserem letzten Eintrag hier im „Tagebuch“ (Goodbye Deutschland, wie es 2016 für uns weitergeht)unseres Outdoor- & Aktivreise-Blogs starteten wir auf einen weiteren ausgiebigen USA Road Trip – diesmal ging es erstmalig für uns mit einem Camper für knapp zwei Monate durch den Südwesten der USA und die dortigen Nationalparks.

Bis dato hatten wir uns immer gegen ein Wohnmobil und für ein Fullsize-SUV als Mietwagen entschieden – da wir dachten, selbst ein kleines Wohnmobil würde uns einfach zu sehr einschränken. Auf unseren Amerika Trips sind wir oft „off-road“ auf kleinen Strassen abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs und da ist in der Regel einfach kein Platz für ein großes Fahrzeug.

Zudem waren wir bisher der Meinung, dass sich die Mehrkosten für ein kleines Wohnmobil für uns nicht wirklich rechnen, da wir kein Problem damit haben im Zelt oder im Mietwagen selbst zu schlafen.

Escape Campervans Mojave

Mit unserem Escape Campervan in der Mojave Wüste.

Allerdings lagen wir damit nicht ganz richtig…, denn die Wochen mit unserem Escape Campervan in den USA waren ein absolutes Highlight und das Arbeiten unterwegs auf Reisen war im Camper um einiges angenehmer als mit einem großen Mietwagen, zudem gab es auch noch einige andere Vorteile, die wir so vorher nicht im Blick hatten.

Unsere Erfahrungen mit dem „kleinen Camper“ von Escape USA haben wir Dir einmal in einem ausführlichen Artikel zusammengefasst – diesen findest Du hier:

Die Zeit mit unserem kleinen Wohnmobil in den USA war auf jeden Fall großartig und am liebsten wären wir einfach gleich ganz „drüben“ in den USA geblieben, aber erstmal ging es für uns ja weiter ans Rote Meer um dort unseren Job als Tauchguides & Tauchlehrer anzutreten…

Kurzes Gastspiel als DiveGuides auf dem Roten Meer

Mit einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland, um unsere Tauchausrüstung einzupacken, ging es für uns Anfang April ans Rote Meer um dort ein Tauchsafariboot als Tauchlehrer und DiveGuides zu übernehmen.

Da wir das dortige Team schon seit Jahren kannten, hatten wir angenommen, dass das für uns eine ganz gute Chance wäre das Jahr über noch mehr zu Tauchen und dabei auch noch unsere Reisekasse aufzufüllen um in den restlichen Monaten des Jahres noch unbeschwerter reisen zu können.

Aber wie heißt es doch so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…!“

Leider mussten wir schon in den ersten Wochen nach unserer Ankunft in Ägypten feststellen, dass Absprachen mit uns nicht eingehalten wurden und vor Ort ein riesengroßes organisatorisches Chaos herrschte – dem wir uns keinesfalls langfristig aussetzen wollten.

Tauchsafari Blue Pearl

Die Blue Pearl war nur für kurze Zeit unser Zuhause auf dem Roten Meer.

Glücklicherweise haben wir mittlerweile einen Punkt in unserem Leben erreicht, an dem wir uns solchen „Querelen“ nicht mehr aussetzen und so haben wir relativ rasch beschlossen Ägypten wieder zu verlassen.

Natürlich war es für uns mal wieder enttäuschend, dass man sich heutzutage ganz offensichtlich nur noch auf sehr wenige Menschen verlassen kann und dass das Einhalten von getroffenen Absprachen keine Selbstverständlichkeit ist.

Aber gerade in der Tauchbranche war das sicherlich auch nicht sonderlich überraschend…

Wie dem auch sei, wir lassen uns von solchen „Enttäuschungen“ nicht mehr sonderlich aus der Bahn werfen. Wir blickten schnell wieder nach vorne und machten uns auf den Weg nach Mexiko – wo wir bei Freunden den Sommer verbringen wollten.

Viva la Mexico – auf zum Cenoten Tauchen und in die Maya Ruinen

Die Yucatan Halbinsel von Mexiko hat es uns wirklich angetan – das angenehme Klima, das Meer, die fantastischen Cenoten, die entspannte Lebenseinstellung der Mexikaner und viele weitere kleine Dinge haben das Touristenstädtchen Playa del Carmen in den letzten Jahren immer für einige Wochen oder gar Monate zu unserer Wahlheimat gemacht.

Auch diesen Sommer waren wir wieder mehrere Wochen vor Ort und machten zudem noch einen Abstecher zum Tauchen hinüber nach Cozumel und eine kleine Rundreise in den Südwesten der Yucatan Halbinsel, um die dortigen Pyramidenanlagen der Maya zu erkunden und einige ruhige Tage am Strand von Mahahual zu verbringen.

