Appalachian Trail Kosten, was kostet ein Thru Hike?

Appalachian Trail - Spinger Mountain

Für sechs Monate „aussteigen“ und den 3.500 Kilometer langen Appalachian Trail im Osten der USA komplett zu wandern, einen sogenannten „Thru Hike“ zu absolvieren – das ist eine Erfahrung die Dich und Dein Leben sicherlich nachhaltig verändern wird.

Auch immer mehr Europäer träumen von solch einer langen Fernwanderung, doch die meisten lassen sich fälschlicherweise bereits durch die immensen Kosten – welche sie hinter solch einer Wanderung vermuten – abschrecken und verwerfen ihren Traum einer Wanderung auf dem Appalachian Trail noch bevor Sie damit begonnen haben richtig darüber nachzudenken.

Da wir, nach unserem Abbruch des Trails aus gesundheitlichen Gründen in 2013, nun gerade unseren zweiten Anlauf für März 2015 planen – ist das Thema der Kosten eines Appalachian Trail „Thru Hike“ auch für uns natürlich gerade wieder hochaktuell. Zudem erreichen uns auch viele Anfragen zu diesem Thema per E-Mail oder über unsere Facebookseite – so dass ich mit diesem Artikel einmal die Gelegenheit nutzen möchte um ein wenig „Licht ins Dunkel“ zu bringen.

Durch unsere eigenen Erfahrungen und durch viele Gespräche mit anderen Wanderern auf dem Appalachian Trail, haben wir mittlerweile einen sehr guten Überblick über die tatsächlichen Kosten einer Fernwanderung auf dem Appalachian Trail und können mit Sicherheit sagen, dass man die Kosten auch sehr gering halten kann.

Welche Kosten musst Du einplanen?

Wichtig ist es Dir zu Beginn Deiner Planung einer Appalachian Trail Wanderung erst einmal einen Überblick zu verschaffen welche Kosten grundsätzlich auf Dich zukommen können und in welche einzelnen Bereiche diese genau fallen – so läufst Du nicht in Gefahr wichtige Dinge zu vergessen.

Bedenken solltest du dabei, dass es nicht nur Kosten gibt die Du während deiner Wanderung auf dem Appalachian Trail direkt bestreiten musst – sondern bereits einige Kosten vor Antritt Deiner Wanderung und ggf. auch Kosten die Zuhause in der Heimat weiterlaufen während Du dich auf dem Appalachian Trail befindest.

Kosten vor & nach dem Appalachian Trail

Erst einmal wollen wir uns die Kosten für die Vorbereitung Deiner Wanderung auf dem Appalachian Trail genauer ansehen – was alles dazu gehört und wie viel Geld Du dafür einplanen solltest.

Visum

Um länger als die üblichen 90 Tage in den USA verweilen zu dürfen, brauchst Du mindestens ein B1/B2 Touristenvisum – damit kannst Du bis zu 6 Monaten in den Vereinigten Staaten bleiben.

Für unser B1/B2 USA Visum haben wir in 2012 ca. 350,- Euro für uns beide zusammen bezahlt – darin waren alle Gebühren, Kopien, Passfotos und die Fahrt ins amerikanische Konsulat nach Frankfurt bereits enthalten.

Hier findest Du unseren kompletten Erfahrungsbericht über unseren USA Visa Antrag und das abschliessende Visa Interview im Konsulat in Frankfurt :

Als Einzelperson kannst Du also mit ca. 200,- Euro an Kosten für Dein B1/B2 Touristen Visum für die USA rechnen.

Ausrüstung

Deine Ausrüstung für den Appalachian Trail ist quasi Dein Handwerkszeug für die 6 Monate auf Deiner Wanderung, daher solltest Du hier nicht am falschen Ende sparen. Allerdings ist es auch ein Fehler zu glauben, dass teure Ausrüstung zwangsläufig die bessere ist – denn viele Dinge lassen sich auch günstig einkaufen oder gar selber improvisieren.

Hier findest Du einen ausführlichen Artikel über unsere Erfahrungen und Ratschläge zum Thema Ausrüstung für einen Appalchian Trail „Thru Hike“ :

Was Du nun letzten Endes für Deine Ausrüstung für den Appalachian Trail einplanen musst, hängt natürlich nicht zuletzt davon ab ob Du bereits eine Trekking Ausrüstung oder Teile davon besitzt.

Generell lässt sich sagen, dass man mit 600,- bis 800,- Euro für eine solide und komplette Ausrüstung gut auskommen kann. Wenn Du aber einige hochwertige Ausrüstungsteile kaufst kannst Du auch schnell 1.500,- Euro und mehr ausgeben – gerade ultraleichte Trekking Ausrüstung hat seinen Preis.

Landung in Atlanta

Unsere Landung in Atlanta – auf dem Weg zum Appalachian Trail 2013

Flüge, An- und Abreise

Unter die Kosten für die An- & Abreise zum/vom Appalachian Trail fällt nicht nur der Flug – an den Du wahrscheinlich als erstes denkst. Hinzu kommen auch noch die Kosten für den Transport zum Springer Mountain oder nach Amicola Falls bzw. nach dem Trail vom Mount Katahdin zurück z.B. nach Boston.

Vielleicht brauchst Du auch noch einige Zwischenübernachtung vor oder nach dem Appalachian Trail z.B. im Hiker Hostel oder in Atlanta – dann musst Du natürlich diese Kosten auch mit einplanen.

Ausführlich Informationen über die Buchung der passenden Flüge für den Appalachian Trail kannst Du in diesem Artikel finden :

Im Schnitt solltest Du zur Sicherheit für die Flüge in die USA ca. 700,- Euro einplanen – wenn Du zum passenden Zeitpunkt buchst und etwas Glück hast, kannst Du aber bei den Flügen für den Appalachian Trail auch ein Schnäppchen machen und nur um die 500,- Euro dafür bezahlen und Deine Kosten somit reduzieren.

Für die Möglichkeiten der An- und Abreise zum Appalachian Trail gibt es eine Vielzahl an Optionen – es würde einfach den Rahmen sprengen alle hier aufzuzählen ggf. schreibe ich darüber noch einen eigenen Artikel.

Wir haben in 2013 z.B. ein besonderes „Hiker Paket“ beim Hiker Hostel in Dahlonega gebucht und haben so für unsere Anreise von Atlanta zum „Trailhead“ in Amicola Falls inkl. einer Übernachtung im Hiker Hostel gerade mal 80,- USD bezahlt – eine erste Ration an Brennstoff gab es auch noch dazu.

Kosten während der Wanderung auf dem AT

Der Großteil der Kosten eines Appalachian Trail „Thru Hikes“ entsteht in der Regel natürlich durch Deinen Lebensunterhalt während der sechs Monate auf der Wanderung – allerdings kannst Du hier mehr einsparen als Du vielleicht glaubst.

Übernachtungen

Auch wenn es für Dich vielleicht erst einmal unrealistisch erscheinen mag, aber es gibt tatsächlich Wanderer auf dem Appalachian Trail die keinen einzigen Dollar für Übernachtungen ausgeben und ausschliesslich im Zelt oder in den Sheltern auf dem Trail schlafen.

Willst Du das nicht kommt es bzgl. der Übernachtungskosten auf dem Appalachian Trail natürlich stark darauf an wie viele Ruhetage – sogenannte „Zero Days“ – Du einlegst und wie komfortabel Deine Unterkünfte sein sollen.

Als grobe Richtlinie kostet eine Übernachtung im Hostel Mehrbettzimmer so zwischen 10,- und 25,- USD, für Einzelzimmer zahlst Du ca. 30,- bis 35,- USD und Hotels gibt es einfache ab ca. 45,- USD pro Nacht – besser ausgestattete Hotels beginnen so um die 60,- USD pro Nacht.

Achten solltest Du darauf, dass einige Hotels und Hostel spezielle „Thru Hiker“ Tarife und Pakete anbieten – zudem besteht immer wieder die Möglichkeit sich ein Zimmer oder eine Hütte (Cabin) mit anderen Wanderern zu teilen um die Kosten für den Appalachian Trail gering zu halten.

Lebensmittel

Ähnlich wie bei den Übernachtungen ist es auch bei den Lebensmitteln – denn es gibt einige Appalachian Trail „Thru Hiker“ die so gut wie keine Lebensmittel selber kaufen, sondern sich fast ausschliesslich aus den Hiker Boxen (Box mit zurückgelassene Lebensmittel und Gegenstände anderer Hiker), kostenlosen Angeboten von Kirchen und Gemeinden und von „Trail Magic“ Aktionen von ehrenamtlichen Unterstützen des Appalachian Trails ernähren. Sicherlich ist das aber eine extreme Variante und kommt nicht für jeden in Frage.

Trail Magic Neel Gap

„Trail Magic“ Abendessen im Hostel von Neel Gap

Wenn Du normal in den anliegenden Supermärkten einkaufst, musst Du ungefähr mit den Lebensmittelpreisen wie hier in Europa rechnen – kaufst Du spezielle Outdoornahrung ist das natürlich um ein vielfaches teurer.

Auch das Essen in Restaurants und Fast Food Ketten in anliegen Städten des Appalachian Trails ist preislich mit dem Angebot hier in Europa vergleichbar.

Genehmigungen

Für einige Nationalparks auf Deiner Wanderung auf dem Appalchian Trail brauchst Du besondere „Permits“ – Genehmigungen. Preislich bewegen diese sich zwischen 10,- und 25,- USD und sind häufig direkt übers Internet bestellbar.

Transportkosten

Viele Appalachian Trail Thru Hiker trampen die meiste Zeit wenn sie den Trail verlassen und in eine der anliegen Städte wollen – doch das klappt leider auch nicht immer. Häufig finden sich daher aber an vielen Strassenkreuzungen auch Fahrer die Wanderer des Appalachian Trail für ein paar Dollar in die nächste Stadt bringen und sich so etwas dazu verdienen. Pro Person liegen die Kosten für einen solchen kurzen Transport zur nächsten Stadt zwischen 5,- und 10,- USD.

Ersatzausrüstung – Verschleiss

Nicht vergessen darfst Du einen „Puffer“ für die Kosten von Ersatzausrüstung auf dem Appalachian Trail – denn die kompletten 3.500 Kilometer werden nicht alle Teile Deiner Ausrüstung, insbesondere die Wanderschuhe, durchhalten.