Noch ist diese Gegend ein absoluter Geheimtipp und nur ganz wenige Touristen verirren sich in diese Region…

Mexiko Kohunlich

In Mexiko hatten wir wieder einmal eine tolle Zeit.

Unter anderem besuchten wir die Ruinenanlagen von Calakmul, Becán und Kohunlich – kletterten auf die beeindruckenden Ruinen und trafen auf wilde Brüll- und Spinnenaffen, die sich majestätisch durch die Bäume schwangen.

In Mahahual, einem kleinen ehemaligen Fischerdorf, spannten wir dann noch ein paar Tage aus – zwar besitzt Mahahual einen Anleger für Kreuzfahrtschiffe, aber diese schauen nur einmal in der Woche dort vorbei. Ansonsten ist das kleine Städtchen wie ausgestorben und wir hatten den paradiesischen Strand während unseres Besuchs fast für uns alleine.

Über unsere Zeit in Mexiko habe ich hier für unseren Blog bereits einige Artikel geschrieben – diese findest Du hier:

Weitere Tipps für Deine Mexiko Reisen und den dortigen Sehenswürdigkeiten, gibt’s in den nächsten Monaten hier auf unserem feel4nature.com Blog…

Mit Rucksack und Zelt zu Fuß unterwegs in den Alpen

Aus der Sonne Mexikos reisten wir zurück nach Deutschland um unseren Familien und Freunden einen kurzen Besuch abzustatten. Direkt danach packten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf nach München, um von dort aus für einige Wochen mit Rucksack und Zelt durch die Alpen zu wandern.

Der Einfachheit halber orientierten wir uns dabei am Traumpfad, der von München nach Venedig quer über die Alpen und Dolomiten führt.

Grundsätzlich hatten wir auch hier eine schöne Zeit und viel Spass an den meisten Wandertagen, allerdings hatten wir gerade zum Beginn unserer Wanderung etwas Pech mit dem Wetter und ganz offen gesagt war es uns etwas zu voll auf den Wegen.

Rucksack Zelt Alpen

Auch in den Alpen hatten wir eine gute Zeit, auch wenn es uns etwas zu voll war.

Natürlich wußten wir im Voraus, dass es rund um die Sommerferien recht voll in den Alpen wird – aber wir hatten gehofft, dass es zumindest in den abgelegeneren Gegenden und Hütten etwas „einsamer“ ist und man vielleicht sogar ein paar nette Menschen trifft, die unsere Gesinnung teilen.

Doch das war leider nicht der Fall, so dass wir gar nicht unglücklich waren als uns kurz vor dem Überschreiten der Landesgrenze nach Italien eine eMail von einem Kooperationspartner unseres Blog erreichte – die uns sehr kurzfristig ein neue Option gab.

Zwei Monate mit Mietwagen und Camper durch Nordamerika

Während ich diese Zeilen hier schreibe sitzen wir bereits im Flugzeug nach Las Vegas – von dort aus werden wir erst einmal für ca. 3 Wochen mit einem Mietwagen unterwegs sein, einige Freunde treffen und die Westküste ein Stück hinauf fahren.

Im Anschluss tauschen wir den Mietwagen gegen ein kleines „Mavericks“ Wohnmobil (wie wir es auch im Frühjahr hatten) von Escape Campervans ein und machen uns damit auf in den hohen Norden – über den Yellowstone Nationalpark in Richtung Kanada.

VanLife USA

Die Zeit mit dem Camper in den USA ist eine Art Generalprobe für uns…

Wie immer werden wir viel in den Nationalparks und abgelegenen Gebieten unterwegs sein um dort zu wandern und die Ruhe zu genießen. Die Zeit mit dem Wohnmobil ist zudem für uns nochmal so etwas wie eine „Generalprobe“, denn in Zukunft soll sich bei uns noch einiges ändern…

VanLife – ein Versuch unser Leben noch mehr zu endschleunigen

Auch wenn wir sicherlich ein Leben führen von dem viele Menschen träumen, so sind wir immer noch auf der Suche nach noch mehr Stille und innerer Ausgeglichenheit.

Wir reisen schon lange nicht mehr um irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder neue Orte zu entdecken,sondern nur noch um uns vorwiegend in Gegenenden aufzuhalten in denen wir uns wirklich wohl fühlen und um die Dinge zu tun die uns erfüllen.

Allerdings sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem uns der stressige Teil des Reisens stark zusetzt…

Der Trubel an den Flughäfen, die Großstädte an denen auch wir nicht immer vorbei kommen und die touristischen Gegenden in welchen die Menschen besonders rücksichtslos sind nerven uns mittlerweile sehr.