Hierfür solltest Du in jedem Fall ca. 100,- USD im Monat einplanen – damit bist Du auf der sicheren Seite. Profitieren wirst Du davon, dass Trekking Ausrüstung in den USA um einiges günstiger ist als hier in Europa.

Krankenversicherung

Wenn Du eine komplette Wanderung auf dem Appalachian Trail planst, solltest Du in jedem Fall eine spezielle Langzeit-Reisekrankenversicherung abschliessen. Gute Anbieter hierfür sind z.B. der ADAC oder die Hannoverische Leben und die Kosten fangen bei ca. 40,- Euro im Monat an.

Mobilfunk, Handy & Internet

Unbedingt solltest Du für Notfälle und Reservierungen von Hostels ein funktionierendes Mobiltelefon mit auf Deinen Appalachian Trail „Thru Hike“ nehmen. Ganz einfache Handys mit eigebauter Karte und aufladbarem Guthaben kannst Du in jedem Mobilfunkshop in den USA kaufen. Wir hatten uns z.B. ein Prepaid Phone von VERIZON für 16,- USD gekauft inkl. 10,- USD Gesprächsguthaben.

Wenn Du auf dem Trail zusätzlich eine Internetverbindung nutzen möchtest, findest Du in diesem Artikel eine mögliche Lösung, die wir gerade auf unserem Road Trip durch die USA genutzt haben :

Laufende Kosten Zuhause

Nicht vergessen darfst Du in Deiner Kostenplanung für den Appalachian Trail natürliche evtl. Kosten die in Deiner Heimat weiterhin anfallen während Du auf dem Appalachian Trail unterwegs bist.

Dies können z.B. Miete, Versicherungen, Zahlungsverpflichtungen, Mobilfunkverträge etc. sein.

Um die Kosten in der Heimat möglichst gering zu halten solltest Du dich beim Einwohnermeldeamt für die Zeit die Du auf dem Appalachian Trail unterwegs bist abmelden und so versuchen alle laufenden Verträge stillzulegen oder zu kündigen. Mietkosten kannst Du zum Beispiel einsparen indem Du Deine Wohnung untervermietest.

Summe der Appalachian Trail Kosten

Wie Du siehst sind die tatsächlichen Kosten für einen Appalachian Trail Thru Hike sehr individuell und von etlichen Faktoren abhängig – allerdings gibt es auch unzählige Möglichkeiten Kosten einzusparen ohne dabei das Erlebnis des Trails zu schmälern.

Von einigen „Thru Hikern“ die den Appalachian Trail bereits absolviert haben wissen wir, dass die meisten Wanderer als Mittelwert zwischen 4.000,- und 5.000,- USD auf dem Trail selber ausgeben – hinzu kommen dann natürlich noch die weiteren Kosten für Ausrüstung, An- und Abreise etc..

Wenn Du aber etwas sparsam bist, auf dem Appalachian Trail selber häufig in der Natur übernachtest; Dir ansonsten ein Zimmer teilst, nur selten in Restaurants essen gehst und bei der Ausrüstung nicht die teuersten Marken einkaufst sondern auf Auslaufware setzt – dann kannst Du unserer Meinung nach mit 5.000,- bis 6.000,- Euro mit allem „Drum & Dran“ (ausgenommen laufende Kosten in Deutschland) gut auskommen ohne Dich allzu sehr einschränken zu müssen.

Ich hoffe Dir hat dieser Überblick über die Kosten eines Appalachian Trail „Thru Hikes“ weitergeholfen und Dich in Deinem Vorhaben den Trail komplett zu laufen bestärkt.

Wenn Du unserem zweiten Anlauf auf dem Appalachian Trail verfolgen möchtest – dann findest Du alle News, Bilder und weitere spannende Artikel auch auf unseren Seiten bei Facebook, Twitter, Google+ und Instagram.

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28 Kommentare

  • Moritz sagt:

    Ich mag den Informationsgehalt dieses Artikels und mir ist auch bewusst, dass ohne SEO optimizing heute nichts mehr geht, dennoch stört meiner Meinung nach die hohe Keyword Dichte den Lesefluss.

    • Christian sagt:

      Hallo Moritz,

      es tut mir leid, dass Du dich durch die Dichte der Keywords im Lesefluss gestört fühlst.

      Ich blogge ja selber erst seit Januar regelmässig auf Feel4Nature und versuche da selber noch die richtige Mischung zu finden. Leider ist das gar nicht so einfach wie es scheint, denn wenn die Artikel bei Google nicht gefunden werden…dann kann auch niemand von den Informationen profitieren.

      In jedem Fall danke ich Dir aber für Dein Feedback und freue mich, dass Dir die Infos zumindest weitergeholfen haben – ich gebe mir weiterhin große Mühe die Relationen zwischen SEO Optimierung und Lesererfahrung zu verbessern…

      Vielleicht schaust Du ja gelegentlich mal wieder auf Feel4Nature vorbei.

      Liebe Grüße aus Mexiko, Christian

  • Ana sagt:

    Hey, super Artikel. Ich verfolge deinen Blog schon seit längerem und viele deiner Tipps haben mir bei Wanderungen in Finnland geholfen.

    noch etwas zum SEO: Also Jemanden, der sich mit SEO noch nicht auskennt, fällt die angebliche Keyworddichte nicht auf.

    Für mich ist das ein gelungener Artikel!
    Ach, ich lese deine Artikel besonders gerne, weil sie auch nicht die kürzesten sind.

    Weiter so!

  • Kerstin sagt:

    hallo,
    danke für eure Infos. Wisst ihr auch, wie es mit Hunden und übernachten ausschaut?
    Wäre froh über ein paar Infos.
    LG

    • Christian sagt:

      Hey Kerstin,

      auf dem Appalachian Trail sind viele Wanderer mit Hund unterwegs – das ist in der Regel gar kein Problem. Die meiste Zeit schläfst Du ja eh im Zelt oder im Shelter mitten im Wald.

      Bei den besseren Hotels ist es wohl so, dass nicht alle Hunde erlauben – aber in allen Städtchen am Trail wirst Du auch immer etwas finden wo Du mit Hund unterkommst.

      Ich hoffe das hilft Dir weiter…beste Grüß, Christian

  • patrick sagt:

    ich befasse mich seit kurzem mit dem appalachian trail und in ferner zukunft wuerde ich die reise gerne in angriff nehmen. da sind natuerlich solche erfahrungsbrichte gold wert. deshalb bedanke ich mich bei dir, dass du deine erfahrungen und tips an andere weitergibst. gibt es auch ein gutes buch welches man weiterempfehlen kann?

    • Christian sagt:

      Hallo Patrick,

      klasse, dass Dir meine Erfahrungen weiterhelfen…! 😀

      Was die Bücher angeht, so gibt es zum AT fast ausschliesslich englischsprachige Bücher. Nach was suchst Du denn genau – einem Ratgeber?

      Beste Grüße, Christian

  • patrick sagt:

    hallo ja soetwas suche ich. deutschsprachig wäre naturlich zum vorteil. wenn nicht würde mir auch ein ausführlicher wanderplan mit allen rastplätzen und ortschaften weiterhelfen.

    • Christian sagt:

      Hallo Patrick,

      wie gesagt auf Deutsch gibt es da nicht wirklich was – aber englischsprachige Bücher gibt’s jede Menge…zudem kommen mit dem AT Guide und dem „Thru Hikers“ Companion jedes Jahr detaillierte Pläne mit alle wichtigen Shelter, Wasserquellen etc. auf dem weg raus…

      Hoffe das hilft Dir weiter.

      Beste Grüße, Christian

  • Uwe sagt:

    Hallo Christian,

    meine Frau unser Hündin Sami und ich hatten das Glück den gestrigen Bericht auf 3sat über den A.T zu genießen. Durch deine Seite haben wir glrich noch mehr Spirit bekommen und planen nun den A.T mit Anfang März mit Hund zu starten. Vl kennst du für die Smokies bzw. Bear Park Ausweichrouten. Wir wollen halt alles mit unseem Hund gehen und Sie nicht borden.
    Vl kannst du uns Tipa laut Erfahrung geben wir wir das optimal Lösen können.
    Wollen bis auf die stellen wo Hunde verboten sind durchgehen. Bzw. was war eure Erfahrung mit Zecken?Danke auch für deine Tips bzgl. Ausrüstung und vorbereitung usw.
    Das ist wirklich toll zum Lesen. Und wir würden uns freuen wenn wir noch mehr von dir Erfahren könnten.
    Danke für deine Hilfe

    Lg Magdalena Uwe und Sami

    • Christian sagt:

      Hallo Uwe,

      die Frage bzgl. des Hundes habe ich schon in Deinem anderen Kommentar beantwortet. 😉 Bzgl. der Zecken ist es im Sommer ziemlich übel auf dem AT…daher lassen sich viele Wanderer vorher gegen Borreliose impfen und nutzen Sprays, welche die Zecken daran hindern sollen an der Kleidung zu haften…im Bezug auf den Hund ist das natürlich schwierig.

      Beste Grüße, Christian

  • Uli sagt:

    Hallo Christian,
    Vor Jahren habe ich mal dieses deutsche Video im Fernsehen mitbekommen und wurde infiziert davon einmal im Leben (vielleicht klappt es ja zweimal 😉 ) den AT zu laufen; meine Schwester will mittkommen. Der Film war ganz nett, hat aber wohl nicht das gezeigt, was wirklich abläuft. Ich will nicht gleich heute oder morgen los, hofe aber, daß ich in zwei Jahren, dann bin ich 62 Jahre jung, soweit bin. Deinen Blog finde ich hervorragen, gut zu lesen und sehr informativ. Jetzt zu meiner Frage – an einer Stelle schreibst Du, daß Ausrüstung in den USA günstiger zu bekommen ist als hier bei uns in Deutschland. Ich habe nun schon einmal an anderer Stelle gelesen, daß empfohlen wird sich erst in den USA für die Wanderung auszurüsten. Kannst Du das so weiterempfehlen?