Daher haben wir beschlossen den „Herzschlag“ unseres Lebens in den kommenden Monaten noch ein wenig weiter zu drosseln und wollen uns nach unserer Rückkehr aus Nordamerika einen Bus zum Umbauen kaufen oder direkt ein gebrauchtes Wohnmobil finden in dem wir fortan den Großteil des Jahres leben.

Ob das wirklich funktioniert und ob es ein Schritt in die richtige Richtung ist – wer weiß das schon. Aber wie in allen Dingen in unserem Leben lassen wir uns nicht durch irgendwelche Ängste oder Unwägbarkeiten aufhalten, sondern probieren es einfach aus…

Noch mehr zu unserem Leben als Dauerreisende und unseren großen Leidenschaften

Daher wirst Du wahrscheinlich in Zukunft auch noch öfters Artikel zum Thema „Camping und Wohnmobil“ auf unserem Blog finden, in denen wir wie immer unsere Erfahrungen und besten Tipps mit Dir teilen.

Aber natürlich wird es auch weiterhin regelmäßige Artikel zu unseren großen Leidenschaften Tauchen, Trekking, Reisen und Natur hier auf unserem feel4nature Blog geben.

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6 Kommentare

  • Bianca sagt:

    Hallo Christian,

    jeder sollte seinen Weg gehen und sich nie und nimmer von Ängsten leiten lassen. Ihr macht das genau richtig so!

    Zu Mexiko habe ich an Dich zwei Fragen: Wir liebäugeln im Januar nach Valle de Bravo zu fliegen und ich will dort nicht nur Paragliden, sondern auch supergerne tauchen, wenn irgendwie möglich. Kennst Du die Ecke (kann auch im Umkreis von 300km sein) und weißt Du zufällig, ob es da Möglichkeiten gibt? Und die zweite Frage ist: Wie ist es in Mexiko mit Camping (Camper oder Zelt)? Von Brasilien aus weiß ich, dass das dort so gut wie nicht stattfindet – aber wie ist es in Mexiko?

    Herzlichen Dank schon mal und auf Eurer Las Vegas Reise wenig Stress und viel Spaß!

    LG, Bianca

    • Christian sagt:

      Hallo Bianca,

      sorry – da muss ich Dich leider enttäuschen, in der Nähe von Mexiko Stadt waren wir bisher kaum unterwegs und schon gar nicht zum Tauchen, sorry.

      Camping wird in Mexiko wohl immer beliebter – es gibt sogar einige Veranstalter die Wohnmobilreisen anbieten, aber wir persönlich waren bisher nur mit dem Auto unterwegs und haben dann in einfach Cabañas übernachtet – die sind meistens so günstig, dass es sich gar nicht lohnt irgendwo zu campen. 😉

      Beste Grüße aus Nevada, Christian

      • Bianca sagt:

        Hallo Christian,

        nicht schlimm, man kann ja nicht überall gewesen sein 🙂 Bzgl. Camping: Das hilft mir sehr weiter, vielen Dank! Jetzt können wir uns überlegen, ob wir uns (oder nur ich mich) ein paar Tage absetze/n und einfach Mexiko erkunde/n. Muss ich durchrechnen 🙂

        LG nach Las Vegas,
        Bianca

        • Christian sagt:

          Hallo Bianca,

          dann wünsche ich Euch viel Spass auf Eurem „Trip“ und hoffe, dass das bei Dir mit dem Tauchen klappt.

          Beste Grüße, Christian

  • Sophia Schaller sagt:

    Hey, ich finde es super toll was ihr macht und lese immer gerne, was du so preisgibst von deinem Leben. Eine Frage habe ich da aber noch: wenn ihr mehrere Monate in einem Land wie zum Beispiel den USA verbringt, wie sieht das dann mit Visa aus? Ich würde gerne bei Gelegenheir einen Roadtrip durch die USA oder Australien machen (dabei zwischendurch evtl auch Geld für meine Reisekasse verdienen), weiß aber noch nicht so ganz wie das mit Visas ist…

    • Christian sagt:

      Hallo Sophia,

      vielen Dank für Deinen Kommentar…, es freut uns, dass Dir unser Blog und Lebensstil gefällt.

      Für die USA haben wir ein Visum, mit dem wir für 6 Monate am Stück im Land bleiben können und wir werden uns wohl in der Zukunft auch mal für eine Greencard bewerben. Genaue Infos zu den Visa-Möglichkeiten in verschiedenen Reiseländern findest Du überall im Netz, mit ausführlichen Erklärungen wie Du sie beantragst und was Du damit dann genau darfst…

      Für die USA kannst Du das Visum einfach auf der Webseite der US Botschaft beantragen.

      Also viel Glück bei Deiner Recherche und wir drücken dir Daumen, dass es mit Deinem Trip klappt.

      Beste Grüße aus Las Vegas, Christian

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