    Viele Grüße aus Berlin

    Uli

    • Christian sagt:

      Hallo Uli,

      grundsätzlich ist es richtig, dass gerade ultraleichte Trekking-Ausrüstung in den USA günstiger zu bekommen ist…da die Hersteller in den USA sitzen. Allerdings ist der Unterschied durch den gerade nicht so guten USD Kurs nicht mehr so riesig.

      Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass Du die Ausrüstung die Du mit auf eine lange Fernwanderung nimmst – auch im Vorfeld schon einmal testest und Dich damit vertraut machst…daher würde ich bei jeden Ausrüstungsteil abwägen, ob Du es in den USA kaufst oder lieber in Deutschland und Dich somit vorher damit vertraut machst. Was bringt es Dir z.B. ein UL Zelt günstig in den USA zu kaufen und dann am ersten Abend im strömenden Regen mit dem Aufbau zu kämpfen… 😉 Ich denke, Du verstehst – was ich meine, oder?

      Hoffe das hilft Dir etwas weiter.

      Beste Grüße & Danke für Dein Lob, Christian

  • Stella sagt:

    Hallo, also ich bin noch recht Jung (15 Jahre) doch vor etwa 6 Monaten sah ich ein Bericht über den Trail und er faszinierte mich. Nachdem ich meine Schule abgeschlossen habe würde ich ihn gerne laufen. Meine Frage ist, was denken sie mit welchem Alter könnte man diesen Trail laufen?

    • Christian sagt:

      Hallo Stella,

      wegen den Einreiseformalitäten in die USA wirst Du wahrscheinlich warten müssen bis Du Volljährig bist…, evtl. ginge es auch schon mit 16 – da müsstest Du dich mal beim U.S. Konsulat erkundigen. Allerdings würde ich Dir raten, den A.T. nicht zu früh anzugehen…und vor allem ausreichend Outdoorerfahrung zu sammeln. Auf dem A.T. ist nämlich nicht nur alles „Sonnenschein“… 😉

      Hoffe das hilft Dir weiter…?!

      Beste Grüße, Christian

  • Jens sagt:

    Moinsen,
    ich habe den Bericht über den AT schon 2 mal im TV gesehen und immer wieder habe ich mir gesagt „das musst du auch machen“. Da ich angst hatte, was da alles auf mich zu kommt und was ich alles vergessen werde, habe ich die Idee erst einmal auf Eis gelegt. Mit diesen Artikeln fühle ich mich glaube ich sicherer, was das alles mit dem zu Organisierenden angeht.
    Da ich keinen finde, der mitkommen möchte, werde ich mir wohl ein Hund zulegen, damit mit ich nicht allein bin.
    Danke für den Artikel

    Viele Grüße
    Jens

    • Christian sagt:

      Hallo Jens,

      wenn Du dich aufgrund der Doku für einen ThruHike auf dem AT entschieden hast – dann solltest Du dich in jedem Fall noch etwas mehr informieren, denn die Doku zeichnet leider kein reales Bild vom Appalachian Trail. Dazu gehört z.B. auch, dass Hunde auf einigen Teilbereichen des AT verboten sind – so dass Du diese entweder auslassen muss oder Deinen Hund in eine Betreuung geben musst.

      Allerdings brauchst Du auch nicht unbedingt jemanden, der den AT mit Dir läuft – man findet dort relativ schnell Anschluss.

      Ansonsten freut es mich sehr, dass Dir die Artikel zum AT gefallen.

      Beste Grüße, Christian

  • Michaela sagt:

    Hi Christian,

    ich möchte nächstes Jahr 2016 ( Anfang März) diesen Trail laufen. Leider wäre ich als Frau alleine unterwegs (wenn ich keine Reisebegleitung finde).

    Wie sicher ist denn der Weg für eine Frau und ist es leicht sich Gruppen anzuschließen? Laufen viele Frauen den Trail alleine?

    Danke Dir schon mal für deine Antwort

    Herzliche Grüße Michi

    PS. Super Bericht 😉

    • Christian sagt:

      Hallo Michi,

      der A.T. ist mittlerweile „ziemlich“ voll – gerade wenn Du von Süden nach Norden zwischen Mitte März und Anfang April startest. Wir waren ja dieses Jahr dort und uns ganz persönlich war es dieses Jahr sogar zu voll auf dem Trail.

      Daher hast Du von Beginn an kein Problem Dich mit anderen Wanderern oder kleinen Gruppen zusammenzutun und auch nachts an den Shelter bist Du nie allein – im Gegenteil wir hatten schon Probleme Abends überhaupt noch einen guten Zeltplatz zu finden und die Shelter waren immer schon „rappelvoll“ wenn wir Abends am Etappenziel ankamen.

      So wie wir das dieses Jahr mitbekommen haben waren schon einige Frauen alleine unterwegs, die sich aber dann auch recht schnell zu kleineren Gruppen „zusammengetan“ haben – daher denke ich, dass Du da keine Probleme haben wirst.

      Wie sicher der A.T. kann ich Dir leider nur schwer beantworten…da immer mehr Menschen den Trail laufen sind da sicherlich auch eine Menge an Spinnern dabei – wir haben aus der Presse mitbekommen, dass es dieses Jahr jemanden etwas weiter vor uns gegeben hat, der wohl Frauen auf dem Trail nachgestellt hat und deshalb von der Polizei verhaftet wurde. Allerdings bist Du auf dem A.T. sicherlich wesentlich behüteter als in jeder Grossstadt, solange Du nicht leichtsinnig wirst…

      Ich hoffe das hilft Dir ein wenig weiter…auch wenn ich ein paar negative Punkte genannt habe um ehrlich zu Dir zu sein, so solltest Du dich davon nicht abschrecken lassen wenn Du den A.T. wirklich laufen möchtest. 😉

      Bei weiteren Fragen kannst Du dich gerne wieder bei mir melden…

      Beste Grüße, Christian

  • Michael sagt:

    Hallo Christian,

    nach Lesen Deines Artikels habe ich nun endlich einen Plan, was ich mit dem Rest meiner Auszeit sinnvolles anfangen kann! Bin eh begeisterter Bergwanderer, dieser Trail ist dann mal nicht gar so hoch.
    Was ich noch nirgendwo herausgefunden habe ist eine Information über die Dauer einzelner Teilabschnitte. Ich wollte mir den Indian Summer dort anschauen und komme erst Ende September hin und würde am Mount Katahdin starten. Bis Ende Oktober wäre ja die optimale Wanderzeit. Ich befürchte also mehr als 5-6 Wochen werden nicht zusammenkommen. Wie lange habt Ihr denn für die Neuengland-Staaten gebraucht? Packt man die in dieser Zeit?

    Herzliche Grüße,

    Michael

    • Christian sagt:

      Hallo Michael,

      es ist immer schwer zu sagen, wie lange wer für welche Etappen braucht – aber so als grober Richtwert kannst da mal so von 12 bis 15 Meilen pro Tag ausgehen – ohne dabei zu rennen – wenn Du fit bist und als „Bergwanderer“ wirst Du das ja sicher sein. Allerdings ist das Gelände im Norden zum Teil auch ziemlich anspruchsvoll und Du läufst direkt zu Beginn durch die 100 Meilen „Wilderness“ und musst daher viel Essen mitnehmen, das kann das Tempo ganz schön „drosseln“.

      Ich weiß zwar nicht wie Du in den USA unterwegs bist – aber dazu kommt übrigens noch, dass es recht aufwendig ist zum Baxter SP zu kommen, daher währen ändere Teilabschnitte des AT sicherlich einfach zu bewerkstelligen oder sogar ein anderer etwas kürzerer Fernwanderweg. In Amerika gibt’s endlos viele (Fern)Wanderwege und viele davon sind deutlich schöner als der AT. Zudem wird im Dezember im Norden des AT auch einiges los sein…, aber da weißt Du selbst am Besten ob das für Dich ok ist oder ob Du es lieber etwas ruhiger magst. 😉

      Solltest Du noch Fragen haben kannst Du dich gerne wieder bei uns melden…

      Beste Grüße, Christian

  • Walter sagt:

    Hallo Christian,

    Mich hat mal wieder das Fernweh gepackt … aber ich kann einfach keine Null-Acht Reisen machen, weil ich zu sehr Individualist bin (ich möchte nicht Egoist sagen (;-). Ich bin begeisterter Motorradfahrer und habe mit dem Töff und meiner Trudi die halbe Welt bereist, meist auf langen Touren.
    Als ich etwas früher in Pension ging, habe ich mich 2010 kurz entschlossen eine grosse Südamerika-Tour zu machen und zwar alleine. Man kann viel planen, wird aber nie alle Eventualitäten berücksichtigen können … erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Wichtig ist nur, dass man improvisieren kann … und da bin ich ein Meister.

    Diese Reise war … wenn man vernünftig denkt ein (zu-) riesengrosses Abenteuer. Ich hatte ein paarmal so riesengrosses Glück, dass es ein Wunder ist, dass ich diese 3-monatige Reise heil überstanden habe. Mir wurde erst hinterher bewusst, wie oft ich mich (z.B. in der Wüste Atacsama) in Lebensgefahr befunden habe. Aber auf der Tour war mir das gar nicht bewusst… nun ich habe „überlebt“ … oft wurde ich gefragt, warum ums himmelswillen macht man so eine Tour alleine. Nun man findet nicht an jeder Ecke einen Verrückten, der sowas mitmacht. Also, wenn man nicht verzichten will geht nur alleine, man ist dann nur sich selber verantwortlich.

    Im Gegensatz zu Dir, bin ich zu faul zum Schreiben, denn ich könnte einige Müsterchen erzählen, wie ich dem Sensenmann ein Schnippchen geschlagen habe … Du siehst ich bin etwas aberteuerlustig … meine Frau würde das jedoch eher als risikobehaftet beschreiben.

    Ich fahre noch jedes Jahr den Oberaargauer Slowup mit Inlineskates und da geht es ganz schön bergauf und dann wieder runter…
    Im Militär hatte ich Angst for dem laufen (Infanterie-Funker), gut man hatte ja auch 25-35 kg Last zu tragen.

    Erst viel später kam dann die Lust am Laufen, weil ich meine Segelflieger gerne selber auf den Berg trage.

    Mein Gott habe ich nun viel geschrieben, eigentlich wollte ich Dir für Deine Infos herzlich danken … die Lust auf ein Abenteuer zu Fuss überkommt mich immer mehr. Einfach noch mal was verrücktes tun, mit dem Roller nach Peking fahren, oder eben einen der grossen USA-Trails machen, mal schauen, was der Körper noch hergibt uiii ich bin ja schon 70 … da bleibt mir nicht mehr lange 😉

    Der AT würde mich schon reizen, vermutlich würde ich aber nicht den ganzen machen, sondern nur schauen, wie weit mich die Füsse in 3 Monaten tragen.
    Shenandoah … wenn ich das Wort nur höre, packt mich die grosse Sehnsucht … Shenandoah … ich glaube ich war in meinem früheren leben ein Indianer.
    Mich schrecken einzig die gebirgigen Streckenteile etwas ab.

    Nun noch kurz eine Frage: Wenn ich im irgendwo im Norden (nicht zu oberst) starte, dann müsste ich doch Richtung Süden in den Sommer laufen.
    Ich würde vermutlich ca. im Juni Starten und die Tour spätestens Ende September beenden. Wo würdest Du nun unter diesen Bedingungen starten?
    Irgendwo habe ich gelesen, dass da noch mit Schnee zu rechnen ist. In der Zeit zwischen Juni und September ist das schon der Fall und wo?
    Du schreibt auch von kürzeren evtl. noch schöneren Touren in den USA, was gibt es da?

    Ich plane mal weiter … ich habe mal gesagt: „wenn ich fertig geplant habe, müsste ich eigentlich gar nicht mehr hingehen, ich weiss ja alles …

    Liebe Grüsse Walter

    • Christian sagt:

      Hallo Walter,

      vielen Dank erstmal für Deine spannende Lebensbeschreibung – das klingt doch als hättest Du viele Teile davon in vollen Zügen genoßen. Keine Frage, dass man sich manchmal auf Reisen auch selber in Gefahr bringt, aber irgendwie ist es doch genau das was das Leben lebenswert macht – sich den Herausforderungen zu stellen ohne großartig über die Konsequenzen nachzudenken und nicht in einer konservierten Blase an vorgetäuschter Sicherheit zu leben. Denn genauso wie z.B. das durchqueren einer Wüste – ist auch das Besteigen einer Leiter zum Gardinen aufhängen gefährlich…, aber nicht halb so spannend. 😉 Ich denke Du weißt worauf ich hinauswill…

      Zu Deinen Fragen: Juni bis September ist eigentlich eine gute Zeit für fast alle Trails in den USA und ja du hast schon recht, im September kann es ab und an in denen höheren Gebirgsregionen schon etwas schneien, aber das ist in der Regel noch nicht problematisch.

      Was Deinen Lobgesangs auf den Shenandoah NP angeht, so muss ich Dich leider ein wenig enttäuschen – der Park ist zwar wirklich sehr schön und es gibt tolle Wanderwege, aber der At läuft leider gerade dort die meiste Zeit recht unspektakulär direkt am Skyline Drive entlang. Daher wäre das für mich persönlich nicht die erste Wahl…

      Ganz persönlich sind die schönsten Gegenden auf dem AT die Region um die Smoky Mountains, aber dort ist es im Sommer und Herbst auch touristisch sehr voll, die White Mountains und der Teil ganz im Norden um die 100 Meilen Wildnis.

      Wenn Du aber von Beginn an schon weißt, dass Du 3 Monate laufen willst – was ja mit 70 auch schon eine wirklich bemerkenswerte Leistung ist, dann würde ich an Deiner Stelle auf einen anderen, kürzeren und weniger frequentierten Weg ausweichen. Als erstes fällt mir da der John Muir Trail (ein Teilstück des PCT) und der Arizona Trail ein, aber es gibt noch etliche mehr…

      Da es uns persönlich mittlerweile zu voll auf den üblichen Fernwanderwegen geworden ist, sind wir in den letzten Jahren dazu übergegangen individuell Backcountry in den Nationalparks und einsamen Gegenden der USA zu laufen, vielleicht wäre das auch etwas für Dich. In 3 Monaten könntest Du z.B. den kompletten Grand Teton und Yellowstone NP erkunden, von so einer Tour haben wir gerade noch bei einem unserer amerikanischen Freunde gelesen…

      Ich hoffe ich konnte Dir ein kleinwenig weiterhelfen – melde Dich gerne wieder falls Du noch konkret Fragen hast und wir drücken Dir die Daumen, dass Du dein Vorhaben Realität werden lässt.

      Beste Grüße, Christian

      • Uli sagt:

        Hallo Christian,

        Ich hatte Dir schon mal vor einer ganzen Weile ein paar Fragen gestellt. Jetzt aber mal keine Frage um die Kosten, sondern wie kann ich den AT bewältigen, wenn ich Rückenprobleme habe? Mal ganz davon abgesehen das ich noch ordentlich abnehmen muß dafür. Ich habe festgestellt, daß ich auf keinen Fall komplett das tragen könnte, was ein gesunder Wanderer mitnehmen muß. Kann mann für diverse Etappen ein anderes Gewicht an Gepäck einplanen oder ist es möglich für zwei Leute das gewicht so zu verteilen, daß der der mehr tragen kann die schwereren Sachen trägt oder eben ob man das Gewicht generell reduzieren kann, sprich sich unterwegs dann benötigtes nachkaufen kann. Ich hoffe Du verstehst mein Problem. Ich würde den AT eben gerne laufen, nicht auf Deubel komm raus sondern so, das ich nicht im Rollstuhl lande.

        Viele Grüße aus Berlin

        Uli

        • Christian sagt:

          Hallo Uli,

          schön von Dir zu hören…

          Zu den Rückenproblemen und auch zum Übergewicht kann ich Dir sagen, dass auch wird da gut mitreden können – denn auch wir lassen es uns zwischen den längeren Wanderungen immer ziemlich gut gehen und gerade ich habe schon seit Ewigkeiten große Probleme mit dem Rücken. Daher kann ich Dich dahingehend etwas beruhigen, denn wenn Du jetzt keine schwerwiegenden Einschränken mit dem Rücken hast, dann stehen die Chancen gut, dass sich die Probleme schon nach einigen Wochen verbessern – wenn Du es langsam angehen lässt.

          Ich meine – letzten Endes kann ich Dir nur sagen wie es bei uns ist und wir haben auf allen Fernwanderungen bereits in den ersten 4 Wochen um die 10 Kilo abgenommen und haben uns, was unsere „Wehwehchen“ angeht rasch besser gefühlt.

          Dazu stellt sich die Frage – was Du meinst in Deinem Rucksack mitnehmen zu müssen, wenn dieser so schwer ist? Normalerweise solltest Du ohne Wasser und Lebensmittel mit ca. 8 bis 10 Kilo Gesamtgewicht hinkommen und das sollte eigentlich jeder tragen können…

          Vielleicht schickst Du mir einfach mal eine eMail mit Deiner Packliste, dann kann ich gerne mal drüber schauen ob sich da nicht etwas reduzieren lässt.

          Ich hoffe das macht Dir ein wenig Mut und hilft Dir weiter…

          Beste Grüße, Christian

          • Walter sagt:

            Hallo Christian, ich habe soeben Deine aufmunternde Antwort gelesen. Ich habe z.Zt. keine mindestens spürbare Wehwechen, aber ich habe auf meiner letzten 3-monatigen Töfftour fast 1kg Tabletten gegen Diabetes mitgenommen… Im übrigen habe ich auch noch ein wenig „Fettreserve“… und überlege mir, ob ich am Rucksack Räder anbasteln soll, wenn die Wege das zulassen würden. Nun im ernst: eine Packliste würde mich schon interessieren, dann könnte ich dann aussortieren. Noch was, wenn ich nicht den ganzen AT machen möchte und von Süden her ca. Atlanta einsteigen möchte welche ÖV’s gibt es da? Wo ist es da am nächsten zum AT? Auch im Norden, wo kann ich aussteigen und z.B. nach NY zu gelangen? Gibt es da irgendwelche Bus bzw Greyhoundsverbindungen? Danke und alles Gute Walter

          • Christian sagt:

            Hallo Walter,

            das mit den Rädern am Rucksack kannst Du zumindest für den AT vergessen, da alles mit „Rädern“ auf vielen Strecken in den Nationalparks und Naturschutzgebieten nicht erlaubt ist. 😉

            Was Atlanta angeht, so ist der Startpunkt (Springer Mountain) ja von dort aus noch ein Stückchen weiter nördlich und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es nicht ganz so einfach dorthin zu gelangen – das Schlussstück wirst Du in jedem Fall mit dem Taxi fahren oder trampen müssen. Allerdings bietet z.B. das Hiker Hostel ein Packet inkl. Übernachtung speziell für AT Hiker an und holt diese in Atlanta ab und bringt Dich dann am nächsten Tag zum Trailhead.

            Zusätzlich bietet das Hiker Hostel auch Slackpacking für die ersten Meilen an – sprich die bringen Dich mit kleinem Gepäck zum Trailhead und holen Dich Abends an einem Treffpunkt wieder ab, wo sie Dich am nächsten Morgen wieder absetzen…usw.. Vielleicht wäre das ja was…?

            Das Aussteigen ist deutlich einfacher, auch wenn es direkt am Trail nur wenige direkte Zustiege zu öffentlichen Verkehrsmittlen hast. Aber es gibt auf der Seite der ATC einen Liste mit Transportanbieter und Trail Angels, die holen Dich teils sogar gratis vom Trail an und fahren Dich zur nächsten Greyhound Station. Trampen ist im übrigen mit etwas Geduld auch kein großes Problem…

            Wenn Du nach NY möchtest ist der Shenandoah Nationalpark ein guter Ausstiegspunkt von dort aus kannst Du bei guten Wetter sogar die die Skyline von NY sehen und es gibt genügend Orte im näheren Umkreis von denen Du mit Taxen, Trampen oder Trail Angels problemlos zum nächsten Greyhound Stop gelangst.

            Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter – als Quintessenz kannst Du dir merken, dass es an der Ostküste der USA wirklich recht einfach ist an den gewünschten Ort zu gelangen, da dieser vergleichsweise dicht besiedelt ist…

            Beste Grüße, Christian

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